Review | JBL Quantum 910 – Es ist schon eine Weile her, aber wir haben ein weiteres interessantes JBL-Gaming-Headset zur Verfügung: das JBL Quantum 910 Wireless. Dieses Headset gehört zum höheren Segment und unterstützt die JBL-Software. In diesem Test nehmen wir das JBL Quantum 910 genauer unter die Lupe und vergleichen es mit seiner kabelgebundenen Variante, dem Quantum One.
Das Quantum One hat uns sehr beeindruckt, daher sind wir gespannt, ob das JBL Quantum 910 Wireless eine würdige Alternative darstellt. Wir haben das Headset ausgiebig getestet und werden nun unsere Ergebnisse mit Ihnen teilen. Lesen Sie also weiter, wenn Sie neugierig auf unsere Erfahrungen mit dem JBL Quantum 910 Wireless sind!
Ein Cybertechno-Game-Look

Das Headset steht im Einklang mit den anderen Modellen der Quantum-Serie. Wie das Quantum One verfügt das Headset über eine cybertechnisch anmutende LED-Beleuchtung mit dem JBL-Logo auf den Ohrmuscheln. Die Ohrmuscheln sind mit großen Lederohrpolstern ausgestattet, die für ein sehr komfortables Erlebnis sorgen. Die Größe des Headsets passt sich jeder Kopfform an, so dass der Tragekomfort für jeden Benutzer gewährleistet ist. Die glänzende Oberfläche des Headsets hebt die LED-Leuchten hervor und verleiht dem Headset einen „spielerischen“ Look. Dieses Design ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber uns gefällt der Look auf jeden Fall. Dennoch müssen wir zugeben, dass das Design nicht durchgehend gelungen ist. Wir finden zum Beispiel, dass das Mikrofon sehr billig und dünn ist und eine hässliche Oberfläche hat. Das Gummiteil des Mikrofons passt nicht zum Rest des Designs und lässt sich leider nicht entfernen.
Erfreulicherweise sind wir vom Gesamtpaket, das mit 212,99 € zu Buche schlägt, überzeugt. Neben dem unverzichtbaren USB-C-Dongle (mit USB-A-Adapter) wird auch eine Reihe von Kabeln mitgeliefert: ein PC-Splitter und ein Miniklinkenkabel (mit Fernbedienung für die Stummschaltung) sowie ein USB-C-auf-USB-A-Ladekabel. Die Version, die wir erhalten haben, ist für die PlayStation 4 & 5 sowie für den PC gedacht. Das Headset kann über das Miniklinkenkabel auch an einer Xbox-Konsole verwendet werden, wobei das Headset passiv eingesetzt wird. Es gibt auch eine Option, das Headset über Bluetooth zu verwenden, so dass Sie das Quantum 910 auf einer Nintendo Switch oder anderen mobilen Geräten verwenden können. Allerdings verfügt das Quantum 910 über einige nette Features, die aufgrund der Steuerung nur über (drahtlosen) USB genutzt werden können, dazu später mehr.
Alles ist möglich
Das JBL Quantum 910 Wireless liefert einen druckvollen Sound ähnlich wie das Quantum One. Es ist ein Headset mit einem ausgeprägten Bass, der sehr tief gehen kann und dafür sorgt, dass jeder Knall, Wumms oder Donner im Kopf spürbar ist. Leider ist der Bass nicht sehr sauber und klingt in hektischen Szenen/Action-Momenten oft schlampig.
Die Mitten hingegen sind die Stärke dieses Headsets: Sie sind sauber und geben dem Gesamtklang eine schöne Reproduktion. Es ist jedoch schade, dass die höheren Töne aufgrund des starken Einsatzes von Bässen etwas dumpf klingen. Das Klangprofil dieses Headsets lässt sich am besten als Achterbahn beschreiben, denn im Klang ist viel los.
Während wir es bei der gelegentlichen Nutzung mit actionreichen Inhalten sehr genossen haben, wird es in Bezug auf die Ausgewogenheit zwischen den verschiedenen Tönen ein wenig unübersichtlich. Trotzdem ist der Sound immer noch beeindruckend und wir können sagen, dass das JBL Quantum 910 Wireless eine gute Wahl für Gamer ist, die einen druckvollen und aufregenden Sound mögen.
Was den Raumklang angeht, kann man das JBL Quantum 910 Wireless als ziemlich einfach bezeichnen, aber dafür gibt es einen guten Grund. Das Headset ist nämlich mit einer Taste ausgestattet, mit der man on-the-fly zwischen verschiedenen Raumklangmodi umschalten kann, nämlich: normal, räumlich 7.1 (QuantumSPHERE 360) und einem Modus, in dem der Head-Tracker aktiviert ist. Das funktioniert sogar, wenn man hinter der PlayStation-Konsole sitzt, was ein nettes zusätzliches Feature ist.
Obwohl Sie auf dem PC mit der JBL QuantumEngine-Software über umfangreichere Einstellungen verfügen (wie z. B. einen EQ und die Verwendung von DTS-Raumklang), ist dies mittlerweile eine bekannte Tatsache. Die Tatsache, dass man mit dem Quantum 910 (im Vergleich zum Quantum One) mehr aus dem Headset herausholen kann, ist ein großes Plus. Der räumliche Klang ist nicht unbedingt der beste, den wir je gehört haben (die Mitten werden zum Beispiel deutlich höher), aber es ist sicherlich ein nettes zusätzliches Feature für diejenigen, die es lieben.
Ein schönes Paket
Für den Preis von 212,99 € erhält man mit dem JBL Quantum 910 Wireless ein ziemlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das kabellose Headset hält etwa 35 Stunden durch, was ziemlich gut ist. Vor allem, wenn man bedenkt, dass man das Headset innerhalb von 2 Stunden wieder vollständig aufladen kann. Das Mikrofon sieht zwar nicht besonders hübsch aus, ist aber funktionell genug. Die neutrale Wiedergabe Ihrer Stimme (die man als kalt bezeichnen könnte) ist nicht unbedingt angenehm zu hören, aber für die Kommunikation ist sie funktionell. Das klappbare Mikrofon kann zum Stummschalten hochgeklappt werden, allerdings gibt es dafür auch eine unnötige Zusatztaste.
Fazit
Das JBL Quantum 910 ist ein nettes drahtloses Headset, aber sicherlich nicht das beste. Die Klangsignatur ist sehr unausgewogen, aber bei actiongeladenen Inhalten ist es sicherlich unterhaltsam genug, um es zu benutzen. Die zusätzlichen Funktionen, die JBL anbietet, wie z. B. Raumklang und Headtracking, sind nette Extras, aber nicht unbedingt die größten Pluspunkte des Headsets. Der Tragekomfort des Headsets ist hingegen sehr gelungen und die Akkulaufzeit ist solide, ebenso wie die vielen Anschlussmöglichkeiten. All das macht das Preis-Leistungs-Verhältnis richtig. Kurz gesagt, das JBL Quantum 910 Wireless-Headset ist schön, aber es gibt noch viel Raum für Verbesserungen.
Pluspunkte
- Konnektivität
- Räumlicher Klang ist in Ordnung
- Komfort
- Lebensdauer der Batterie
Nachteile
- Unausgewogener Klang
- Das Design ist nicht jedermanns Sache
- Dem Mikrofonklang fehlt es an Charme
