System76 hat seine Implementierung des biosalternativen Coreboots so angepasst, dass es möglich ist, die Intel Management Engine auf neuen Raptor Lake Laptops zu deaktivieren. Dies behebt einen wichtigen Fehler in den Laptops. Außerdem erhalten die Laptops Unterstützung für Secure Boot.
System76 schreibt in einem Blogpost, dass es diese Fehlerbehebung mit einem Firmware-Update implementiert hat. In einer früheren Version von Coreboot, die mit den Laptops geliefert wurde, war die Intel Management Engine deaktiviert. Es wurde jedoch festgestellt, dass die Intel ME bei vielen Benutzern wieder aktiviert war. Es stellte sich heraus, dass dies auf einen Fehler im biosalternativen Coreboot zurückzuführen war. Dieser Fehler konnte einen Pufferüberlauf verursachen, der dazu führte, dass die Management Engine immer wieder neu gestartet wurde. System76 sagt, dass es diesen Fehler nun behoben hat, aber für Modelle mit Intel Tiger Lake U-CPUs der 11. Generation funktioniert es noch nicht richtig. Die Fehlerbehebung soll inzwischen auch im Upstream von Coreboot implementiert worden sein.
Mit dem Firmware-Update erhält die System76-Hardware auch Unterstützung für Secure Boot. Dies ist für Laptops mit Windows 11 erforderlich. Die Unterstützung gilt auch für aktuelle Intel-CPUs der dreizehnten Generation, und laut System76 wird die Unterstützung auch für zukünftige Intel-CPUs verfügbar sein. System76 plant außerdem, Secure Boot Key-Unterstützung für Pop!_OS, das firmeneigene Linux-Betriebssystem, zu entwickeln.
System76 sagt weiter, dass mit dem Firmware-Update die maximale Leistungsaufnahme für Raptor Lake CPUs von 28 auf 45 Watt erhöht wurde. Außerdem erhalten moderne Laptops Unterstützung für Nvidias Dynamic Boost und es wurden Sicherheitsupdates zum System hinzugefügt.