Skyrim verkauft sich immernoch besser als Starfield auf Steam

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Obwohl Skyrim über ein Jahrzehnt vor Starfield veröffentlicht wurde, hat es sich in den letzten Wochen auf Steam besser verkauft als Starfield. Steam veröffentlicht jede Woche eine Liste mit den 100 umsatzstärksten Spielen der Woche.

Skyrim lag in der Woche vom 19. bis 25. Dezember einen Platz vor Starfield und in der Woche vom 26. Dezember bis 2. Januar über 30 Plätze davor. 2024 haben sich die beiden Spiele noch nicht wesentlich von ihren vorherigen Rängen entfernt, was darauf hindeutet, dass die Überlegenheit zumindest für die unmittelbare Zukunft anhalten wird.

Weckruf für Bethesda

Für Bethesda muss das ein Schlag ins Gesicht sein. Gleichzeitig sollten sie das als Weckruf nehmen, Starfield hat man einfach angemerkt, dass Dienst nach Vorschrift gemacht wurde und wenig Herzblut in das Spiel geflossen ist. Lasche Charaktere, leere Planeten, schwaches Roleplay, lahme Kämpfe, wenig Optionen und hohle NPCs, die Welt war einfach nicht lebendig. Außerdem merkte man Starfield viel zu sehr an, dass es vom Fallout-Erfinder stammt, man könnte fast sagen, dass es Space-Fallout ist.

Noch überraschender ist, dass die Liste der Steam-Spiele nach dem Umsatz und nicht nach der Anzahl der verkauften Exemplare erstellt wird. Das ist deshalb von Bedeutung, weil Skyrim derzeit 7,99 Dollar auf Steam kostet, während der Preis von Starfield durch eine vorübergehende Aktion auf 48,99 Dollar gesunken ist. Selbst mit der vorübergehenden Ersparnis kostet Starfield immer noch sechsmal so viel wie Skyrim. Das Bethesda-Spiel aus dem Jahr 2011 verkauft nicht nur mehr Exemplare als das neueste Spiel des Studios, sondern auch so viel mehr, dass der massive Preisunterschied pro Einheit ausgeglichen werden kann.

Traurige Entwicklung aber neue Zukunft?

Wir können allen Streamern und Youtubern, die das Spiel kurz nach Release schon als langweilig betitelten dankbar sein, sonst würde Starfield womöglich immernoch gut performen. Dass Skyrim aber BESSER läuft als Starfield ist wirklich wahnsinn, denn bezüglich Skyrim wird garkein Marketing betrieben, das Spiel wird auch von keinem Influencer aktiv gepusht und wird daher nur aufgrund seiner Qualität und des Contents, der schon besteht entdeckt. Als Entwickler und Publisher sollte das einigen Einzelspieler-Herstellern zu denken geben, es ist offensichtlich besser, wenn man Arbeit, Zeit, Geld, Kreativität und Geduld in ein Spiel steckt, dann wird es langlebig und kann auch Jahre später gut performen.

Außerdem profitiert Skyrim von der sehr lebendigen Modding-Szene, das Spiel wird praktisch von der eigenen Community weiterentwickelt und erweitert, der Kreativität sind fast keine Grenzen gesetzt. So hat einerseits der Publisher weniger Arbeit, vor allem bei einem alten Titel nicht immer unbedingt lohnenswert und die Community kann die Freiheit genießen und Inhalte bereitstellen, die sie wirklich wollen. Viele Publisher stehen dem Modden aber kritisch gegenüber, da es auch Kontrolle über das eigene Spiel und die Marke abgibt, der Trade-off könnte sich aber durchaus lohnen, wie man an Skyrim sieht.

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