Das IOC hat Fortnite in die Riege der olympischen Esportarten aufgenommen. Nett, wenn auch mit einer Wendung, die dazu führt, dass es nicht wirklich das ist, was viele Gamer unter Esport auf höchster Ebene verstehen.
Denn der Fortnite-Wettbewerb der Olympic Esports Series findet auf einer eigens für das Event geschaffenen Insel statt, auf der die Teilnehmer nicht aufeinander, sondern auf Ziele schießen müssen. So wird ihre Treffsicherheit ermittelt und der beste Schütze gewinnt. Eingeladen werden übrigens die Top 12 der Fortnite Champion Series 2023.
Der Fortnite-Wettbewerb soll also andere Schießsportarten simulieren, was Fortnite zu einem olympischen Esport macht, so wie andere Spiele als olympischer Esport eingesetzt werden. Dabei handelt es sich nicht um wettbewerbsorientierte Esports wie League of Legends oder Counter-Strike, an die viele Spieler gewöhnt sind, sondern einfach um virtuelle Versionen anderer Sportarten.
Tanzen kann man zum Beispiel mit Just Dance, Rennen mit Gran Turismo. Darüber hinaus gibt es auch eine Handvoll mobiler Spiele. Zum Beispiel Tic Tac Bow, um doch noch eine virtuelle Version des Bogenschießens zu haben.
Eine wirkliche Überraschung ist das allerdings nicht. Schon seit Jahren war klar, dass das IOC keine Spiele auswählen wollte, bei denen die Spieler gewinnen, indem sie sich gegenseitig erschießen. Das wäre schließlich zu gewalttätig und würde der friedlichen Botschaft der Olympischen Spiele widersprechen.
Stattdessen gibt es „echte Sportarten“, von denen es eine virtuelle Version gibt, auch wenn diese Spiele in der Gaming-Community aufgrund ihres hohen Wettbewerbsniveaus völlig unbekannt sind.
Wie auch immer, es ist, wie es ist. Für die Olympic Esports Series 2023 wurden zunächst die Qualifikationswettkämpfe ausgetragen, gefolgt von den Finals vom 22. bis 25. Juni. Weitere Informationen sind auf der offiziellen Website zu finden.