Epic Games erlaubt es unabhängigen Entwicklern jetzt, ihre Spiele im Epic Games Store selbst zu veröffentlichen. Das Unternehmen verlangt eine niedrigere Provision als der große Konkurrent Steam. Diese Spiele müssen auch Crossplay von Epic mit anderen PC-Plattformen bieten.
Steam erlaubt es Entwicklern schon seit vielen Jahren, ihre Spiele auf dieser Plattform selbst zu veröffentlichen. Epic Games erhebt eine 12-prozentige Provision auf verkaufte Spiele, wie das Unternehmen in seinem Blogpost betont. Steam berechnet normalerweise 30 Prozent. Die Provision von Epic Games kommt zu der Einreichungsgebühr von 100 Dollar hinzu, mit der die Beurteilung des Spiels bezahlt wird. In der Tat lässt Epic Games einige Arten von Inhalten nicht zu, die beispielsweise auf Steam zu finden sind. Das beste Beispiel sind pornografische Spiele, die Epic Games nicht auf seiner Plattform braucht. Ansonsten sind die Einschränkungen ziemlich offensichtlich: illegale Inhalte, urheberrechtlich geschützte Inhalte, Betrug, gefälschte Spiele, Malware und dergleichen.

Epic verlangt auch, dass Publisher das Achievement-System der Plattform nutzen, aber nur, wenn die Spiele auf anderen Plattformen auch Achievements haben. Der Epic Store wurde 2018 ins Leben gerufen, verfügt aber erst seit 2021 über Achievements. Epic berichtet weiter, dass Altersfreigaben für den Epic Store kostenlos sein werden.
Gleichzeitig teilt Epic Games einige Zahlen dazu, wie es um seinen Spiele-Shop bestellt ist. Insgesamt gab es Ende des vergangenen Jahres 230 Millionen Nutzer auf der Plattform, 36 Millionen mehr als Ende 2021. Die maximale Anzahl der täglich aktiven Nutzer lag bei 34,4 Millionen und bei den monatlich aktiven Nutzern bei 68 Millionen. Ein Jahr zuvor waren es 62 Millionen. Insgesamt gab es Ende letzten Jahres 1548 Spiele im Shop und insgesamt wurden 99 Spiele im Wert von 2240 Dollar kostenlos abgegeben. Die kostenlosen Spiele wurden insgesamt fast 700 Millionen Mal in Anspruch genommen.
Für das nächste Jahr kündigte Epic die Unterstützung von Spiele-Abonnements an. Der Fortnite-Macher selbst nennt keine Beispiele dafür, welche Dienste das sein könnten. Es soll auch Hubs für Inhalte zu bestimmten Spielen geben, ähnlich denen von Steam.