Werbung für Glücksspiele – was ist verboten und was erlaubt?

Das Glücksspiel hat laut Forschern circa 3.000 vor Christus erstmals im alten China für Aufregung und Jubel gesorgt! Über 5.000 Jahre später wird die Welt zunehmend mit Glanz und Glamour in Verbindung gebracht und die Spieler im alltäglichen Leben von Werbung umhüllt. Sie soll die potenziellen Spieler dazu animieren, den Nervenkitzel zu suchen.

Doch während der Nervenkitzel reizvoll ist und Spieler sich über Freispiele bei Book of Ra freuen können, müssen Werbetreibende stets einige Regeln befolgen. Die Marketingabteilung muss darauf achten, ethisch zu handeln und gleichzeitig die Verbraucher schützen. Welche Werbemaßnahmen sind im Jahr 2023 erlaubt?

Sind Werbemaßnahmen gemäß Glücksspielstaatsvertrag grundsätzlich erlaubt?

Im Rahmen des Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV 2021) genießen Anbieter von Glücksspielen die Freiheit, ihre Produkte zu bewerben, solange sie eine bundesweite Zulassung besitzen und somit legal handeln. Dagegen ist jegliche Werbung für nicht zugelassene, illegale Glücksspielanbieter strengstens untersagt – dazu gehören auch die Anbieter mit europäischen Lizenzen!

Striktes Werbeverbot zwischen 21:00 und 6:00 Uhr!

Es ist irrelevant, für welche Werbeplattform sich das Unternehmen entscheidet, grundsätzlich gelten bis auf einzelne Abweichungen dieselben Einschränkungen. Oberste Priorität hat es, wie oben bereits beschrieben, dass der Glücksspielanbieter über eine deutsche Lizenz des jeweiligen Bundeslandes verfügt. Anbieter ohne Lizenz, also in Deutschland als illegal geltende Anbieter, sind jegliche Werbemaßnahmen untersagt.

Es ist wichtig, dass die Werbung nicht im Widerspruch zu den Zielen des Glücksspielstaatsvertrags steht. Was bedeutet das? Im Glücksspielvertrag ist geregelt, dass dem Spieler keinerlei Anreize für exzessives Glücksspiel geboten wird. In den Werbemaßnahmen geht es lediglich um eine sachliche Aufklärung, keinesfalls dürfen Personen zum Glücksspiel verleitet werden.

Oberste Priorität hat dabei der Schutz von Kindern und Jugendlichen! Jegliche Werbemaßnahmen müssen so ausgerichtet sein, dass weder Kinder noch vergleichbar gefährdete Personen angesprochen werden. Überdies gilt zwischen 6 Uhr morgens und 21 Uhr abends ein strenges Werbeverbot.

Mit welchen Inhalten darf geworben werden?

Es gibt eindeutige Vorgaben, die den Inhalt von Online-Werbung regulieren. Besonders bei Rich-Media-Formaten (Audio, Video, Podcast usw.) müssen bestimmte Elemente vermieden werden, die unerwünschte Reaktionen hervorrufen könnten. Im Marketing kommen oft psychologische Kniffe zum Einsatz, um bei potenziellen Kunden bestimmte Emotionen hervorzurufen.

Diesen Aspekt hat die Regierung berücksichtigt und solche Methoden in Werbemaßnahmen der Glücksspielbranche ausdrücklich untersagt. Außerdem sind Anbieter dazu verpflichtet, kostenpflichtige Werbemaßnahmen ausdrücklich als Werbung zu kennzeichnen.

Es ist zwingend erforderlich, dass bezahlte Veröffentlichungen eindeutig als Werbung erkennbar sind. Dies muss durch eine unmissverständliche Kennzeichnung und eine Gestaltung, die sich von dem redaktionellen Teil abhebt, klar erkenntlich sein.

Sind Werbemaßnahmen auf Facebook, Instagram & Co. gestattet?

Weltweit nutzen circa 4,76 Milliarden Menschen die sozialen Netzwerke! Selbstverständlich möchten die Anbieter sich diesen Vorteil zunutze machen und für ihr Angebot werben. Grundsätzlich gestattet ihnen der Glücksspielstaatsvertrag diese Werbemaßnahmen unter denselben gesetzlichen Vorschriften, die auch für Webseiten gelten.

Eine klare Einschränkung zeigt sich bei der Kollaboration mit Partnern, da im Unterschied zur Zusammenarbeit mit Vergleichsportalen ein Arbeiten mit Influencern nicht erlaubt ist. Der Glücksspielstaatsvertrag setzt ausdrücklich fest, dass jegliche Art von Influencer-Marketing, bei den bekannten Persönlichkeiten involviert sind, untersagt ist.

Beim Streaming sieht das sonst so strenge Gesetz eine Lockerung vor und erlaubt dieses. Auch wenn Streaming-Plattformen wie Twitch laut den News über ein Verbot nachdenken!

Strengere Regeln zum Schutz der Glücksspieler

Am Ende des Artikels können wir sagen, dass Werbung für Glücksspiel einer Reihe von Richtlinien und Bestimmungen unterliegt. Die Einhaltung ethischer Standards und der Schutz der Verbraucher stehen dabei im Vordergrund. Gemäß dem neuen Glücksspielstaatsvertrag ist es legalen Anbietern erlaubt, Werbung für ihre Produkte zu schalten, während Werbung für illegale Anbieter streng untersagt ist.

Zudem gibt es Werbebeschränkungen wie das Verbot von Glücksspielwerbung zwischen 21:00 und 6:00 Uhr sowie die gezielte Ansprache von Minderjährigen. Die Inhalte der Werbung müssen den gesetzlichen Vorgaben entsprechen und dürfen keine psychologischen Reize auslösen.

Auch in sozialen Netzwerken gelten die gleichen rechtlichen Vorgaben wie auf Websites. Allerdings ist eine Kooperation mit Influencern nicht gestattet. Letztlich geht es darum, den Spielerschutz zu gewährleisten und das Glücksspiel verantwortungsvoll und transparent zu bewerben.

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