Die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft wird nicht kampflos hingenommen.
Das Geschäft wurde im Januar angekündigt, wird aber aufgrund seines enormen Umfangs noch von den Marktbehörden geprüft. Aber auch private Spieler haben begonnen, sich zu engagieren.
Gamer leisten Widerstand
Die Übernahme von Activision Blizzard muss in vielen Ländern noch genehmigt werden. Die EU beispielsweise ermittelt noch immer, und die US-Marktaufsicht FTC hat eine Klage eingereicht. Die ganze Sache scheint sich auf Regierungsebene abzuspielen, aber jetzt gibt es auch eine Klage von einigen US-Bürgern (via Reuters).
Schließlich dürfen die Bürgerinnen und Bürger auch versuchen, eine Übernahme zu verhindern, und zehn Gamer haben genau das getan. In ihrer Beschwerde führen sie an, dass Microsoft mit Activision Blizzard eine enorme Macht im Spielesektor erlangt. Sie befürchten auch, dass Microsoft die Anzahl der veröffentlichten Spiele einschränken könnte und dass die Auswahl für die Spieler geringer sein wird.
A group of 10 gamers in the US jointly filed a lawsuit asking a court to block Microsoft’s acquisition of Activision Blizzard. Not a company nor a business. Just 10 gamers.
— CharlieIntel (@charlieINTEL) December 21, 2022
Microsoft zu Zugeständnissen für Übernahme bereit
Die Übernahme von Activision Blizzard stößt weiterhin auf Probleme. Microsoft hat wiederholt erklärt, dass es nicht die Absicht hat, beliebte Titel wie Call of Duty von anderen Plattformen zu verdrängen, und bereit ist, andere Zugeständnisse zu machen. Es gibt sogar schon eine Vereinbarung mit Nintendo, Call of Duty auf Nintendo-Konsolen zu bringen, wenn die Übernahme zustande kommt.
https://twitter.com/Zackyandreanoo/status/1604235773649113088?s=20&t=Ex0bZ-WU7LkBxsh-ghm4OA
Doch die größten Kritiker des Abkommens sind noch immer nicht überzeugt. Sony ist nach wie vor gegen die Übernahme, so dass nun mehrere Klagen eingereicht wurden, um das Geschäft zu stoppen. Wie groß die Erfolgschancen dieser Privatklage sind, bleibt abzuwarten, aber die Klage der FTC könnte für Microsoft ein Problem darstellen.
