Die neuen Treiber für Intel NUC 11 PCs scheinen eine verfrühte Unterstützung für Chipsätze zu enthalten, die noch nicht existieren. Mit der Version 30.0.101.9999 wird die Kompatibilität für zukünftige CPUs und Intels eigene Grafikkarten zu früh hergestellt.
Die Treiberversion ist immer noch in Intels offiziellem Download-Center zu finden, obwohl viele der Informationen in dem Update darauf hinzudeuten scheinen, dass nicht alles Teil des größeren Plans war.
In den Quelldateien der neuen Treiber finden sich nicht nur viele Hinweise auf neue Prozessorgenerationen wie Raptor Lake-S (RPLS), Meteor Lake (MTL), Arrow Lake (ARL) und Lunar Lake (LNL), sondern auch ein Verweis auf DG3-GPUs. Jeder dieser Chipsätze wird voraussichtlich nicht vor Ende 2022 erscheinen.
Insbesondere der Verweis auf die DG3 wirkt sehr verfrüht. Immerhin bastelt Intel derzeit noch fleißig an der Einführung seiner Intel Arc-Grafikkartensparte, die im Grunde Intels zweiter Vorstoß in den Bereich der dedizierten Grafikkarten ist – auch bekannt als DG2. Intel Arc wurde in diesem Jahr offiziell vorgestellt, wird aber voraussichtlich erst Anfang 2022 auf den Markt kommen.
In den NUC-11-Treibern wird DG3 auch als „Elasti“ bezeichnet. Dieser Name entspricht den Leaks, die der YouTuber Moore's Law is Dead bereits im Mai enthüllt hat. „Elasti“ soll der interne Codename für DG3 sein, der wahrscheinlich später offiziell in Intel Arcs „Battlemage“-Generation umbenannt wird.
Die Quelldateien geben keine genaueren Spezifikationen preis, aber sie geben einen Einblick in Intels Stand der Dinge bezüglich dieser zukünftigen Chipsätze. Die Tatsache, dass zum Beispiel nur zwei dedizierte DG3-GPUs aufgeführt sind (im Vergleich zu nicht weniger als fünfzehn integrierten GPUs), deutet darauf hin, dass Intels Battlemage noch in den Kinderschuhen stecken könnte.