Call of Duty Streamer beschweren sich immer wieder über SBMM in CoD Titeln, da sie Zuschauer auf ihrem Stream mit extremen Killserien und toller K/D-Ratio beeindrucken wollen und das weniger gut gegen gleichgute Gegner funktioniert. Außer man ist wirklich gut, dann dominiert man auch die Besten der Besten.
SBMM ist ein Matchmaking System, das in Spielen wie Counter-Strike 2 oder VALORANT, Dota2 und League of Legends ganz normal ist, dort ist ihr Ranked-Level für viele Spieler der größte Stolz.
Call of Duty Streamer ticken anders
In Call of Duty hat sich das aber anders entwickelt, viele Streamer und Creator sind dafür bekannt in CoD Titeln ohne SBMM Lobbies zu zerstören, nie zu sterben und Nukes zu bekommen (eine sehr lange ununterbrochene Killstream belohnt einen am Ende mit einer Atombombe, die man abwerfen kann). Das hilft natürlich den Zuschauerzahlen und auf Youtube werden Videos besser geklickt, wenn der Titel eine extreme Killstream oder Scoreline enthält. Da in MW3 Skill-Based-MatchMaking aktiv ist, fällt es einigen Creatoren schwerer solchen Content zu produzieren und da ihr Lebensunterhalt davon abhängt, beschweren sie sich regelmäßig darüber.
Der CoD-Streamer Zachdubs postete am 11. April auf X (ehemals Twitter) um sich über das Matchmaking-System zu beklagen und zu sagen: „SBMM hat dieses Spiel ruiniert“. Zach sagt, dass er das Gefühl hat, dass die Konkurrenz einfach zu groß ist, wenn er immer wieder mit hochqualifizierten Spielern zusammengebracht wird. „Manchmal möchte man sich einfach nur zurücklehnen und mit einem Morgenkaffee entspannen, während man sich für ein schnelles Match anmeldet, aber wenn man sich einem Sperrfeuer von LMGs gegenübersieht, die einen mit ein paar Schüssen aus einem meilenweit entfernten Fenster niederschießen, ist das alles andere als entspannend.“ Dabei vergisst er, dass er für andere Spieler genau diese Art von Erfahrung auslösen würde, wenn er gegen Anfänger spielen würde, hätten nämlich die keinen Spaß, während er sich einen darauf einbildet der Beste auf dem Server zu sein… Ziemlich Hypokritisch diese Aussage.
SBMM ist gut für die Allgemeinheit
Das auf Fähigkeiten basierende Matchmaking hat seine Vorteile, und es ist ein System, auf das die Entwickler viel Zeit und Mühe verwenden, um es so gut wie möglich umzusetzen. Schließlich würde es für jede Menge Empörung sorgen, wenn Profispieler ständig gegen Noobs antreten würden. Wenn man die Spieler ein bisschen öfter durchmischt und SBMM alle paar Matches ignoriert, könnte man für etwas mehr Abwechslung sorgen und frustrierten Streamern die dringend benötigte Ruhe verschaffen. Aber ist das Ego einer kleinen Gruppe wirklich wichtiger als die Allgemeinheit? Nur weil sie am lautesten schreien?
Zum Matchmaking-System äußerte sich Activision Anfang des Jahres in einem Blog-Post über den Prozess. Der Entwickler sagte: „Wir nutzen die Leistung der Spieler, um sicherzustellen, dass der Unterschied zwischen dem besten Spieler in der Lobby und dem schlechtesten Spieler in der Lobby nicht so groß ist, dass die Spieler das Gefühl haben, ihr Match sei reine Zeitverschwendung.“
Streamer behaupten dass durch SBMM auch sehr gute Spieler das Gefühl haben, dass ihr Match aufgrund der Balance von SBMM Zeitverschwendung ist. JROCK sagte auf X, dass er SBMM als „demoralisierend“ empfindet, da es schwierig ist, zu erkennen dass man besser geworden ist, da man bei der Spielersuche ständig gegen bessere und bessere Spieler antritt. Man ist also immer „gleich schlecht“. Wenn wir ins echte Leben schauen, so ist es in jedem Sport vollkommen normal immer in der eigenen Altersgruppe zu spielen und für die meisten Sportler ist es wichtig gegen die Besten auf ihrem Level anzutreten, um sich zu messen. Wir finden das Mindset von JROCK extrem schwach und es zeugt nicht gerade von einer Siegermentalität.
Kein Matchmaking ist perfekt
Das Matchmaking ist ein schwieriger Aspekt von Multiplayer-Spielen, und so ist es nur natürlich, dass es von Zeit zu Zeit Kinderkrankheiten gibt. Wir empfehlen jedem, der es nicht aushält gegen gleich gute Spieler anzutreten, Kindergärtner zu werden und gegen die Kids Fußball zu spielen, dort kann man sein eigenes Ego nach einer harten Partie CoD wieder aufpolieren 😀
Denn SBMM ist eine großartige Möglichkeit, um sicherzustellen, dass sich die Spiele ausgewogen anfühlen, und das Ziel ist es, lohnende und dennoch spannende Spiele zu ermöglichen. Einige CoD-Spieler sagen sogar, dass SBMM ihre Freundschaften ruiniert. Das bezieht sich aber sehr stark auf die Call of Duty Szene, von anderen Spielen hört man solche Klagen weniger, dort ist der Punkt eher, dass teilweise die Lobbies zu unausgeglichen sind und Gute Spieler mit schlechteren zusammenspielen müssen.
