Mit Gaming den Unterhalt verdienen – für viele ist das der ganz große Traum. Was früher noch kaum vorstellbar war, hat sich heute zu einem Karriereweg entwickelt, der nicht bloß ein Traum bleiben muss. Immer mehr Gamer machen ihr Hobby zum Beruf und werden als professioneller Esportler erfolgreich.
Dieser Karriereweg hat eine Vielzahl an Vorteilen, geht jedoch auch mit einer Reihe an Herausforderungen und Hürden einher.
Die Anforderungen an Können, Körper und Alter
Die Vorteile, Herausforderungen und Anforderungen der Esportler werden in einer neuen Studie von CyberGhost genauer unter die Lupe genommen. Hier wird beleuchtet, dass die körperlichen Voraussetzungen im Esport geringer sind als es etwa in traditionellen Sportarten der Fall ist. Anders als zum Beispiel im Basketball, muss man schließlich keine Mindestkörpergröße aufweisen, um League of Legends zu spielen. Zudem können Esportler selbst im hohen Alter noch beruflich aktiv sein.
Dies sind Vorteile, denen jedoch auch direkte Herausforderungen gegenübergestellt werden können. So sind zwar die körperlichen Anforderungen geringer, dafür wird jedoch ein hohes Maß an mentaler Stärke benötigt, um dem enormen Leistungsdruck standhalten zu können, der mit dem Esportler-Dasein einhergeht. Während es zwar Esportler im hohen Alter gibt, zeigt die Studie jedoch, dass die meisten Profis im jungen Alter beginnen und ihre professionelle Karriere im Schnitt nur etwa fünf Jahre anhält. Das Durchschnittsalter der professionellen League of Legends-Spieler liegt gerade einmal bei 21,2 Jahren.
Ein anerkannter Karriereweg, dem es oftmals noch an Anerkennung mangelt
Mit dem enormen Wachstum des Esport-Markts konnte sich der Esport über die Jahre zu einem anerkannten Karriereweg entwickeln. Streamer erzielen durch unter anderem Sponsoring, Werbeeinnahmen und Partnerschaften ein regelmäßiges und oftmals auch gutes Einkommen, mit dem sie sich ihren Lebensunterhalt verdienen können. Professionelle Esportler, die an Turnieren teilnehmen, erhalten oftmals auch Verträge von Teams, Gehalt inklusive. Dabei haben Spieler mit der entsprechenden Hingabe sogar die Chance, berühmt zu werden und ein Prominentenleben zu leben.
Allerdings erhält die Esportler-Karriere in der Öffentlichkeit bislang nicht dieselbe Anerkennung wie Athleten traditioneller Sportarten. Die Gesellschaft betrachtet das Gaming weiterhin zu hohem Maße als faule, unproduktive Tätigkeit und belächeln das Dasein eines Profi-Gamers, während ihre Anstrengungen, Leistungen und der Druck, unter dem sie stehen, heruntergespielt wird.
Kein gewöhnlicher 9-to-5-Job
Einerseits ein Vorteil, andererseits allerdings auch eine Herausforderung: Der Esport ist kein gewöhnlicher 9-to-5-Job mit geregelten Arbeitszeiten und einem fixen Feierabend. Esportler können von zu Hause arbeiten und flexible Arbeitszeiten genießen. Wer für professionelle Teams spielt, hat zudem eventuell auch die Chance, für Turniere und Events zu reisen.
Doch dieses flexible Arbeitsmodell hat auch seine Nachteile. Esport-Teams trainieren in der Regel rund 50 Stunden in der Woche. Mit weiteren Verpflichtungen wie Livestreaming auf Twitch und anderen Plattformen sowie Werbetätigkeiten für Sponsoren kommen noch dazu. Weitere Aspekte wie etwa 24-Stunden-Streams, die immer beliebter werden, lassen das Arbeitspensum zum Teil enorm ansteigen und können Burn-out hervorrufen.
Gaming macht zwar Spaß, doch der Beruf eines professionellen Esportlers ist nicht nur ein Spiel. Das Hobby zum Beruf zu machen, hat zwar einige Vorteile und ist für viele weiterhin der große Traum. Doch dieser Karriereweg geht auch mit seinen Herausforderungen einher. Um als Esportler erfolgreich sein zu können, wird harte Arbeit und Hingabe benötigt. Es ist eine hart umkämpfte Branche und sicherlich nicht einfach, sich durch Gaming den Unterhalt zu verdienen. Doch es ist möglich und muss kein Traum bleiben. Wer die nötige Arbeit hineinsteckt, kann seinen Traum zur Realität werden lassen.