Es gibt nur wenige Spielmechaniken, die so umstritten sind wie Lootboxen. Viele Menschen betrachten sie als eine Form des Glücksspiels, weshalb viel über eine Einschränkung des gesamten Konzepts gesprochen wurde. Das Vereinigte Königreich zieht dies nun ebenfalls in Erwägung.
Laut The Telegraph hat die britische Medienministerin Julia Lopez Gespräche mit Mitarbeitern verschiedener Spielefirmen geführt. Sie hätte sich u. a. mit EA, Activision Blizzard, Google, Apple und verschiedenen Plattformbetreibern beraten. Zu den Diskussionen gehörten auch Lootboxen.
Lopez soll über Lootboxen besorgt sein, besonders wenn es um Kinder geht. Sie möchte, dass die Verlage den Verkauf von Lootboxen an Kinder einschränken. Wenn die Verleger nicht mitmachen, erwägt sie eine entsprechende Gesetzgebung.
Laut den Spieleherstellern gibt es keine ausreichenden Beweise dafür, dass Beutekisten tatsächlich schädlich für Kinder sind. Sie sehen daher keine Notwendigkeit für Rechtsvorschriften. Wir können nur vermuten, dass diese Meinung etwas voreingenommen ist.
Regierungen sind häufiger gegen Lootboxen
Die Befürchtung, dass Lootboxen einen frühen Einstieg in die Spielsucht darstellen, ist weit verbreitet. Viele Regierungen haben sich bereits in dieses Konzept eingemischt. So sind zum Beispiel Lootboxen in Belgien verboten.
In den Niederlanden hat die Kansspelautoriteit (die niederländische Glücksspielbehörde) ebenfalls ein Auge auf Lootboxen geworfen. Gegen EA wurde sogar eine Geldstrafe wegen der Beutekisten in FIFA verhängt. Das Kanzleramt wurde nur vom Staatsrat abberufen. Der Staatsrat entschied, dass Beutekisten nicht als Glücksspiel gelten, da sie nur ein kleiner Teil eines größeren Spiels sind, das nicht als Glücksspiel angesehen werden kann.