Der niederländische Verbraucherverband ist zusammen mit 18 anderen europäischen Verbraucherorganisationen der Meinung, dass Lootboxen stark eingeschränkt werden müssen. Diese Maßnahme erfolgt als Reaktion auf einen Bericht des norwegischen Verbraucherrats mit dem Titel Insert Coin. In dem Bericht heißt es, dass Spielehersteller und -entwickler den Spielern psychologische Tricks vorspielen und dass sie deshalb Lootboxen kaufen.
Es ist nicht verwunderlich, dass der Bericht zum Handeln aufruft, denn das Einnahmemodell von Spielen, die Lootboxen verwenden, ist schon seit einiger Zeit umstritten. Nach Ansicht von mehr als 18 europäischen Verbraucherorganisationen sind Beutekisten manipulativ und werden aggressiv beworben. Die Organisationen glauben auch, dass die Entwickler nicht ehrlich über die Gewinnchancen sind.
Der Bericht „Münze einwerfen“ gibt auch Auskunft über die Währung, in der die Boxen gekauft wurden. Sie müssen zunächst Ihre Euros oder Dollars in die Spielwährung umwandeln, wie wir es von League of Legends RP gewohnt sind, um damit Dinge kaufen zu können. Durch die Umrechnung von Euro oder Dollar in einen Spielwert ist unser Gehirn leichter bereit, diese Punkte zum Beispiel für eine Lootbox auszugeben.
Der Bericht gibt auch genau an, mit welchen Tricks die Spieler zum Kauf der Lootboxen verleitet werden. Es wird behauptet, dass sie Verfallszeiten verwenden, die die „Angst, etwas zu verpassen“ (FOMO) hervorrufen. Durch eine Kombination aus FOMO, Ingame-Währung und Gelegenheiten, die gut aussehen, es aber nicht sind, werden die Spieler von allen Seiten zum Kauf einer Lootbox verleitet. Wenn man einmal einen gekauft hat, kann man auch spielsüchtig werden, denn das System ist sehr ähnlich.
Was sollte nach Ansicht des Verbraucherverbands getan werden?
Nach Ansicht von Sandra Molenaar, Direktorin des Verbraucherverbands, muss die irreführende Gestaltung von Lootboxen verboten werden. sagte Molenaar:
In-Game-Käufe werden oft per Knopfdruck getätigt. Natürliche Schwellenwerte, wie z. B. der Gang zum Laden oder das Surfen auf einer bestimmten Website, sind nicht vorhanden. Daher ist das Risiko eines Spontankaufs hoch, während das Recht auf Rückgabe fehlt. Die Spieleentwickler erhöhen dieses Risiko durch ihr aggressives Marketing noch weiter. Darüber hinaus spielen sie bewusst mit der Verletzlichkeit ihrer oft jungen Zielgruppe.
Und damit überschreiten sie eine Grenze.
Es ist noch nicht klar, wann tatsächlich Maßnahmen ergriffen werden. Das Gesetz muss auf europäischer Ebene angepasst werden, und das könnte einige Zeit dauern. Glücklicherweise sind wir in den Niederlanden und Belgien bereits ein wenig geschützt. Leider bedeutet dies, dass einige Spiele, wie Diablo Immortal, in unserem Land gar nicht erscheinen.