Der internationale VGC-Champion Gavin Michaels hat heute bestätigt, dass er von Play! Pokémon-Events gesperrt wurde, nachdem er in Pokémon Scharlachrot und Violett für den Einsatz von Hacking geworben hatte.
Hacking und Genning waren eines der umstrittensten Themen in Pokémon-Wettbewerben. Mehrere Spieler wurden wegen Hacking von der Weltmeisterschaft 2023 disqualifiziert und einige drohten sogar mit einem Streik zur Unterstützung des Hackings. Natürlich haben sich die VGC-Spieler sehr lautstark zu diesem Thema geäußert und erklärt, warum diese Regel so häufig gebrochen wird, und Vorschläge gemacht, wie man der Versuchung des Hackens vorbeugen kann.
Hacken übernimmt Pokémon-Szene
Jetzt hat The Pokémon Company International (TPCi) Gavin Michaels, den Internationalen Ozeanien-Meister von 2023, wegen Förderung des Hackens gesperrt. In einem Tweet vom 2. Januar erklärte Michaels, dass er ursprünglich auf unbestimmte Zeit gesperrt war, die Sperre aber nach einem Einspruch auf ein Jahr herabgesetzt wurde. Der Ban begann am 27. November 2023 und wird bis zum 28. November 2024 andauern. Michaels stellte außerdem klar, dass er nur für die Förderung des Hackens gesperrt wurde und nicht für die Verwendung gehackter Pokémon.
Die meisten VGC-Spieler haben auf die vorübergehende Sperre mit Optimismus reagiert und sind froh, dass die Sperre dank des Einspruchs nicht mehr unbefristet ist. Es wird nicht viel über die Verteidigung des Hackens oder die Androhung eines Streiks diskutiert, wie es die Spieler nach den mehrfachen Disqualifikationen bei den Weltmeisterschaften 2023 im August getan hatten. Es scheint fast so, als ob die Spieler nach Michaels‘ Sperre zögern, ihre Meinung zu einem Thema zu äußern, das zuvor in der Community so heftig diskutiert wurde.
Warum Hacken in Pokémon „ok“ ist
Viele haben den Eindruck, dass Hacken plötzlich ein Tabuthema ist, über das man nicht mehr sprechen sollte. Schließlich könnte eine unbefristete Sperre das Ende der Karriere als Pokémon-Profi bedeuten. Im Juni 2023 wurden vier Spitzenspieler in Südkorea auf unbestimmte Zeit von ihren Veranstaltungen ausgeschlossen, nachdem sie gegen Probleme in den asiatischen Pokémon-Runden protestiert hatten. Selbstverständlich sind jegliche Profis, die betrügen oder hacken problematisch für die Integrität ihres jeweiligen Sports, bzw. Spiels, bei Pokémon ist das aber ein besonderer Fall, denn durch Hacken werden ganz normale Pokémon generiert, man bekommt also keinen taktischen Vorteil im Kompetitiven Umfeld.
Daher argumentieren Profis und Fans auch damit, dass Hacken in Pokémon nicht so schlimmt ist, es ist nicht wie in Shootern ein Wallhack, der einem einen direkten Vorteil gibt. Man muss lediglicht nicht unbedingt so viel spielen um die entsprechenden Pokémon zu finden und macht dadurch mehr Platz für Training und Turniere.
