Intel hat einen neuen Zeitrahmen für die ersten Arc-GPUs genannt; ein weltweiter Rollout folgt „später in diesem Jahr“. Bereits Anfang dieses Jahres sprach Intel von einem weltweiten Launch der ersten mobilen Arc-GPUs im ersten Quartal dieses Jahres; die Desktop Cards sollten im zweiten Quartal folgen. Wie sich herausstellte, stimmte das nur teilweise.
Die neue Zeitangabe stammt aus einem offiziellen Blogbeitrag über die Entstehung von Intel Arc. Die Geschichte erklärt, woher die Arc-GPUs kommen und wie sie sich voneinander unterscheiden, mit viel Marketing-Gerede über eine glorreiche Zukunft. Diese Zukunft beginnt einfach „später in diesem Jahr“, ohne weitere Ansätze. Intel betont, dass Arc „das andere Lager“ bei den Grafikkarten ist, ohne die Konkurrenten Nvidia und AMD zu erwähnen. Laut Intel Arc-Sprecher Ryan Shrout können sich die neuen Grafikkarten durch einen Fokus auf Erschwinglichkeit auszeichnen.
„Zum Beispiel bietet die Intel Arc A380, unsere preisgünstige Karte, bei Monster Hunter Rise: Sunbreak über 90 Bilder pro Sekunde bei 1080p und mittleren Einstellungen“, behauptet Shrout. Wie sich die Arc A380 in Sachen Budget im Vergleich zu konkurrierenden Karten mit gleicher Leistung schlagen soll, wird von Intel nicht angegeben.
Der Hype und die verschobene Zeitangabe können angesichts der vielschichtigen und oft verzögerten Einführung von Intel Arc etwas verwirrend sein. So sind beispielsweise sowohl die ersten Intel Arc Mobile GPUs als auch ausgewählte Arc A380 Partnerkarten seit Monaten erhältlich, wenn auch ausschließlich in bestimmten asiatischen Ländern.
Unterdessen genießen die ersten Arc A380-Grafikkarten nicht die besten Bewertungen. Laut Hardware-Kritikern von Igor's Lab hat die Karte durchaus Potenzial, hinkt aber in ihrer Rechenleistung der Konkurrenz hinterher. Intels sogenannte Game-On-Treiber, Support für Resizable BAR und XeSS-Upscaling sind ebenfalls nicht vorhanden, sodass die Karten derzeit kaum für den Einsatz in Spielen optimiert sind.
