Mehrere Hersteller haben ihre ersten Motherboards mit dem A620-Chipsatz herausgebracht. Dieser Chipsatz ist hauptsächlich für billigere Motherboards gedacht und unterstützt unter anderem PCIe 5.0 nicht.
ASRock, ASUS, Gigabyte und MSI haben am Freitag ihre ersten AMD A620-Motherboards vorgestellt. Die Hersteller zeigten ausschließlich Micro-ATX-Motherboards mit diesem Chipsatz. Die Boards haben PCIe 4.0-Unterstützung für eine Grafikkarte und SSDs, bieten aber kein PCIe 5.0. Die Mainboards haben einen AM5-Sockel für AMDs Ryzen 7000-Prozessoren und verfügen je nach Modell über zwei bis vier DIMM-Steckplätze für DDR5-Speicher.
ASUS bietet drei A620-Motherboards an und ist der einzige Hersteller, der Euro-Preise für seine Motherboards nennt, wie aus einer von VideoCardz veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht. Das günstigste Modell, das Prime A620M-A-CSM, wird 139 Euro kosten. Das TUF Gaming A620M-Plus wird 149 Euro kosten und eine WiFi-Variante desselben Motherboards kostet 20 Euro mehr. ASRock und Gigabyte stellen vier bzw. zwei Modelle vor, nennen aber keine empfohlenen Verkaufspreise. MSI stellt ein einziges Motherboard vor, ebenfalls ohne einen Euro-Preis zu nennen.
AMD selbst hat noch nichts über seinen A620-Chipsatz bekannt gegeben, der zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels nicht auf der Website des Unternehmens aufgeführt ist. Gerüchte über den Chipsatz kursierten jedoch bereits früher. Diese besagten unter anderem, dass der A620 kein PCIe 5.0 unterstützen würde, was sich nun als wahr herausstellt. Dasselbe Gerücht besagt, dass USB Gen 3.2 Gen2x2-Unterstützung fehlt und dass die Verbindung zwischen CPU und Chipsatz auf acht PCIe 3.0-Lanes beschränkt ist, während diese Verbindung beim B650-Chipsatz über acht PCIe 4.0-Lanes läuft. Die Möglichkeit zur Übertaktung der CPU würde ebenfalls fehlen, wie bei AMDs vorheriger A520-Serie und früheren Einsteiger-Chipsätzen. Diese Details wurden jedoch nicht offiziell von AMD bestätigt.