Frankreich verbietet Freizeit-Apps auf Regierungshandys, einschließlich TikTok

Frankreich hat ein Verbot von „Freizeit“-Apps auf Regierungs-Smartphones verhängt. Dazu gehört TikTok, aber auch Netflix und Candy Crush. Die Begründung lautet, dass die Apps Sicherheitsprobleme aufwerfen könnten.

Eine vollständige Liste der verbotenen Apps ist noch nicht verfügbar, schrieb die französische Tageszeitung Le Monde Ende letzter Woche. Daher wurden vorerst alle Apps verboten, die grundsätzlich als Freizeitbeschäftigung eingestuft werden können. Die neue Regel tritt sofort in Kraft, aber ein Rahmen für die Konsequenzen im Falle eines Verstoßes steht noch nicht fest. Wie bei solchen Verboten üblich, gelten sie nicht für die persönlichen Smartphones von Regierungsbeamten.

Frankreich ist nicht der einzige Staat, der diese Regelung einführt, aber er geht weiter als viele andere Regierungen. In den letzten Wochen haben das britische Parlament, die schottische Regierung, die Europäische Kommission und das Parlament, die belgische Regierung, das US-Repräsentantenhaus und die kanadische Regierung TikTok-Verbote verhängt. Auch die Niederlande arbeiten an einem TikTok-Verbot für die Telefone von Staatsbediensteten.

Die Motivation hinter den TikTok-Verboten ist die der Spionage und der Einflussnahme. Die immens populäre App, die ein soziales Medium in Form von kurzen Videos bietet, ist ein Produkt des chinesischen Unternehmens Bytedance. Es wird befürchtet, dass sensible Informationen von Regierungs-Smartphones an die Kommunistische Partei Chinas weitergegeben werden könnten. Das FBI beispielsweise äußerte im Dezember diesbezügliche Bedenken.

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