Dieser Artikel enthält Spoiler! Quentin Tarantino, der weltbekannte Filmregisseur, sorgt regelmäßig mit hochkarätigen Veranstaltungen für Aufmerksamkeit. Zuletzt wurde er bei seinem Besuch in Amsterdam von vielen Fans empfangen, die lange Schlangen von Neugierigen bildeten. Er ist aber auch für seine bemerkenswerten Äußerungen über andere Filme bekannt, auf die die Reaktionen oft gemischt sind.
In einer Folge der Talkshow Jimmy Kimmel Live im vergangenen Jahr machte Tarantino eine bemerkenswerte Aussage über Jennifer Lawrence und die Filmreihe The Hunger Games. Er bezeichnete es als lächerlich, dass die Filmreihe ein totales Rip-Off des japanischen Films Battle Royale aus dem Jahr 2000 sein soll. „Ich bin ein großer Fan von Battle Royale, auf dem die Hunger Games basieren“, sagte Tarantino. Er bedauerte, dass er nicht die Chance gehabt habe, bei Battle Royale Regie zu führen.
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Quentin Tarantino kritisierte bei seinem Auftritt in der Talkshow Jimmy Kimmel Live im vergangenen Jahr den ersten Teil von The Hunger Games, der seiner Meinung nach viele Elemente des japanischen Films Battle Royale kopiert habe. In der Tat haben beide Geschichten ein ähnliches Thema: Eine Gruppe von Teenagern wird von einer totalitären Regierung in eine Arena gesteckt, wo sie bis zum Tod kämpfen müssen, bis nur noch ein Überlebender übrig bleibt. In beiden Filmen leben auch die einfachen Menschen in Armut und schwerer Unterdrückung. Tarantino, der ein Fan von Battle Royale ist, bedauerte daher, dass er nicht die Möglichkeit hatte, diesen Film anstelle von The Hunger Games zu drehen. Er bezeichnete es daher als lächerlich, dass die Hungerspiele Elemente kopiert hätten und kritisierte Jennifer Lawrence für ihre Rolle als Katniss.
Offenbar war Tarantino nicht bewusst, dass die Hunger Games-Filme auf den Büchern von Suzanne Collins basieren und nicht auf dem Film Battle Royale. Collins hat erklärt, dass das Konzept der Hungerspiele auf der griechischen Mythologie des Labyrinths, Theseus und des Minotaurus beruht. Auch alle anderen Elemente der Geschichte, wie Armut, Hunger und das Leiden der Kinder, basierten auf Geschichten, die sie von ihrem Vater gehört hatte. Ihr Vater, John Collins, war ein amerikanischer Kampfpilot und Armeeoffizier, der unter anderem im Korea- und Vietnamkrieg gekämpft hatte. Er hatte nicht nur gekämpft, sondern auch viele schreckliche Dinge gesehen und erlebt, die er lieber vergessen hätte, und er hatte sogar eine Form von PTSD entwickelt.
