Xbox Project Helix: Next-Gen-Konsole spielt Xbox- und PC-Spiele

Microsofts neue Xbox-CEO Asha Sharma hat den Codenamen der nächsten Konsolengeneration offiziell enthüllt: Project Helix. Das Gerät soll Xbox- und PC-Spiele nativ abspielen – und könnte die Grenze zwischen Konsole und Gaming-PC dauerhaft auflösen.

Der Codename ist offiziell: Project Helix

Am 5. März 2026 bestätigte Asha Sharma, die neue CEO von Xbox, auf der Plattform X den Codenamen der nächsten Xbox-Konsolengeneration: Project Helix. Die Ankündigung kam direkt nach einem Treffen mit dem internen Xbox-Team und ist damit das erste offizielle Signal der neuen Führungsetage zur Zukunft der Hardware.

Sharma übernahm das Amt erst am 26. Februar 2026 – nach dem überraschenden, gleichzeitigen Abgang von Branchen-Veteran Phil Spencer (38 Jahre bei Microsoft, 12 davon als Xbox-Chef) und Xbox-Präsidentin Sarah Bond. Ihr plötzlicher Abschied hatte Schockwellen durch die Gaming-Community geschickt und Spekulationen über Microsofts Zukunft im Konsolenmarkt ausgelöst.

„Toller Start in den Morgen mit Team Xbox, bei dem wir über unser Commitment zur Rückkehr von Xbox gesprochen haben – einschließlich Project Helix, dem Codenamen unserer Next-Gen-Konsole. Project Helix wird in der Performance führen und eure Xbox- und PC-Spiele abspielen.“

– Asha Sharma, Xbox CEO, via X (5. März 2026)

Der Name ist dabei kein Zufall: Eine Doppelhelix steht symbolisch für die Verschmelzung zweier Stränge – in diesem Fall die Konvergenz von Xbox-Konsole und Windows-PC. Wie bei früheren Projekten ist „Helix“ ein interner Codename, nicht der finale Markenname. Frühere Beispiele: Durango (Xbox 360), Scorpio (Xbox One X), Anaconda (Xbox Series X) und Lockhart (Xbox Series S).

Hybrid-Konzept: Konsole und Gaming-PC in einem

Das entscheidende Merkmal von Project Helix ist ein Ansatz, den es in dieser Form noch nie auf dem Konsolenmarkt gegeben hat: Das Gerät soll native Xbox-Konsolenspiele und PC-Titel ohne Emulation oder aufwendige Portierungen ausführen können. Laut Berichten von Windows Central und anderen Quellen läuft die Konsole auf einer optimierten Version von Windows 11 – hinter einer polierten Vollbild-Oberfläche, dem sogenannten „Xbox Full Screen Experience“, das bereits vom Xbox Ally Handheld bekannt ist.

Wer möchte, kann den Windows-Desktop aufrufen und Drittanbieter-Storefronts installieren – darunter Steam, den Epic Games Store, GOG, Battle.net, den Riot Client und weitere. Damit hätte Project Helix Zugriff auf eine der größten Spielebibliotheken, die je eine Konsole geboten hat. Xbox-Insider-Reporter Jez Corden beschreibt das Gerät als „die offenste Xbox aller Zeiten“. Der Wechsel in den Windows-Desktop soll dabei vollständig optional bleiben – wer einfach eine Konsole will, bekommt eine.

Hardware: AMD „Magnus“ mit RDNA 5 und Zen 6

Unter der Haube setzt Microsoft auf einen maßgefertigten Semi-Custom-SoC von AMD, intern als „Magnus“ bekannt. AMD-CEO Dr. Lisa Su bestätigte im Rahmen der Q4-2025-Analystenkonferenz, dass die Entwicklung planmäßig voranschreite und ein Launch 2027 unterstützt werden könne. Die bislang geleakten Spezifikationen – primär vom YouTube-Kanal Moore's Law is Dead und von NotebookCheck verifiziert – liefern folgende Eckdaten:

  • GPU: bis zu 68 Compute Units der RDNA-5-Architektur
  • CPU: 11-Kern-Konfiguration (3× Zen 6 + 8× Zen 6c), mit 12 MB L3-Cache
  • Arbeitsspeicher: 24-48 GB GDDR7 auf einem 192-Bit-Bus
  • KI-NPU: bis zu 110 TOPS (@ 6W) bzw. 46 TOPS (@ 1,2W) – zwei Leistungsmodi
  • Fertigung: TSMC N3P/N3C im Chiplet-Design (144 mm² SoC + 264 mm² GPU)

Wichtiger Hinweis: Alle genannten Hardware-Daten basieren auf Leaks und sind von Microsoft nicht offiziell bestätigt. Die finale Spezifikation kann abweichen.

Bemerkenswert ist der Vergleich zur PlayStation 6: Laut geleakten Daten käme Project Helix mit 68 GPU-Compute-Units auf mehr Rechenleistung als die PS6 (geschätzte 52-54 CUs). Auch beim Arbeitsspeicher soll die Xbox mit bis zu 48 GB GDDR7 gegenüber mutmaßlich 30-40 GB bei der PS6 die Nase vorn haben. Allerdings gilt auch hier: Beide Zahlen stammen aus nicht verifizierten Quellen.

Konkurrenz für Valve Steam Machine

Das Timing von Project Helix ist nicht zufällig: Valve plant ebenfalls für 2026/2027 die Veröffentlichung einer Steam Machine – ebenfalls ein PC-Hybrid-Gerät fürs Wohnzimmer. Mit der Fähigkeit, native PC-Spiele aus mehreren Storefronts abzuspielen, tritt Project Helix direkt in Konkurrenz zu Valves Ambitionen. Gleichzeitig steht das Projekt vor realen Herausforderungen: Globale RAM-Engpässe machen Lieferketten derzeit schwierig – selbst Valve hatte bereits mit Produktionsverzögerungen zu kämpfen.

Neue Führung, klare Botschaft

Sharma, die zuvor Erfahrungen bei Instacart, Facebook Messenger und der Microsoft CoreAI-Division gesammelt hat, gibt trotz des turbulenten Umfelds ein klares Signal in Richtung Hardware-Commitment. Sie hat seit ihrer Amtsübernahme wiederholt von der „Rückkehr von Xbox“ gesprochen und Exklusivtitel angedeutet. In ihrer Antritts-Botschaft versprach sie zudem: „Wir werden nicht kurzfristige Effizienz verfolgen oder unser Ökosystem mit seelenlosem KI-Schrott überfluten.“

Die nächste Gelegenheit für weitere Details bietet die GDC 2026 (Game Developers Conference, jetzt GDC Festival of Gaming), die am 9. März 2026 in San Francisco beginnt. Sharma hat angekündigt, dort mit Entwicklern und Partnern über Project Helix zu sprechen – die Gaming-Welt wartet gespannt.

Kein Preis, kein fester Release-Termin

Offizielle Angaben zu Preis und Markteinführungsdatum gibt es bislang nicht. Branchenberichte deuten auf eine Premium-Positionierung hin – also einen deutlich höheren Preis als die aktuelle Xbox Series X. Früheren Leaks zufolge könnte zudem ein ASUS-Gerät auf Basis des Magnus-Chips noch vor dem First-Party-Gerät von Microsoft erscheinen. Und ein 2027-Launch gilt derzeit laut Insidern als „Best Case“ – nicht als gesetzt: Die anhaltenden RAM-Engpässe in der globalen Lieferkette könnten das Projekt weiter verzögern.

Project Helix: Ein mutiger Schritt mit offenen Fragen

Project Helix ist das ambitionierteste Hardware-Projekt, das Microsoft je für die Xbox-Marke angekündigt hat. Die Verschmelzung von Konsole und PC in einem Gerät könnte eine der größten Spielebibliotheken der Industriegeschichte unter einem Dach vereinen – von klassischen Xbox-Titeln bis hin zu Steam-Exklusives. Doch ob Spieler bereit sind, für dieses Hybridversprechen einen Premium-Preis zu zahlen, und ob Microsoft die nötigen Exklusivtitel liefern kann, um das Gerät attraktiv zu machen, wird eine der spannendsten Fragen der kommenden Monate bleiben. Mehr Details erwartet die Community spätestens auf der GDC – die Uhr tickt.

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