Die Übernahme von Activision Blizzard und Microsoft wurde bereits vor einigen Monaten angekündigt. Doch das Abkommen könnte nun doch noch von der EU und dem Vereinigten Königreich blockiert werden.
Der Deal zwischen Activision Blizzard und Microsoft wäre der bisher größte in der Spieleindustrie. Seit der Ankündigung stellt sich daher die Frage, ob die Übernahme durchgeführt werden kann. Es stellt sich nämlich die Frage, ob Microsoft durch die Übernahme nicht zu groß wird und eine Monopolstellung erlangt.
Es sieht nun immer mehr danach aus, dass es für Microsoft schwierig wird. Nach Angaben der Financial Times werden die EU und die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) ihre Untersuchungen der Übernahme ausweiten. Einer Quelle in Brüssel zufolge ist die Übernahme „ein großes Geschäft und ein hartes Geschäft“.
Die CMA würde nach der Untersuchung auch ein unabhängiges Gremium einrichten, um die Auswirkungen der Übernahme zu prüfen. Nur wenn alle Aufsichtsbehörden zustimmen, kann der Deal zwischen Activision Blizzard und Microsoft zustande kommen.
Ist Call of Duty der Todesstoß für die Übernahme?
Der Grund, warum das Geschäft besonders unter die Lupe genommen wird, ist Call of Duty. Das Franchise ist zweifellos das Aushängeschild des Publishers, und in den vergangenen Jahren hatte Sony sogar einen Vertrag mit Activision rund um die Serie. So erhielten PlayStation-Spieler oft einen früheren Zugang oder einzigartige Inhalte, wie im Fall des kommenden Call of Duty Modern Warfare 2.

Modern Warfare 2
Phil Spencer hat Sony versprochen, dass nicht nur die aktuelle Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen eingehalten wird, sondern dass Call of Duty-Spiele für PlayStation-Konsolen noch „mehrere Jahre lang“ erscheinen werden. Spencer sieht darin einen Deal, der „weit über das normale Maß hinausgeht“, während Jim Ryan, CEO von Sony Interactive Entertainment, das Angebot als „auf mehreren Ebenen unzureichend“ bezeichnet.