Tomodachi Life: Living the Dream – Test-Wertungen im Überblick

Tomodachi Life: Living the Dream erscheint heute, am 16. April 2026, für Nintendo Switch – und die ersten Testwertungen zeichnen ein überwiegend positives Bild. Das lang erwartete Sequel zum Kulthit von 2013 punktet mit kreativem Freiraum und absurdem Humor, kämpft aber mit Wiederholungen und fehlenden Online-Funktionen.

Mit einem Metacritic-Score von 77 und einer Top Critic Average von 78 auf OpenCritic schlägt sich der dritte Teil der Tomodachi-Reihe deutlich besser als sein Vorgänger, der seinerzeit auf einen Durchschnitt von 71 kam. Die Bewertungen reichen dabei von einer glatten 10/10 bei Pocket Tactics bis hin zu soliden 7/10 bei IGN, Nintendo Life, Game Informer und Giant Bomb.

Neun Jahre Entwicklung für den Nachfolger

Tomodachi Life: Living the Dream ist das Ergebnis von rund neun Jahren Entwicklungsarbeit. Wie Nintendo in einer aktuellen Entwickler-Runde erklärte, begann die Arbeit am Spiel bereits 2017, kurz nach Abschluss von Miitomo. Produzent Ryutaro Takahashi und Yoshio Sakamoto wollten die Limitierungen des 3DS-Originals überwinden und ein Spiel schaffen, das Spieler nicht zu schnell das Gefühl gibt, alles gesehen zu haben.

Die erweiterte Hardware der Nintendo Switch ermöglichte es dem Team, die beengte Wohnturm-Struktur des Vorgängers durch eine frei gestaltbare Insel zu ersetzen. Miis bewegen sich nun über eine offene Spielwelt, in der Häuser, Geschäfte, Restaurants und Dekorationen nach Belieben platziert werden können. Bis zu 70 Mii-Figuren finden auf einer Insel Platz – weniger als die 100 des 3DS-Originals, aber laut Nintendo ein bewusster Kompromiss zugunsten der Spieltiefe.

Was die Kritiker loben

In den Reviews wird besonders die enorm erweiterte Kreativität hervorgehoben. Der neue Mii-Maker bietet einen überarbeiteten Cel-Shading-Look, erstmals menschliche Ohren, separate Vorder- und Hinterhaar-Optionen sowie ein Gesichtsbemalung-Tool, mit dem sich per Touchscreen auch nicht-menschliche Charaktere erstellen lassen. Dazu kommt das sogenannte Paletten-Haus – ein komplett neues Zeichenstudio, in dem Spieler eigene Kleidung, Nahrungsmittel, Gebäude, Dekorationen und sogar Haustiere entwerfen können.

Die sozialen Interaktionen der Miis werden durchweg als unterhaltsam und oft urkomisch beschrieben. Spieler können ihre Miis manuell aufheben und nebeneinander platzieren, um Freundschaften und Romanzen gezielt anzustoßen. Die Figuren entwickeln dabei eigenständig Beziehungen, streiten, versöhnen sich und überraschen mit absurden Szenarien.

Ein weiteres Lob verdient die Inklusion: Erstmals in der Tomodachi-Reihe sind gleichgeschlechtliche Beziehungen und nicht-binäre Mii-Figuren möglich. Nintendo hatte nach der Kontroverse um das fehlende Feature im 3DS-Original 2014 versprochen, bei einem möglichen Nachfolger inklusiver zu gestalten – und hat dieses Versprechen eingelöst.

Wo das Spiel schwächelt

Der größte Kritikpunkt zieht sich durch nahezu alle Reviews: Wiederholungen. Trotz der Fülle an Interaktionen und Szenarien bemerken mehrere Tester, dass sich Anfragen und Zwischensequenzen der Miis nach einigen Tagen spürbar wiederholen. TheGamer spricht davon, dass die Wiederholung schneller einsetzt als erhofft. Andere Kritiker sehen das weniger drastisch – ScreenRant etwa betont, auch nach zwei Wochen nur wenige doppelte Dialogsituationen erlebt zu haben.

Der zweite große Schwachpunkt betrifft die Sharing-Funktionen. Im 3DS-Original konnten Miis per QR-Code online geteilt werden – in Living the Dream beschränkt sich der Austausch auf lokales WLAN. IGN nennt das eine massive Verschlechterung. Die eingeschränkten Screenshot-Möglichkeiten frustrieren ebenfalls mehrere Tester, auch wenn Nintendo damit offensichtlich verhindern möchte, dass fragwürdige Inhalte viral gehen.

Ausgewählte Wertungen im Überblick

Publikation Redakteur Wertung
Pocket Tactics Quinn Collins 10/10
Digitally Downloaded Matt S 5/5
TheGamer Jade King 8/10
ScreenRant Carrie Lambertsen 8/10
Dexerto Jessica Filby 8/10
Nintendo Insider Alex Seedhouse 8/10
Nintendo Life Alana Hagues 7/10
IGN Logan Plant 7/10
Game Informer 7/10
Giant Bomb Dan Ryckert 7/10

Für wen lohnt sich Tomodachi Life: Living the Dream?

Der Tenor der Kritiker ist eindeutig: Tomodachi Life: Living the Dream ist kein Spiel für jeden – aber für die richtige Zielgruppe ein absolutes Highlight. Wer bereit ist, die umfangreichen Kreativ-Tools zu nutzen und eigene Projekte auf der Insel zu verfolgen, findet ein nahezu grenzenloses Sandbox-Erlebnis. Wer dagegen eine tiefgreifende Lebenssimulation im Stil von Animal Crossing erwartet, dürfte sich an der passiven Beobachter-Rolle und den sich wiederholenden Interaktionen stören.

Das Spiel ist ab heute im Nintendo eShop und im Einzelhandel für 59,99 Euro erhältlich. Es läuft nativ auf der Nintendo Switch und ist über Abwärtskompatibilität auch auf der Nintendo Switch 2 spielbar, dort mit verbesserter Performance und bis zu 4K-Auflösung im Dock-Modus. Wer vor dem Kauf reinschnuppern möchte: Die kostenlose Demo „Welcome Edition“ steht seit dem 25. März 2026 im eShop bereit, und der Spielstand lässt sich vollständig ins Hauptspiel übertragen.

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