The Rogue Prince of Persia: Jubiläums-Update ist da

Ein Jahr nach der Vollversion knackte das Spiel die Marke von einer Million Spielern. Evil Empire feiert das mit dem größten Update seit dem Start: Am 17. September 2026 erschien die Jubiläums-Aktualisierung für The Rogue Prince of Persia, kostenlos und auf allen Plattformen gleichzeitig.

Ein Update für alle Plattformen zur selben Zeit

Der gemeinsame Termin war nicht selbstverständlich. Ursprünglich wollte Evil Empire das Update bereits im April ausschließlich auf Steam veröffentlichen, die Konsolen sollten später folgen.

Dann ruderte das Studio zurück. Statt einer gestaffelten Auslieferung nahm sich das Team mehr Zeit und verschob den Termin auf den Sommer. Der Vorteil liegt auf der Hand: Niemand muss monatelang zusehen, wie andere bereits mit den neuen Inhalten spielen.

Angabe Detail
Erschienen 17. September 2026
Preis kostenlos für alle Besitzer
Plattformen PC (Steam, Epic Games Store, Ubisoft Store), PlayStation 5, Xbox Series X und S, Nintendo Switch, Nintendo Switch 2
Entwickler Evil Empire, Bordeaux
Herausgeber Ubisoft
Größe der Aktualisierung nicht genannt

Zum Hintergrund: The Rogue Prince of Persia ist ein zweidimensionales Parkour-Spiel mit zufällig zusammengesetzten Levels. Jeder Tod schickt dich zurück in die Oase, dafür behältst du dauerhafte Verbesserungen. Der Prinz verteidigt dabei Ktesiphon, die Hauptstadt Persiens, gegen die Hunnen unter Nogai.

Für Switch-2-Besitzer ist das ein wichtiger Punkt. Nintendo-Spieler bekamen das Spiel erst im Dezember 2025 und hinkten bei Updates bislang hinterher. Diesmal starten sie gleichzeitig mit PC und den anderen Konsolen.

Die Größe des Herunterladens nennt Evil Empire nicht. Auf der Switch belegt das Grundspiel rund 1,5 Gigabyte, die Aktualisierung dürfte deutlich darunter liegen.

Frost: das neue Element

Der auffälligste Neuzugang ist ein komplettes Element. Frost reiht sich neben die bestehenden Effekte ein und funktioniert nach einem Stapelprinzip.

Ein Treffer verlangsamt, zwei Treffer frieren den Gegner vollständig ein. Eingefrorene Feinde brechen ihren laufenden Angriff ab. Endet der Zustand, entlädt sich ein schwerer Schadensstoß.

Dazu kommen zwei Wechselwirkungen mit der Umgebung. Gegner, die im Wasser stehen, erhalten doppelte Stapel. Ein Tritt zerschmettert eingefrorene Ziele sofort und schafft Platz für die nächste Bewegung.

Für den Spielfluss ist das Element interessant. Ein eingefrorener Gegner ist ein Gegner, der gerade nicht angreift. In einem Spiel, das von Tempo lebt, bedeutet das eine kurze Atempause zur richtigen Zeit.

Das klingt nach einem kleinen Zusatz, greift aber tief ins Kampfsystem ein. Frost bietet Kontrolle statt reinem Schaden, und genau diese Rolle fehlte dem Spiel bisher. Evil Empire bezeichnet das Element augenzwinkernd als vom Großvater abgesegnet.

Neue Waffe, neues Werkzeug, neue Begleiter

Neben dem Element kommen frische Ausrüstungsstücke ins Spiel.

  • eine Schleuder als neue Hauptwaffe
  • ein fallenähnliches Werkzeug zum Ausschalten und Ausweichen
  • Begleittiere mit passiver oder aktiver Unterstützung
  • neue Medaillons, darunter der Kritische Schleifer
  • Waffen mit bis zu vier Zusatzeigenschaften

Die Schleuder erweitert das Fernkampfangebot. Bisher bot das Spiel dort nur wenig Auswahl, weshalb viele Läufe auf Nahkampf hinausliefen.

Begleittiere in Ktesiphon

Tiere begleiten den Prinzen ab sofort offiziell durch die Hauptstadt. Sie bieten entweder dauerhafte Vorteile oder greifen aktiv in Kämpfe und Erkundung ein.

Welche Tiere genau dabei sind, verrät Evil Empire in der Ankündigung nicht im Detail. Aus dem Genre kennt man das Prinzip von Spielen mit tierischen Helfern, die etwa Beute markieren oder Gegner ablenken. Wer alle Begleiter freischalten will, hat damit ein weiteres Langzeitziel.

Schwierigkeit und Tempo: was Evil Empire umgebaut hat

Der zweite große Block betrifft den Spielverlauf selbst. Evil Empire hat den gesamten Schwierigkeitsgrad und alle Bosskämpfe neu abgestimmt.

Ziel ist ein weicherer Einstieg bei mehr Tiefe im späteren Verlauf. Die frühen Gebiete Zagros und Aquädukt wurden gekürzt, damit der Rückweg nach einem Tod weniger ermüdet. Wer stirbt, ist schneller wieder mitten in der Aktion.

Am anderen Ende zieht das Studio an. Das letzte Gebiet, der Palast, wurde komplett überarbeitet und deutlich schwerer gemacht. Es soll nun zu den starken Ausrüstungen passen, die Spieler gegen Ende eines Laufs beisammenhaben. Der Endgegner Nogai bekam ebenfalls eine Überarbeitung und gilt laut Studio jetzt als furchteinflößender.

Die Gegnerdichte in den Gebieten wurde ebenfalls angepasst. Elitegegner lassen nun Medaillons fallen, was Kämpfe gegen sie lohnender macht.

Der Wallrun-Trick ist Geschichte

Ein bekannter Schleichweg ist gestopft. Zu viele Spieler umgingen General Berude mit dem Luftsprint, wie Evil Empire selbstkritisch einräumt. Die Schuld daran gibt das Studio zum Teil sich selbst.

Als Gegenmaßnahme gibt es jetzt verpflichtende Wandlauf-Abschnitte, die den gewünschten Bewegungsfluss beibringen. Im Gegenzug füllt Wandlaufen ab sofort die Vayu-Leiste. Wer stilvoll in der Luft bleibt, wird also belohnt statt bestraft.

Affixe, Statistiken und weitere Neuerungen

Mehrere Änderungen zielen auf Vielspieler ab.

  • Waffen erscheinen mit bis zu vier Zusatzeigenschaften, gestaffelt von Bronze bis Diamant
  • diese Eigenschaften lassen sich in Astaras Laden neu auswürfeln
  • ein Statistikbildschirm zeigt Leistung und Laufzeit in der Oase und nach erfolgreichen Läufen
  • kritische Treffer wurden abgeschwächt, weil entsprechende Aufbauten außer Kontrolle gerieten
  • neue Herausforderungen mit verdächtigen Truhen, Tageslauf und Nyamtur-Prüfungen

Der Statistikbildschirm füllt eine Lücke, die vielen erst jetzt auffällt. Bislang gab es keine Möglichkeit, Laufzeiten sauber zu vergleichen. Wer Bestzeiten jagt, hat damit endlich eine Grundlage im Spiel selbst.

Die Abschwächung kritischer Treffer dürfte Diskussionen auslösen. Evil Empire begründet sie damit, dass solche Aufbauten alles andere entwerteten. Als Ausgleich gibt es die neuen Medaillons, die gezielt kritische Treffer stärken.

Die Nyamtur-Prüfungen sind als Herausforderung mit höherem Einsatz angelegt. Der Tageslauf liefert dagegen eine feste tägliche Aufgabe, wie sie im Genre inzwischen üblich ist.

Wie Evil Empire das Spiel seit dem Start pflegt

Das Update ist kein Einzelfall. Evil Empire hat The Rogue Prince of Persia seit dem Early Access im Mai 2024 laufend erweitert.

Zeitpunkt Was passierte
Mai 2024 Start im Early Access auf Steam mit dem ersten Akt
November 2024 zweiter Akt als Update
20. August 2025 Vollversion für PC, PlayStation 5 und Xbox Series
16. Dezember 2025 Fassung für Switch und Switch 2
Anfang 2026 Werkzeug Flammende Pferde, Überarbeitung der ersten Stunde
10. April 2026 physische Ausgaben für PlayStation 5, Switch und Switch 2
17. September 2026 Jubiläums-Update auf allen Plattformen

Auffällig ist der Rhythmus. Ungefähr alle paar Monate kam etwas Neues, teils klein wie ein einzelnes Werkzeug, teils groß wie ein ganzer Akt. Diese Regelmäßigkeit hält ein Spiel dieser Art am Leben, denn ohne neue Reize verschwindet es schnell aus den Spielelisten.

Bemerkenswert ist die Offenheit des Studios. Verzögerungen kommuniziert Evil Empire ohne Umschweife, die Verschiebung des Updates auf den Sommer eingeschlossen. Auch die Selbstkritik beim Wallrun-Trick passt ins Bild.

Für ein Erstlingswerk ist das eine beachtliche Bilanz. Das Studio aus Bordeaux hatte zuvor an Erweiterungen für Dead Cells gearbeitet, ein eigenes Spiel aber nie veröffentlicht. Parallel arbeitet das Team laut eigenen Angaben bereits an einem neuen Castlevania-Spiel und pflegt den Prinzen trotzdem weiter.

Was nach dem Jubiläums-Update offen bleibt

Ein paar Fragen beantwortet die Ankündigung nicht und zwar:

  • ob nach diesem Update weitere große Inhalte folgen
  • die vollständige Liste der Begleittiere
  • wie stark die Abschwächung kritischer Treffer im Alltag ausfällt
  • die genaue Größe des Herunterladens

Auch die Frage nach einer zweiten Jubiläumsaktion bleibt unbeantwortet. Den Meilenstein von einer Million Spielern feierte Evil Empire nach eigener Aussage mit ein paar Getränken. Mehr Details gab es nicht.

Die vollständigen Patchnotizen hat Evil Empire auf der eigenen Webseite veröffentlicht. Wer ins Detail gehen will, findet dort jede einzelne Änderung.

Warum sich der Wiedereinstieg jetzt lohnt

Die Einordnung fällt eindeutig aus. Das Jubiläums-Update bietet mehr Inhalt, als viele Studios ein Jahr nach der Vollversion überhaupt noch liefern. Und es kommt ohne Aufpreis. Neues Element, neue Waffe, Begleiter und eine komplette Neuabstimmung der Schwierigkeit greifen die alten Kritikpunkte auf. Genau diese standen seit dem Start im Raum.

Wer das Spiel wegen des zähen Einstiegs abgebrochen hat, sollte es jetzt noch einmal versuchen. Die gekürzten Anfangsgebiete nehmen dem Genre seinen größten Frustfaktor. Vielspieler bekommen mit dem überarbeiteten Palast und den Nyamtur-Prüfungen dagegen die Härte, die dem Ende bisher fehlte. Und Switch-2-Besitzer spielen zum ersten Mal ohne Wartezeit denselben Stand wie alle anderen.

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