Steam Family Sharing einrichten: Spiele kostenlos teilen mit dem Steam Familien Account

Mit Steam Family Sharing teilt ihr eure komplette Spielebibliothek kostenlos mit bis zu fünf weiteren Personen in eurem Haushalt. Seit das alte Family-Sharing-System Anfang 2025 endgültig abgelöst wurde, ist der Steam Familien Account der einzige offizielle Weg, um Spiele auf der Plattform zu teilen. In diesem Guide erfahrt ihr, wie ihr Steam Family Sharing einrichtet, welche Regeln gelten und wie die Kindersicherung funktioniert.

Was ist Steam Family Sharing?

Steam Family Sharing – offiziell von Valve als „Steam-Familien“ bezeichnet – ist ein Feature, das im September 2024 aus der Beta-Phase veröffentlicht wurde. Es ersetzt sowohl das alte Steam Family Sharing als auch den bisherigen Family View und vereint beide Funktionen unter einem Dach. Statt einzelne Computer zu autorisieren, funktioniert das Teilen über den Steam Familien Account jetzt rein Account-basiert – deutlich komfortabler als das Vorgängersystem.

Der größte Vorteil gegenüber dem alten System: Familienmitglieder können verschiedene Spiele aus der gemeinsamen Bibliothek gleichzeitig spielen. Früher wurde die gesamte Bibliothek gesperrt, sobald der Besitzer irgendein Spiel gestartet hat. Diese Einschränkung gehört der Vergangenheit an.

Steam Family Sharing einrichten – Schritt für Schritt

Die Einrichtung von Steam Family Sharing dauert nur wenige Minuten. Voraussetzung ist ein aktiver Steam-Account mit aktiviertem Steam Guard.

Schritt 1: Öffnet den Steam-Client und klickt oben rechts auf euren Account-Namen. Wählt dort „Accountdetails“ und navigiert zur „Familienverwaltung“.

Schritt 2: Klickt auf „Erstellen“ und vergebt einen Namen für euren Steam Familien Account. Den Namen könnt ihr nachträglich jederzeit ändern.

Schritt 3: In der Familienverwaltung wählt ihr „Neues Mitglied einladen“. Ihr könnt Nutzer direkt aus eurer Steam-Freundesliste auswählen.

Schritt 4: Legt fest, ob die eingeladene Person als Erwachsener oder als Kind beitreten soll. Das ist besonders wichtig für die Kindersicherung – dazu gleich mehr.

Schritt 5: Die eingeladene Person erhält eine Benachrichtigung im Steam-Posteingang und muss die Einladung nur noch annehmen. Danach erscheint die Familienbibliothek automatisch in der Spieleliste.

Steam Family Sharing: Die wichtigsten Regeln im Überblick

Steam Family Sharing bietet viel Flexibilität, aber es gibt klare Regeln, die ihr kennen solltet:

Maximal sechs Mitglieder: Euer Steam Familien Account kann aus höchstens sechs Steam-Accounts bestehen. Alle Mitglieder sollten im selben Haushalt leben. Valve prüft die Account-Aktivitäten und kann den Beitritt verweigern, wenn die Daten auf unterschiedliche Standorte hindeuten.

Gleichzeitiges Spielen möglich: Verschiedene Spiele aus der Familienbibliothek können gleichzeitig genutzt werden. Spielt ihr beispielsweise Elden Ring, kann ein Familienmitglied parallel Baldur's Gate 3 aus eurer Bibliothek starten. Dasselbe Spiel kann jedoch nur dann von mehreren Personen gleichzeitig gespielt werden, wenn auch mehrere Kopien in der Familie vorhanden sind.

Eigene Spielstände und Achievements: Jedes Familienmitglied legt automatisch eigene Speicherstände an und verdient sich seine Errungenschaften selbst. Auch Workshop-Inhalte wie Mods werden separat für jeden Account verwaltet.

DLC-Sharing mit „Bevorzugtes Exemplar“: DLCs können innerhalb des Steam Familien Account geteilt werden. Besitzt ein Familienmitglied ein Spiel inklusive DLC und ein anderes Mitglied nur das Basisspiel, kann letzteres über die Option „Bevorzugtes Exemplar ändern“ auf die umfangreichere Version zugreifen. Reine DLCs ohne Basisspiel lassen sich allerdings nicht separat teilen.

Offline-Modus: Teilbare Spiele können auch offline gespielt werden. Online-Funktionen stehen dabei natürlich nicht zur Verfügung.

Spiele ausschließen: Ihr könnt einzelne Spiele auf „Privat“ setzen, sodass sie nicht in der Familienbibliothek erscheinen. Das ist praktisch, wenn ihr bestimmte Titel nicht über Steam Family Sharing freigeben möchtet.

Welche Spiele können per Steam Family Sharing geteilt werden?

Die überwiegende Mehrheit der Steam-Bibliothek ist teilbar. Zum Zeitpunkt der Einführung waren über 66.000 Titel für Steam Family Sharing freigegeben. Es gibt jedoch Ausnahmen:

Spiele, die einen Drittanbieter-Account oder ein separates Abonnement benötigen – etwa bestimmte Titel von Ubisoft oder EA – sind häufig ausgeschlossen. Ebenso können Publisher ihre Spiele jederzeit vom Family Sharing ausnehmen, was bedeutet, dass ein heute teilbares Spiel theoretisch in Zukunft gesperrt werden könnte.

Kostenlose Spiele (Free-to-Play) tauchen nicht in der Familienbibliothek auf, da sie ohnehin jeder herunterladen kann. DLCs für Free-to-Play-Titel sind ebenfalls nicht teilbar.

Ob ein bestimmtes Spiel über Steam Family Sharing geteilt werden kann, seht ihr in der Familienverwaltung unter dem Reiter „Bibliothek“ oder auf der Produktseite des Spiels in der Feature-Liste.

Kindersicherung im Steam Familien Account

Der Steam Familien Account bietet umfangreiche Werkzeuge für Eltern, die deutlich über das hinausgehen, was das alte System bot. Voraussetzung ist, dass Kinder bei der Einladung explizit als „Kind“ markiert werden – nur dann greifen die Elterneinstellungen.

Folgende Möglichkeiten stehen Eltern zur Verfügung:

Erwachsene können die tägliche oder wöchentliche Spielzeit begrenzen und über Spielzeit-Reports nachverfolgen, was und wie lange gespielt wurde. Kinder können über ihren Account Kaufanfragen an die Erwachsenen der Familie stellen, die diese dann genehmigen oder ablehnen. Eltern bestimmen, welche Spiele ein Kind sehen und spielen darf, und können den Zugriff auf den Steam-Shop, Community-Funktionen, Diskussionen und den Freunde-Chat komplett oder teilweise sperren. Außerdem können Erwachsene das Passwort eines Kinder-Accounts zurücksetzen – allerdings erst, wenn das Kind mindestens 30 Tage Mitglied der Familie ist.

Kinder können den Steam Familien Account nicht selbständig verlassen – das muss ein Erwachsener für sie tun.

Einjährige Abklingzeit: Die größte Einschränkung bei Steam Family Sharing

Die wohl strengste Regel bei Steam Family Sharing ist die einjährige Cooldown-Phase. Verlässt ein Erwachsener eine Familie, muss er mindestens zwölf Monate warten, bevor er einem neuen Steam Familien Account beitreten kann. Auch der freigewordene Platz in der alten Familie bleibt für ein Jahr gesperrt und kann nicht neu besetzt werden.

Diese Regelung soll verhindern, dass Nutzer zwischen verschiedenen Familiengruppen hin- und herwechseln, um möglichst viele Bibliotheken abzugreifen. Überlegt euch also gut, mit wem ihr eine Familie gründet – eine spontane Änderung ist nicht vorgesehen.

Häufige Probleme bei Steam Family Sharing und ihre Lösungen

Einladung kann nicht angenommen werden: Wenn Steam meldet, dass die Account-Aktivität nicht auf denselben Haushalt hindeutet, wird der Beitritt verweigert. Valve überprüft unter anderem IP-Adressen und Store-Regionen. Alle Mitglieder müssen sich im selben Land befinden. Es gibt Berichte, dass sich Steam Family Sharing oft nur dann einrichten lässt, wenn sich die Mitglieder zuvor mindestens einmal im selben Netzwerk (WLAN oder Ethernet) befanden.

Kein freier Platz: Ein Steam Familien Account hat maximal sechs Plätze. Sind alle belegt, müsst ihr zunächst ein Mitglied entfernen – beachtet dabei die einjährige Sperrfrist für den freigewordenen Slot.

Spiel taucht nicht in der Bibliothek auf: Prüft in der Familienverwaltung, ob das Spiel vom Teilen ausgeschlossen ist. Mögliche Gründe sind Drittanbieter-Anforderungen, eine Entscheidung des Publishers oder eine aktive Kindersicherung.

Cheating-Bann betrifft die ganze Familie: Wird ein Familienmitglied wegen Betrugs in einem Spiel gebannt, kann der Bann auch den Besitzer des Spiels und unter Umständen die gesamte Familienfunktion betreffen. Ladet daher nur vertrauenswürdige Personen in euren Steam Familien Account ein.

Bei hartnäckigen Problemen könnt ihr euch direkt an den Steam-Support wenden, der bei der Einrichtung und bei fehlgeschlagenen Einladungen weiterhilft.

Account-Daten weitergeben ist keine Alternative

Wichtig zu wissen: Die Weitergabe eurer Steam-Zugangsdaten an Dritte ist laut den Steam-Nutzungsbedingungen ausdrücklich verboten. Steam Family Sharing über den Steam Familien Account ist der einzige erlaubte Weg, um eure Spiele mit anderen zu teilen. Valve kann bei Verdacht auf Missbrauch – etwa wenn Familienmitglieder in unterschiedlichen Städten oder Ländern aktiv sind – die Familienfunktion einschränken oder Accounts sanktionieren.

Lohnt sich Steam Family Sharing?

Absolut. Wer mit mehreren Personen unter einem Dach lebt und Steam nutzt, spart durch den Steam Familien Account bares Geld. Statt jedes Spiel mehrfach zu kaufen, reicht eine einzige Kopie für die gesamte Familie – solange nicht alle gleichzeitig denselben Titel spielen wollen. Die verbesserte Kindersicherung macht Steam Family Sharing zudem besonders attraktiv für Eltern, die den Gaming-Konsum ihrer Kinder im Blick behalten möchten.

Mit über 66.000 teilbaren Titeln und der Möglichkeit, sogar DLCs über die bevorzugte Kopie zu teilen, bietet Steam Family Sharing einen echten Mehrwert, der das alte System in fast jeder Hinsicht übertrifft.

Wie haben dir die Infos gefallen?

0 0

Lost Password

Please enter your username or email address. You will receive a link to create a new password via email.