Resident Evil Requiem: Maika Monroe im Live-Action-Trailer

Capcom setzt kurz vor dem Release von Resident Evil Requiem am 27. Februar 2026 ein echtes Ausrufezeichen: Ein dreieinhalb Minuten langer Live-Action-Kurzfilm mit Horror-Ikone Maika Monroe entführt Fans zurück in die Schrecken von Raccoon City. Der Kurzfilm mit dem Titel „Evil Has Always Had a Name“ erzählt eine eigenständige, emotionale Geschichte aus dem Resident-Evil-Universum – und könnte nebenbei einen beliebten Legacy-Charakter angeteasert haben.

Maika Monroe kämpft sich durch Raccoon City

Die Schauspielerin, die durch ihre Rollen in „It Follows“, „Longlegs“ und zuletzt dem Remake von „The Hand That Rocks the Cradle“ zur Scream Queen avancierte, verkörpert im Kurzfilm eine Mutter, die mit ihrer Tochter im Raccoon City der 1990er-Jahre lebt. Als das T-Virus ausbricht, verwandelt sich ihr Alltag in einen Albtraum aus Sirenen, Notfall-Durchsagen und Schreien. Die beiden versuchen verzweifelt, den Zombies und Lickern auf den Straßen zu entkommen – doch ein Zeitsprung am Ende offenbart ihr tragisches Schicksal: Monroe erscheint als Zombie, mit aufwendigen Prothesen versehen, die rund dreieinhalb Stunden Maskenarbeit erforderten, und klammert sich an ein Foto von Mutter und Kind.

In einem exklusiven Interview mit Entertainment Weekly beschrieb Monroe den Dreh in Mexiko-Stadt als kontrolliertes Chaos. Zahlreiche Komparsen in Zombie-Makeup, Polizisten, Hunde und Nebelmaschinen sorgten für eine authentische Atmosphäre der Zerstörung. Regie führte Rich Lee, der vor allem als Musikvideo-Regisseur für Künstler wie Billie Eilish, Lana Del Rey und Eminem bekannt ist. Monroe selbst hat die Resident-Evil-Spiele zwar nie gespielt, kennt die Franchise aber durch die Milla-Jovovich-Filmreihe und zeigte sich begeistert von der nostalgischen 90er-Jahre-Ästhetik des Projekts.

Ein eigenständiger Kurzfilm – keine direkte Spielverbindung

Wichtig zu verstehen: Monroe spielt keinen bekannten Charakter aus dem Resident-Evil-Universum. Ihre Figur taucht nicht im Spiel auf. Stattdessen funktioniert der Kurzfilm als atmosphärisches Stimmungsbild, das die menschliche Tragödie hinter dem Raccoon-City-Ausbruch einfängt. Gleichzeitig unterstützt der Film das Konzept, das Capcoms Entwickler in Requiem verfolgen: Die Zombies sollen sich weiterentwickelt haben und Verhaltensweisen zeigen, die an ihr früheres Leben erinnern – etwa eine untote Mutter, die noch immer das Foto ihrer Tochter umklammert.

Besonders aufmerksame Fans haben zudem einen ikonischen Moment entdeckt: Im Hintergrund des Kurzfilms ist der berüchtigte „STARS!“-Schrei des Nemesis aus Resident Evil 3 zu hören, was die Handlung zeitlich exakt in den September 1998 einordnet – parallel zu den Ereignissen von Resident Evil 2 und 3.

Deutet der Trailer Ada Wongs Rückkehr an?

Für die größte Diskussion in der Community sorgt allerdings das Ende des Kurzfilms. Nach Monroes Geschichte sind zwei unbekannte Stimmen zu hören, die miteinander kommunizieren. Die Dialoge lauten sinngemäß: „Das waren die letzten. Anlage gesichert“ – gefolgt von der Antwort: „Verstanden. Raccoon City gehört uns.“ Fans sind sich sicher, dass die zweite Stimme verdächtig nach Lily Gao klingt, der Synchronsprecherin von Ada Wong aus dem Resident Evil 4 Remake.

Sollte es sich tatsächlich um Ada Wong handeln, würde sie offenbar erneut eine Antiheldinnen- oder Antagonisten-Rolle einnehmen. Die Erwähnung einer „gesicherten Anlage“ könnte auf das NEST-Labor unter der RPD-Station hindeuten, das Jahrzehnte nach der Zerstörung von Raccoon City zurückerobert wurde. Capcom hat Ada Wongs Beteiligung an Requiem bislang weder bestätigt noch dementiert. Game Director Koshi Nakanishi hielt sich in Interviews diplomatisch bedeckt und erklärte lediglich, er sei „sehr interessiert an der privaten Beziehung zwischen Leon und Ada“, könne aber nichts dazu sagen.

Das steckt hinter Resident Evil Requiem

Resident Evil Requiem ist der neunte Hauptteil der legendären Survival-Horror-Serie und erscheint zum 30-jährigen Jubiläum der Franchise. Das Spiel wurde erstmals im Juli 2024 angekündigt und bei der Summer Game Fest 2025 offiziell enthüllt. Unter der Leitung von Koshi Nakanishi – dem Regisseur des gefeierten Resident Evil 7: Biohazard – spielt die Handlung rund 30 Jahre nach der Zerstörung von Raccoon City.

Im Zentrum stehen zwei spielbare Charaktere: FBI-Analystin Grace Ashcroft und der ikonische Leon S. Kennedy. Grace ist die Tochter von Alyssa Ashcroft, einer investigativen Journalistin und spielbaren Figur aus der Resident Evil Outbreak-Reihe, die den Ausbruch in Raccoon City 1998 überlebte. Alyssa wurde acht Jahre vor den Ereignissen von Requiem im Wrenwood Hotel ermordet – genau dem Ort, an den Grace nun für ihre Ermittlungen zurückkehrt. Grace wurde als „schüchtern und ängstlich“ beschrieben, was einen bewussten Kontrast zu kampferprobten Protagonisten wie Leon oder Chris Redfield darstellt.

Das Gameplay teilt sich gleichmäßig auf beide Charaktere auf und bietet laut Capcom ein Erlebnis wie „zwei Spiele in einem“: Graces Abschnitte setzen auf klassischen Survival-Horror mit Stealth-Elementen, während Leons Missionen actionlastiger und kampforientierter gestaltet sind – eine Mischung aus den Spielgefühlen von Resident Evil 2 und Resident Evil 4.

Guerilla-Marketing in New York und Los Angeles

Der Kurzfilm ist Teil einer aufwendigen Guerilla-Marketing-Kampagne. In New York City und Los Angeles – darunter am Times Square und in Hollywood – tauchten rote Poster mit Fotos vermisster Personen und dem Slogan „Evil Has Always Had a Name“ auf. Über QR-Codes auf den Plakaten gelangen Passanten direkt zum Kurzfilm. Eine clevere Strategie, die das Gefühl der Raccoon-City-Katastrophe in die reale Welt transportiert.

Ein gutes Jahr für Resident Evil

2026 wird ein überaus starkes Resident Evil-Jahr. Neben dem Spiel arbeitet Regisseur Zach Cregger (bekannt durch „Barbarian“) an einem neuen Kinofilm, der am 18. September 2026 in die Kinos kommen soll. Cregger hat angekündigt, dass sein Film stärker an den Spielen orientiert sein wird als die Paul-W.-S.-Anderson-Filme mit Milla Jovovich, und nannte Resident Evil 2, 3: Nemesis und 4 als Inspirationsquellen. Ähnlich wie der Kurzfilm soll der Film jedoch keine bekannten Spielcharaktere verwenden, sondern eine eigenständige Geschichte im Resident-Evil-Universum erzählen.

Maika Monroe selbst blickt derweil optimistisch auf ihr nächstes Horror-Projekt: „They Follow“, die Fortsetzung ihres Indie-Hits „It Follows“ von 2014. Ohne offizielle Ankündigung verriet sie gegenüber EW, dass sie „kürzlich gute Neuigkeiten gehört“ habe und das Drehbuch sie überrascht habe, wo sich ihre Figur Jay mittlerweile befindet. Das Originalteam sei an Bord, und die Geschichte bleibe dem Geist des ersten Films treu – nur „größer“.

Resident Evil Requiem erscheint am 27. Februar 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X|S, PC und Nintendo Switch 2.

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