Resident Evil 5 Remake: ESRB-Leak deutet auf baldige Enthüllung hin

Nur wenige Wochen vor dem Release von Resident Evil Requiem sorgt ein neuer ESRB-Eintrag für Aufsehen: Offenbar befindet sich ein Remake von Resident Evil 5 in Entwicklung. Passt Capcom die Enthüllung an die heutige State of Play an? Capcom hält die Resident-Evil-Community im Jubiläumsjahr auf Trab. Während Fans sehnsüchtig dem Release von Resident Evil Requiem am 27. Februar 2026 entgegenfiebern, hat ein neuer Eintrag bei der US-amerikanischen Altersfreigabebehörde ESRB die Gerüchteküche ordentlich angeheizt. Am 10. Februar tauchte dort eine bisher unbekannte Listung für Resident Evil 5 auf Xbox Series X|S auf – und die Details deuten stark darauf hin, dass es sich um weit mehr als einen simplen Port handeln könnte.

ESRB-Eintrag verrät verdächtige Details

Wie Kotaku zuerst berichtete, ist auf der ESRB-Website eine neue Alterseinstufung für Resident Evil 5 auf Xbox Series X|S erschienen. Zwar ist das Original von 2009 bereits über Abwärtskompatibilität auf Microsofts aktueller Konsole spielbar, eine native Version für die aktuelle Konsolengeneration existiert jedoch bislang nicht.

Besonders auffällig: Die Listung enthält einen Vermerk zu „In-Game Purchases“ – also optionalen Käufen innerhalb des Spiels. Das originale Resident Evil 5 bot zwar kostenpflichtige DLC-Inhalte an, doch seit der Veröffentlichung der Gold Edition sind sämtliche Zusatzinhalte im Basisspiel enthalten. Auch die späteren PS4- und Xbox-One-Portierungen kamen ohne Mikrotransaktionen aus.

Capcoms jüngere Remakes hingegen setzen konsequent auf optionale Zusatzkäufe zum Launch – man denke etwa an die „Treasure Map: Expansion“ in Resident Evil 4 Remake oder die kontrovers diskutierten „Portcrystal“-DLCs in Dragon's Dogma 2. Der ESRB-Hinweis auf In-Game-Käufe passt damit deutlich besser zu einem vollwertigen Remake als zu einem einfachen Remaster oder Next-Gen-Port.

Eva La Dare heizt die Spekulationen an

Zusätzliche Nahrung erhält die Remake-Theorie durch einen Beitrag von Eva La Dare auf X (ehemals Twitter). Die Schauspielerin, die Sheva Alomar im Originalspiel per Stimme und Motion Capturing verkörperte, deutete Anfang des Jahres an, dass sie „ein paar spaßige Dinge für März“ in petto habe. Ihr Post war gespickt mit einschlägigen Hashtags: #ResidentEvil5, #ShevaAlomar und #ResidentEvil30thAnniversary.

Sheva Alomar ist seit ihrem Debüt in Resident Evil 5 nie wieder in einem Spiel der Reihe aufgetaucht. Sollte Eva La Dare tatsächlich für das Remake zurückkehren, wäre das eine Premiere: Bislang hat Capcom bei seinen Neuauflagen stets auf neue Darsteller gesetzt.

State of Play als perfekte Bühne?

Das Timing des Leaks könnte kaum passender sein. Sony hat für den 12. Februar 2026 eine über 60-minütige State of Play angekündigt – eine der längsten Ausgaben des Formats überhaupt. Der Livestream beginnt um 23:00 Uhr MEZ und wird auf YouTube sowie Twitch übertragen.

Der Präzedenzfall existiert bereits: Das Resident Evil 4 Remake wurde im Juni 2022 ebenfalls im Rahmen einer PlayStation State of Play enthüllt. Es wäre also alles andere als überraschend, wenn Capcom die große Bühne erneut für eine Resident-Evil-Ankündigung nutzen würde – zumal das 30. Jubiläum der Serie am 22. März 2026 unmittelbar bevorsteht.

Insider uneins: Resident Evil 5 oder Code Veronica?

Nicht alle sind von einem baldigen RE5-Remake überzeugt. Der bekannte Leaker Dusk Golem widerspricht den aktuellen Spekulationen und behauptet, dass 2026 kein Resident Evil 5 Remake angekündigt werde. Stattdessen stehe zunächst ein Remake von Resident Evil: Code Veronica auf dem Plan – ein Titel, den sich viele Fans schon seit Jahren wünschen. Dusk Golem geht sogar so weit zu „versprechen“, dass Code Veronica vor RE5 enthüllt wird, und deutet an, Eva La Dares Post habe einen anderen Hintergrund.

Allerdings sind auch die Vorhersagen etablierter Leaker keine Garantie. Die einzigen Personen, die mit Sicherheit wissen, was hinter den Andeutungen steckt, sind Eva La Dare selbst und die Entwickler bei Capcom. Beide Projekte – sowohl ein RE5-Remake als auch Code Veronica – könnten sich durchaus parallel in Entwicklung befinden.

Resident Evil 5: Ein Remake mit Herausforderungen

Sollte Capcom tatsächlich an einem Resident Evil 5 Remake arbeiten, steht das Studio vor einigen Herausforderungen. Das 2009 erschienene Original polarisierte die Community wie kaum ein anderer Teil der Reihe.

Auf der einen Seite bot Resident Evil 5 einen der besten Koop-Modi der gesamten Serie und lieferte den dramatischen Abschluss der Wesker-Saga. Chris Redfield und Sheva Alomar kämpften sich in einem actionreichen Abenteuer durch die fiktive afrikanische Region Kijuju – ein Setting, das bereits beim Original für kontroverse Diskussionen sorgte.

Auf der anderen Seite stand die Kritik: Die Partner-KI von Sheva war notorisch unzuverlässig, das Gameplay entfernte sich mit seinem „Stop-and-Pop“-Schießsystem spürbar vom Survival-Horror-Kern der Serie, und die Darstellung des afrikanischen Settings wurde von vielen als problematisch empfunden. Ein Remake müsste diese Schwachstellen überzeugend adressieren – und gleichzeitig das, was Fans am Original liebten, bewahren.

Mit den flüssigen, modernen Kampfmechaniken des RE4 Remakes als Referenz und der Leistungsfähigkeit der RE Engine hat Capcom allerdings das nötige Werkzeug, um RE5 zeitgemäß zu interpretieren. Die Frage ist eher, wie mutig das Studio bei der Neugestaltung vorgeht.

30 Jahre Resident Evil: Capcom feiert groß

Das potenzielle RE5-Remake fügt sich in ein ohnehin prall gefülltes Jubiläumsjahr ein. Neben Resident Evil Requiem Ende Februar plant Capcom die „Resident Evil 30th Anniversary Concerts: Symphony of Legacy“ im März 2026, spezielle Jubiläums-Bundles für PS5 und Nintendo Switch 2, eine Babymetal-Kollaboration sowie exklusives Merchandise. Hinzu kommt ein neuer Resident-Evil-Film, der noch 2026 in die Kinos kommen soll, und das laufende Mobile-Spiel Resident Evil Survival Unit.

Bei einer Franchise, die weltweit über 170 Millionen Spiele verkauft hat, ist klar: Capcom wird das 30. Jubiläum nicht still verstreichen lassen.

Wann erfahren wir mehr?

Die Wahrscheinlichkeit, dass der ESRB-Eintrag ein simpler Fehler ist, gilt als äußerst gering. Das Branchenportal WCCFtech stuft die Glaubwürdigkeit des Leaks auf 85 Prozent ein und bewertet ihn damit als „Highly Likely“. Ob die heutige State of Play bereits Klarheit bringt oder ob Capcom die Enthüllung für ein eigenes Event aufbewahrt, bleibt abzuwarten.

Bislang ist lediglich eine Xbox-Version im ESRB-Eintrag aufgetaucht, doch ein Remake würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch für PlayStation 5 und PC erscheinen. Ein Shadow-Drop – also eine Veröffentlichung ohne vorherige Ankündigung – ist bei einem Titel dieser Größenordnung praktisch ausgeschlossen.

Eines steht fest: Das Resident-Evil-Jubiläumsjahr 2026 hat gerade erst begonnen, und es dürfte noch einige Überraschungen bereithalten.

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