Der renommierte amerikanische Regisseur Quentin Tarantino ist nicht glücklich damit, wie es in Hollywood derzeit zugeht. Das hat er in einem Interview mit dem deutschen Zeit-Magazin bekannt gegeben. Dem Schauspieler zufolge hat sich die Filmindustrie seit seinem Debüt vor mehr als 30 Jahren enorm verändert.
Hollywood ist nicht mehr dasselbe, was es immer war. Das ist zumindest die Meinung des amerikanischen Regisseurs Quentin Tarantino. Der Filmemacher, der für Klassiker wie Pulp Fiction und Kill Bill bekannt ist, verrät in einem Interview mit dem deutschen Magazin Zeit, dass er von der heutigen Filmlandschaft enttäuscht ist, die ganz anders aussieht als noch vor 30 Jahren. „Es ist nicht mehr das Hollywood, das ich kenne. Wird es das Kinoerlebnis, das ich erlebt habe, in fünf oder sechs Jahren noch geben? Ich habe Hollywood nicht verlassen, aber Hollywood hat mich verlassen. Ich bin wahrscheinlich einer der letzten, die dort das Licht ausmachen“, verrät er.
Sein ganzes Leben dem Film gewidmet
Im Laufe der Jahre hat der Regisseur Quentin Tarantino immer wieder betont, dass er in seiner Karriere höchstens 10 Filme drehen würde. Der Amerikaner, der 1992 mit seinem ersten richtigen Hit Reservoir Dogs den Durchbruch schaffte, hat im Laufe der Jahre eine ganze Reihe von echten Klassikern gedreht. So wird Pulp Fiction auf MovieMeter zu den fünf besten Filmen aller Zeiten gezählt, aber auch neuere Titel wie Inglourious Bastards und Django Unchained belegen hohe Plätze in den Top 250. Inzwischen ist Tarantino bei seinem zehnten (wenn man die beiden Kill Bill-Teile als einen zählt) und damit letzten Film seiner Karriere angekommen.
Dass er nach seinem kommenden Film The Movie Critic beschließt, seiner Regiekarriere wirklich einen Schlusspunkt zu setzen, hat seiner Meinung nach wenig mit seinem Alter zu tun. „Ich habe mein ganzes Leben dem Film gewidmet. Nichts war wichtiger, alles andere war zweitrangig. Irgendwann hat man es geschafft, alle Gipfel zu erreichen“, fährt er fort.
