PS6 Handheld Leak: Specs, Preis & Release – Alles zu Project Canis

Ein bekannter Insider hat neue Details zur Leistungsfähigkeit des geplanten PlayStation-6-Handhelds veröffentlicht. Die Gerüchte deuten auf ein Gerät hin, das die Xbox Series S in mehreren Bereichen übertreffen soll – und das in einem tragbaren Formfaktor.

Insider KeplerL2 enthüllt Hardware-Details auf NeoGAF

Der renommierte Hardware-Leaker KeplerL2, der sich in der PC-Gaming-Community durch präzise Vorhersagen zu GPU-Architekturen und Hardwarespezifikationen einen Namen gemacht hat, hat in einem Beitrag auf dem Gaming-Forum NeoGAF neue Einblicke in die technischen Daten des PS6-Handhelds gegeben. Seinen Angaben zufolge wird die GPU des tragbaren PlayStation-6-Modells die Xbox Series S in der klassischen Rasterizer-Leistung übertreffen. Beim Raytracing und Pathtracing soll der Vorsprung sogar noch deutlicher ausfallen.

Besonders interessant: Laut KeplerL2 wird die überarbeitete Version von Sonys KI-gestütztem Upscaler PSSR – vermutlich PSSR 3 – in der Bildqualität sogar Nvidias aktuell marktführende DLSS-4.5-Technologie übertreffen. Das stellt einen erheblichen Sprung gegenüber der Nintendo Switch 2 dar, die lediglich auf DLSS 2 setzt und in manchen Titeln sogar nur eine abgespeckte Variante namens „DLSS Lite“ nutzt.

Codename „Project Canis“: Die geleakten Spezifikationen im Detail

Über die vergangenen Monate haben sich dank KeplerL2 und dem YouTuber Moore's Law Is Dead (MLID) zahlreiche technische Details zum PS6-Handheld angesammelt. Sony entwickelt das Gerät intern unter dem Codenamen „Project Canis“. Die bislang geleakten Spezifikationen zeichnen das Bild eines ambitionierten Handheld-Systems:

Komponente Spezifikation
Prozessor (CPU) 4x AMD Zen 6c-Kerne (für Spiele) + 2x Zen 6 Low-Power-Kerne (für OS/Hintergrundprozesse)
Grafik (GPU) 16 Compute Units mit AMD RDNA 5-Architektur
Taktfrequenz GPU ca. 1,20 GHz (Handheld-Modus) / ca. 1,65 GHz (Docked-Modus)
Arbeitsspeicher 24 GB LPDDR5X-9600 (192-Bit-Bus, bis zu 48 GB möglich)
Chip Monolithischer APU auf TSMC 3nm (~135 mm²)
TDP ca. 15 Watt
Anschlüsse USB-C (Video-Out), microSD-Slot, erweiterbarer Speicher
Features Touchscreen, Dual-Mikrofone, Haptik
Abwärtskompatibilität PS5- und PS4-Spiele

Die Auslagerung der Betriebssystem-Aufgaben auf die zwei stromsparenden Zen-6-Kerne soll rund 20 Prozent mehr CPU-Leistung für Spiele freisetzen. Damit verfolgt Sony einen ähnlichen Ansatz wie die Architektur moderner Smartphones, bei der verschiedene Kerne für unterschiedliche Aufgaben zuständig sind.

Leistung im Vergleich: Zwischen PS5 und Xbox Series S

Nach den bisherigen Leaks soll die Rasterizer-Leistung des PS6-Handhelds im Handheld-Modus bei etwa 55 bis 75 Prozent der PS5-Leistung liegen. Im angedockten Zustand – das Gerät unterstützt offenbar einen TV-Ausgang über USB-C, ähnlich wie die Nintendo Switch – soll die Leistung weiter steigen. Beim Raytracing dreht sich das Verhältnis um: Hier soll das Handheld die PS5 um den Faktor 1,3 bis 2,6 übertreffen, was dank der effizienteren RDNA-5-Architektur möglich wird.

KeplerL2 vergleicht die Effizienz des Chips im 15-Watt-Bereich mit der integrierten GPU von Intels Panther Lake B390 bei 30 Watt – ein beachtlicher Wert, der auf eine starke Energieeffizienz hindeutet. In Kombination mit fortschrittlichen Upscaling-Technologien wie PSSR 3 und AMDs FSR 5 soll das Handheld trotz der kompakteren Hardware ein visuelles Erlebnis liefern, das nahe an die vollwertige Konsolenversion heranreicht.

Sony bereitet Entwickler bereits auf das Handheld vor

Ein aufschlussreiches Detail: Sony hat offenbar die PS5-Developer-Kits aktualisiert, um einen sogenannten „Low Power Mode“ zu priorisieren. In internen Dokumenten wird Entwicklern nahegelegt, sicherzustellen, dass ihre Spiele mit nur acht CPU-Threads und bei niedrigeren Auflösungen mit 60 FPS lauffähig sind. Mehrere Branchenbeobachter interpretieren dies als stille Vorbereitung des Software-Ökosystems auf die Handheld-Hardware. So könnte Sony gewährleisten, dass ein Großteil der bestehenden PS5-Bibliothek vom ersten Tag an auf dem PS6-Handheld spielbar ist.

Release-Fenster: Ende 2027 oder doch 2028/2029?

Beim Thema Veröffentlichungszeitraum gehen die Einschätzungen auseinander. Die ursprünglichen Leaks von MLID deuteten auf eine Massenproduktion ab Mitte 2027 mit einem Launch im Herbst 2027 hin, zeitgleich mit oder kurz nach der stationären PS6-Konsole (Codename „Orion“). KeplerL2 bestätigte noch kürzlich, dass sowohl Xbox als auch PS6 und das PS-Handheld weiterhin auf Holiday 2027 angepeilt werden.

Dem steht jedoch ein Bloomberg-Bericht vom Februar 2026 gegenüber, der unter Berufung auf Insider berichtet, dass Sony erwägt, den PS6-Launch auf 2028 oder sogar 2029 zu verschieben. Hauptgrund ist die globale Speicherchip-Krise: Die KI-Industrie verschlingt enorme Mengen an RAM-Produktionskapazität, was die Preise für Arbeitsspeicher laut Marktforschern um bis zu 600 Prozent in die Höhe getrieben hat. Analysten wie David Gibson von MST Financial halten eine Verschiebung über 2028 hinaus für wahrscheinlich.

PS5-Preiserhöhung als Vorgeschmack auf teure Next-Gen-Hardware

Die aktuellen Marktbedingungen spiegeln sich bereits in den Konsolenpreisen wider. Sony hat zum 2. April 2026 eine erneute, deutliche Preiserhöhung für alle PS5-Modelle durchgesetzt – die zweite innerhalb von weniger als einem Jahr. Die PS5 mit Laufwerk kostet in den USA nun 649,99 Dollar (in der EU 649,99 Euro), die PS5 Pro sogar 899,99 Dollar (899,99 Euro). Zum Vergleich: Die Standard-PS5 lag zum Launch im November 2020 bei 499 Dollar.

Diese Entwicklung nährt Befürchtungen, dass die PS6-Heimkonsole bei über 1.000 Dollar landen könnte. Das PS6-Handheld wird zwar günstiger erwartet – aktuelle Schätzungen bewegen sich zwischen 399 und 700 Dollar, je nach Quelle und Ausstattung – dürfte aber dennoch einen deutlichen Aufpreis gegenüber früheren PlayStation-Handhelds darstellen.

Einordnung und Ausblick

Es ist wichtig zu betonen, dass sämtliche genannten Spezifikationen, Preise und Release-Zeiträume auf Leaks und Gerüchten basieren. Sony hat offiziell weder die Existenz eines PS6-Handhelds noch irgendwelche technischen Details bestätigt. KeplerL2 hat sich jedoch in der Vergangenheit als zuverlässige Quelle für Hardware-Leaks erwiesen, und die Informationen von MLID wurden teilweise durch unabhängige Quellen bestätigt.

Klar scheint: Sony plant eine zweigleisige Strategie für die nächste Konsolengeneration – mit einer stationären PS6 und einem leistungsstarken Handheld. Die größte Unbekannte bleibt derzeit nicht die Technik, sondern der Preis und der Zeitpunkt. Die globale Speicherchip-Krise, getrieben durch den unstillbaren Hunger der KI-Industrie nach Rechenleistung, könnte Sonys ambitionierte Pläne erheblich verzögern und verteuern. Für Spieler, die auf ein erschwingliches Handheld mit Next-Gen-Leistung hoffen, bedeutet das vor allem eines: Geduld.

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