Ein französischer Insider behauptet, Sony stehe kurz vor der Ankündigung drastischer Preiserhöhungen für PS5, PS5 Pro und PlayStation Portal in Europa. Sollten die geleakten Zahlen stimmen, könnte die PS5 Slim bald 649,99 Euro kosten – und die PS5 Pro sogar 899,99 Euro.
Schlechte Nachrichten für PlayStation-Fans in Europa: Laut einem aktuellen Leak plant Sony, die Preise seiner gesamten PS5-Hardware-Linie in der Region erheblich anzuheben. Der französische Content Creator und Retailer-Kontakt GyoJvFR veröffentlichte auf der Plattform X (ehemals Twitter) eine Warnung, dass die Ankündigung „in Kürze“ erfolgen soll. Sony hat die Gerüchte bislang weder bestätigt noch dementiert.
Die geleakten Preise im Überblick
Laut dem Leak betreffen die Erhöhungen alle aktuellen PS5-Modelle sowie den PlayStation Portal. Die folgende Tabelle zeigt den Vergleich zwischen den aktuellen und den angeblichen neuen Preisen:
| Gerät | Aktueller Preis (UVP) | Neuer Preis (Leak) | Erhöhung |
|---|---|---|---|
| PS5 Slim (Disc Edition) | 549,99 € | 649,99 € | +100 € (+18,2 %) |
| PS5 Pro | 799,99 € | 899,99 € | +100 € (+12,5 %) |
| PlayStation Portal | 219,99 € | 249,99 € | +30 € (+13,6 %) |
Interessant: Die PS5 Slim Digital Edition wird im Leak nicht explizit erwähnt. Sollte sie dem gleichen Muster folgen, könnte sie auf rund 599,99 Euro steigen – ein Aufschlag von etwa 20 Prozent gegenüber dem heutigen Preis.
Woher kommt der Leak – und wie glaubwürdig ist er?
Der Insider GyoJvFR betreibt selbst einen Spieleladen in Frankreich und verfügt über direkte Kontakte zu Händlern, die bereits interne Signale zu den kommenden Preisänderungen erhalten haben sollen. Der Leaker ist in der Community für seine Treffsicherheit bekannt – unter anderem soll er die Preiserhöhungen bei Xbox Series X|S im Voraus korrekt vorhergesagt haben. Die Einschätzungsplattform Wccftech bewertet das Gerücht als „70 % wahrscheinlich“, basierend auf Quell-Glaubwürdigkeit, technischen Faktoren und zeitlichem Kontext.
Bon allé je suis sympa (et comme l'info circule je vous la partage)
🚨ALERTINFO🚨Sony augmente {drastiquement} ses prix 🤯
👉PS5 Slim : 649,99€
👉PS5 Pro : 899,99€
👉PS5 Portal : 249,99€L'annonce se fera sous peu. Je n'ai pas connaissance exacte de la date d'effet. https://t.co/gFbEEoecwv
— Gyo (@GyoJvfr) March 26, 2026
Gleichzeitig mahnt Push Square zur Vorsicht: Trotz der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage wirken die geleakten Preissprünge auf den ersten Blick sehr aggressiv. Insbesondere ein Preis von fast 900 Euro für die PS5 Pro ohne Laufwerk würde die Konsole deutlich in eine Nische für Enthusiasten verschieben.
Historisch einmalig: Die Preisentwicklung der PS5 seit 2020
Die PS5 erschien im November 2020 in Europa zum Starpreis von 499,99 Euro (Disc Edition). In den folgenden Jahren erlebte die Konsole eine für die Branche ungewöhnliche Preisentwicklung – nach oben statt nach unten:
- August 2022: Erste Preiserhöhung um jeweils 50 Euro auf Disc und Digital Edition in Europa (außer USA). Sony begründete den Schritt mit hoher Inflation und schwankenden Wechselkursen.
- April 2025: Erneute Erhöhung der Digital Edition um 50 Euro auf 499,99 Euro in Europa. Die Disc Edition blieb damals unverändert bei 549,99 Euro.
- Jetzt (Gerücht): Würde der neue Leak zutreffen, wäre die PS5 Slim Disc Edition seit Launch um insgesamt 150 Euro teurer – ein Preisanstieg von fast 30 Prozent in weniger als sechs Jahren.
Eine solche kumulative Erhöhung über einen Konsolenzyklus hinweg wäre historisch ohne Vorbild und würde die PS5 auf ein Preisniveau heben, das sie in unmittelbare Konkurrenz zur Xbox Series X bringt – die aktuell bei 599,99 Euro liegt.
Die Ursache: RAM-Krise und KI-Boom treffen die Gaming-Branche

Der Hintergrund der drohenden Preiserhöhungen ist bekannt: Eine strukturelle Verschiebung im globalen Halbleitermarkt macht RAM-Komponenten deutlich teurer. Die Fertigungskapazitäten der drei dominierenden Hersteller Samsung, SK Hynix und Micron werden zunehmend für KI-Infrastruktur und Rechenzentren genutzt – zu Lasten der Gaming-Industrie. Brancheninsider sprechen bereits von einem „RAMmageddon“.
Noch im Februar 2026 hatte Sony-CFO Lin Tao in einem Investoren-Call Entwarnung gegeben: Das Unternehmen habe genug Speicherkomponenten gesichert, um die PS5-Produktion bis Ende der Feiertagssaison 2026 stabil zu halten. Gleichzeitig schloss Tao künftige Preisanpassungen nicht explizit aus und deutete an, dass Sony steigende Kosten bevorzugt durch eine stärkere Monetarisierung der bestehenden Nutzerbasis abfedern wolle – etwa über Softwareverkäufe und PlayStation Plus.
Dass die Gerüchte nun trotzdem so schnell auftauchen, überrascht Marktbeobachter. Sonys Finanzjahr endet am 31. März 2026 – ein strategisch naheliegender Zeitpunkt für Preisanpassungen zum Beginn des neuen Geschäftsjahres.
Kein Einzelfall: Xbox und Nintendo kämpfen mit denselben Problemen
Sony ist nicht allein. Microsoft musste beim Xbox Series X seit 2020 bereits mehrfach die Preisschraube drehen – unter anderem im Mai und September 2025. Die Konsole kostet heute rund 150 Euro mehr als zum Launch. Auch der Xbox Game Pass wurde massiv teurer. Nintendo gab bekannt, dass die Switch 2 voraussichtlich bis Ende 2026 keine Preiserhöhung erfahren wird – schloss danach aber nichts aus.
Das klassische Muster einer Konsolengeneration – günstigere Hardware mit der Zeit, mehr Auswahl an günstigen Spielen – gilt für die aktuelle Generation schlicht nicht mehr. Stattdessen konkurrieren Konsolenhersteller mit der KI-Industrie um dieselben Bauteile.
Was bedeutet das für Spieler in Deutschland?
Wer sich aktuell noch keine PS5 zugelegt hat und das plant, sollte die Situation in den nächsten Tagen genau im Blick behalten. Sollte Sony die Preise tatsächlich zeitnah offiziell anheben, könnten die heutigen UVP-Preise schnell Vergangenheit sein. Besonders vor dem Hintergrund wichtiger Releases wie Grand Theft Auto 6 und Marvel's Wolverine, die 2026 bevorzugt für PS5 erscheinen sollen, wäre eine solche Preiserhöhung ein herber Dämpfer für viele Spieler.
Einen Hoffnungsschimmer gibt es: Push Square und andere Branchenbeobachter halten die kolportierten Preissprünge für möglicherweise übertrieben. Und Sony hat zuletzt betont, dass man die Hardwarepreise möglichst stabil halten wolle. Ob das Versprechen hält, dürfte sich in den kommenden Tagen zeigen – wir halten euch auf dem Laufenden.
