Pokémon GO steht kurz vor einem der größten Updates in der Geschichte des Mega-Evolutions-Systems. Scopely hat offiziell bestätigt, dass mit dem Pokémon GO Tour: Kalos-Event eine komplett neue Raid-Kategorie eingeführt wird: die Super Mega Raids. Dazu gesellt sich ein neues Power-Level namens Super Max, das das bisherige Drei-Stufen-System der Mega-Evolution erstmals durchbricht.
Wann starten die Super Mega Raids?
Trainer, die an den Live-Events in Tainan (Taiwan) und Los Angeles teilnehmen, werden die neuen Features als erste erleben. Für alle anderen Spieler weltweit geht es beim Pokémon GO Tour: Kalos – Global am 28. Februar und 1. März 2026 los. Eine Vorbereitung ist bereits ab dem 23. Februar 2026 möglich: Im Rahmen des sogenannten „Road to Kalos“-Events begegnen alle Trainer einem Beedrill, das sie Mega-entwickeln können – inklusive ausreichend Beedrill-Mega-Energie, um direkt für Super Mega Raids gerüstet zu sein.
Was sind Super Mega Raids?
Super Mega Raids sind eine vollständig neue Raid-Kategorie, die deutlich anspruchsvoller als gewöhnliche Mega Raids ist. Scopely empfiehlt mindestens acht Trainer, von denen jeder mindestens ein Mega-entwickeltes Pokémon im Team haben sollte. Bei bestimmten legendären Pokémon kann sogar eine noch größere Gruppe nötig sein.
Das Herzstück des neuen Kampfmechanismus ist der sogenannte Wut-Modus: Das gegnerische Mega-Pokémon kann in einen aufgewühlten Zustand verfallen und Schutzschilde aktivieren, die den eingehenden Schaden drastisch reduzieren. Jeder Trainer kann dabei nur einen Schild brechen – und das ausschließlich mit einem Mega-entwickelten Pokémon. Ist kein Mega-Pokémon im Kampf aktiv, wird automatisch eines aus dem Team eingewechselt, dessen nächster Angriff erheblich verstärkt wird, um den Schild zu durchbrechen. Sobald alle Schilde zerstört sind, kehrt das Raid-Boss-Pokémon in seinen Normalzustand zurück.
Diese Mechanik hat in der Community bereits für Diskussionen gesorgt: Trainer ohne Mega-Pokémon können faktisch keinen Beitrag zum Schildbrechen leisten und riskieren, die gesamte Gruppe zum Scheitern zu bringen – verbunden mit dem Verlust wertvoller Ressourcen. Wichtig zu wissen: Primal Kyogre, Primal Groudon und ein zu einem Mega-Pokémon transformiertes Ditto können keine Schilde brechen.
Die ersten Raid-Bosse der neuen Kategorie sind Mega Victreebel und Mega Malamar. Pokémon, die in Super Mega Raids gefangen werden, haben eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für hohe Angriffs-, Verteidigungs- und KP-Werte sowie eine gesteigerte Shiny-Chance während des GO Tour-Events.
Das neue Super Max Level erklärt
Bisher gab es im Mega-Evolutions-System drei Stufen. Mit dem Update kommt eine vierte hinzu: Super Max. Um dieses Level zu erreichen, reicht das wiederholte Mega-Entwickeln allein nicht mehr aus – Trainer müssen zusätzlich Mega-Energie des jeweiligen Pokémon investieren. Voraussetzung ist, dass das Pokémon bereits Mega-Level 3 (Maximum) erreicht hat.
Die Belohnungen für das Erreichen von Super Max sind beachtlich. Dazu gehören ein deutlich erhöhter KP-Wert, höhere Raten für Fang-Bonbons, Fang-EP sowie Bonbons XL beim Fangen von Pokémon des gleichen Typs und eine auf 24 Stunden reduzierte Abklingzeit für die nächste Mega-Evolution. Mega Victreebel und Mega Malamar sind zum Launch direkt für das Super Max Level qualifiziert.
Link Charges: Die neue Währung für Super Mega Raids
Für die Teilnahme an Mega Raids – und zwingend für Super Mega Raids – wird ab sofort eine neue Ressource benötigt: die sogenannten Link Charges. Diese werden im Link Holder aufbewahrt, einem neuen Schlüsselgegenstand, der automatisch ins Item-Inventar wandert, sobald der Trainer seine ersten Link Charges erhält. Der Link Holder belegt keinen normalen Inventarplatz, hat aber eine begrenzte Kapazität.
Link Charges können auf verschiedene Wege gesammelt werden: durch das Erhalten von Geschenken, durch wöchentliche Challenges, über offizielle Community-Treffen im Campfire-Feature sowie durch den Kauf im In-Game-Shop oder im Pokémon GO Web Store. Während des GO Tour: Kalos-Events wird der normale Speicherlimit temporär angehoben – nach Ende des Events gilt wieder die reguläre Obergrenze.
Die Eintrittsregeln unterscheiden sich je nach Spielweise: Wer vor Ort an einem Super Mega Raid teilnimmt, kann zwischen einem Premium-Kampfpass oder einer bestimmten Menge Link Charges wählen. Wer remote teilnehmen möchte, benötigt hingegen sowohl einen Remote-Raid-Pass als auch Link Charges. Normale Mega Raids erfordern weiterhin nur einen Remote-Raid-Pass. Ein vorab geleakter Wert von 200 Link Charges pro Raid wurde von Scopely bislang weder bestätigt noch dementiert.
Community-Reaktion: Remote-Spieler benachteiligt?
Die doppelte Anforderung für Remote-Spieler hat in der Community für Unmut gesorgt. Kritiker sehen darin einen klaren Nachteil für alle, die nicht in der Lage sind, physisch an Raids teilzunehmen – sei es aus geografischen, gesundheitlichen oder anderen Gründen. Das neue System wird als bewusste Verschiebung hin zu stärker ortsbezogenem Gameplay gewertet, was der ursprünglichen Philosophie von Pokémon GO teilweise widerspricht.
Neue Karte und Spielerhilfen
Um das Auffinden von Super Mega Raids zu erleichtern, wird Scopely eine webbasierte Karte launchen. Diese zeigt Gyms, Power Spots und Community-Treffpunkte an und lässt sich nach Event-Typ und Datum filtern. Spieler können zudem direkte Raid-Links mit Freunden teilen, um die Gruppenkoordination zu vereinfachen.
