Neue Leaks zu Pokemon Generation 10 enthüllen die zentrale Fortbewegungsmechanik der kommenden Spiele. Der Rotom-Scooter, ähnlich dem Rotom-Bike aus Pokemon Schwert und Schild, wird die Hauptrolle bei der Erkundung der Inselwelt übernehmen. Centro Leaks teilte ein neues Bild, das zeigt, wie Trainer mit dem Scooter unterwegs sein werden.
Die Mechanik funktioniert über eine sogenannte „Energie-Leine“, die den Rotom-Scooter mit Pokemon verbindet. Dadurch übernimmt der Scooter die Fortbewegungsfähigkeiten des verbundenen Pokemon. Flug-Pokemon ermöglichen Gleitflüge, Wasser-Pokemon das Surfen und Tauchen. Der Scooter passt sein Aussehen dynamisch den jeweiligen Fähigkeiten an. Spieler steuern das verbundene Pokemon direkt, während der Trainer auf dem Scooter hinterhergezogen wird.
Keine direkten Ritt-Animationen für Pokemon geplant
Entgegen früherer Leaks wird es keine Möglichkeit geben, Pokemon direkt zu reiten. Die ursprüngliche Ankündigung, dass alle Pokemon reitbar sein würden, wurde verworfen. Game Freak begründet diese Entscheidung vermutlich mit der schieren Anzahl von über 1.025 Pokemon – individuelle Ritt-Animationen für jedes einzelne wären zu aufwendig.
Der Rotom-Scooter gilt als Kompromisslösung, die dennoch Abwechslung bietet. Je nach verbundenem Pokemon stehen unterschiedliche Fortbewegungsarten zur Verfügung. Einige Pokemon schalten zudem spezielle Fähigkeiten frei, etwa das Beleuchten dunkler Bereiche oder erweiterte Surf-Optionen auf dem Ozean.
MMO-Features und prozedurale Generierung aus Hauptspiel entfernt
Die Entwicklung von Pokemon Gen 10 durchlief bedeutende Änderungen. Ursprünglich waren MMO-ähnliche Features geplant, darunter eine Hotel-Lobby als soziale Hub-Zone, in der Spieler sich begegnen und über Quest-Boards Aufgaben annehmen sollten. Diese Mechaniken wurden komplett gestrichen und in ein separates MMO-Projekt ausgelagert, das alle Regionen von Generation 1 bis 4 umfassen soll.
Auch die prozedurale Generierung von Inseln wurde verworfen. Das ursprüngliche Konzept sah vor, dass die Inselregion durch zufällig generierte Landmassen „technisch unendlich“ wäre. Diese Technik wurde in ein eigenes Projekt überführt, das später ebenfalls eingestellt wurde. Aus diesem verworfenen Projekt entstand das kürzlich angekündigte Pokemon Pokopia.
Das mysteriöse „Seed Pokemon“ mit prozedural generierten Mustern, das unendlich viele Evolutionsformen haben sollte, scheint ebenfalls nicht mehr Teil von Generation 10 zu sein.
Weather Moves als neue Kampfmechanik bestätigt
Die Kampfmechanik von Pokemon Wind und Wave basiert auf dem System „Tenko-Waza“ (Wetter-Attacken). Anders als in Pokemon Legends Z-A kehrt Generation 10 zum rundenbasierten Kampfsystem zurück. Die Weather Moves sollen allerdings deutlich ausgefeilter sein als bisherige Wetter-Attacken.
Details zur genauen Funktionsweise bleiben bisher unklar. Vermutlich wird das Wetter dynamisch wechseln und Spielern neue strategische Möglichkeiten eröffnen. Die Themen „Wind“ und „Wellen“ der Spiele legen nahe, dass Wetter-Effekte eine zentrale Rolle in Kämpfen und Exploration spielen werden.
Südostasien als Kulisse für Pokemon Wind und Wave
Die Region von Generation 10 basiert auf Südostasien und Indonesien, nicht auf Griechenland wie frühere Gerüchte behaupteten. Die Spielwelt besteht aus einem Archipel mit etwa 30 Inseln. Das Setting passt perfekt zu den Titeln Pokemon Wind und Pokemon Wave sowie zum Fokus auf Wasser- und Windthemen.
Die Protagonisten beginnen ihre Reise in einer großen Touristenstadt, inspiriert von Kuala Lumpur. Dies bricht mit der Pokemon-Tradition, das Abenteuer in Kleinstädten zu starten. Die Geschichte dreht sich um die 13-jährigen Hauptcharaktere, deren Mutter einen Urlaub gewinnt.
Als Antagonisten fungiert ein Entwicklungsunternehmen, das Natur für Profit zerstört. Der 21-jährige „Survival-Professor“ erforscht die Beziehung zwischen Wetter und Pokemon. Die legendären Pokemon werden als „Sturm-Opa“ (Wind) und „Wellen-Oma“ (Wave) beschrieben, die auf abgelegenen Inseln leben.
18 Herausforderungen statt traditioneller Arenen
Pokemon Gen 10 verzichtet komplett auf das klassische Arenen-System. Stattdessen erwarten Spieler 18 Herausforderungen, die jeweils einen Pokemon-Typ repräsentieren. Diese Challenges orientieren sich an den UN-Nachhaltigkeitszielen und vereinen Elemente aus Arenen-Kämpfen und Titan-Pokemon.
Nach Erhalt der Meerestraversal-Fähigkeit können Spieler theoretisch direkt zum Endboss segeln und das Spiel vorzeitig beenden. Die offene Struktur ermöglicht maximale Erkundungsfreiheit, ähnlich wie in Pokemon Karmesin und Purpur.
Mega-Evolutionen könnten zurückkehren
Im geleakten Build von Pokemon Gen 10 wurde ein Beutel-Fach für Mega-Steine entdeckt. Dies deutet darauf hin, dass Mega-Evolutionen aus Pokemon Legends Z-A auch in Generation 10 verfügbar sein könnten. Allerdings befanden sich keine konkreten Mega-Steine im Build, weshalb dies noch unbestätigt bleibt.
Nintendo Switch 2 Exklusivität und Release-Zeitraum
Pokemon Wind und Wave werden voraussichtlich exklusiv für Nintendo Switch 2 erscheinen. Die Enthüllung wird für den Pokemon Day am 27. Februar 2026 erwartet, der Release dürfte im November 2026 erfolgen. Das Spiel trägt intern den Codenamen „Gaia“.
TeraLeak als Quelle der Informationen
Die aktuellen Leaks stammen aus dem massiven „TeraLeak“ – einem Hackerangriff auf Game Freak im August 2024. Dabei wurden über 1 Terabyte an Daten gestohlen, darunter Quellcode, Entwicklungsdokumente und Informationen zu kommenden Projekten. Die Daten von über 2.600 Mitarbeitern wurden kompromittiert.
Game Freak bestätigte den Vorfall im Oktober 2024 und entschuldigte sich bei Betroffenen. Der TeraLeak gilt als größter Leak in der Pokemon-Geschichte und übertrifft selbst den Nintendo „Gigaleak“ von 2020. Viele der geleakten Informationen basieren auf Dokumenten aus dem Jahr 2021, weshalb sich Planungen bis zum Release noch ändern können.
Was bleibt, was wurde geändert
Trotz der umfangreichen Änderungen während der Entwicklung bleiben zentrale Elemente erhalten. Die Titel Pokemon Wind und Pokemon Wave sowie das südostasiatische Setting scheinen fest. Weather Moves als Kampfgimmick und die Switch 2-Exklusivität gelten ebenfalls als gesichert.
Gestrichen wurden hingegen MMO-Features, prozedurale Inselgenerierung und das Seed Pokemon. Die universelle Ride-Mechanik für alle Pokemon wurde zugunsten des Rotom-Scooter-Systems aufgegeben. Ob die Möglichkeit, alle Pokemon zu streicheln, noch existiert, bleibt unklar.
Pokemon Wind und Wave verspricht trotz verworfener Features eine umfangreiche Neuausrichtung der Serie mit frischen Mechaniken und einer einzigartigen Inselregion.