Nach acht Jahren Wartezeit erscheint Metroid Prime 4: Beyond am 4. Dezember 2025 endlich für Nintendo Switch und Nintendo Switch 2. Pünktlich zum Launch hat Nintendo das Day 1 Update auf Version 1.1.0 veröffentlicht, das wichtige Features nachreicht und verschiedene Verbesserungen bringt.
Amiibo-Unterstützung und Controller-Features
Das Update bringt die lang erwartete Amiibo-Funktionalität ins Spiel. Spieler können nun ihre Amiibo-Figuren direkt über das Pausenmenü nutzen. Besonders interessant sind die drei neuen Metroid Prime 4-Amiibo, die spezielle Boni freischalten.
Das Samus & Vi-O-La Amiibo ermöglicht das Ändern der Farbe des Motorrads Vi-O-La und zeigt die zurückgelegte Gesamtdistanz an. Einmal täglich kann zudem die Boost-Energie-Regenerationsrate erhöht werden. Das Samus-Amiibo aktiviert einen Schutzschild, der bis zu 99 Schadenspunkte blockt und dabei Samus‘ Lebensenergie vollständig wiederherstellt. Außerdem lässt sich die Hintergrundmusik beim Fahren in Sol Valley ändern.
Das Sylux-Amiibo hat eine besondere Funktion: Nach Abschluss des Spiels können Spieler die vollständigen Zwischensequenzen ansehen, die während des Spielverlaufs nur fragmentarisch gezeigt werden. Alternativ lässt sich dieser Bonus auch durch 100% Scan- und Item-Completion freischalten. Jede Aktivierung des Sylux-Amiibo spielt zudem eine zufällige Sprachzeile des Charakters ab.
Ältere Amiibo aus der Metroid-Serie wie Samus, Zero Suit Samus oder Ridley aus der Super Smash Bros.-Reihe lösen beim Scannen einen einfachen Sound-Effekt aus dem Spiel aus.
Switch 2 Upgrade-Pfad integriert
Eine wichtige Neuerung betrifft Spieler, die von der Nintendo Switch auf die Switch 2 umsteigen möchten. Das Update fügt eine Upgrade-Option direkt im Hauptmenü hinzu. Wer die Switch-Version auf einer Switch 2 startet, sieht nun nach dem Titelbildschirm die Option „Switch 2 Edition“, die direkt zum entsprechenden Upgrade-Bereich im eShop führt.
Der Upgrade-Pfad kostet 9,99 US-Dollar und ermöglicht den Zugang zur technisch überlegenen Switch 2-Version. Diese bietet deutlich verbesserte Grafik mit bis zu 4K-Auflösung im Qualitätsmodus, bis zu 120 FPS im Performance-Modus und HDR-Unterstützung. Besonders auffällig sind die drastisch reduzierten Ladezeiten: Was auf der originalen Switch über eine Minute dauert, lädt auf der Switch 2 in etwa 24 Sekunden.
Gameplay-Anpassungen und Quality-of-Life-Features
Das Update bringt auch spürbare Verbesserungen für das Spielerlebnis. Die Controller-Vibration wurde für Zwischensequenzen aktiviert, was die Immersion erhöht. Im Hard Mode wurden die Schwierigkeitsgrade einiger Gegner angepasst, um eine ausgewogenere Herausforderung zu bieten.
Eine weitere Änderung betrifft die Galerie: Die Freischaltbedingung für einige Videos wurde von „100% Item-Sammelrate erreichen“ auf „Spiel durchspielen“ geändert. Dies macht es Spielern leichter, alle Inhalte zu sehen, ohne perfektionistische Sammelquoten erreichen zu müssen.
Zusätzlich wurde die Alterseinstufung für das brasilianische Bewertungssystem ClassInd von 12 auf 14 Jahre angepasst. Nintendo bestätigte außerdem, dass weitere unspezifische Anpassungen und Fehlerbehebungen vorgenommen wurden, um das Spielerlebnis zu verbessern.
Technische Performance im Vergleich
Während die Switch-Version solide 60 FPS in beiden Modi liefert, zeigt sich die Switch 2-Version als echter Showcase für die neue Hardware. Die höhere Auflösung und HDR-Unterstützung lassen die detaillierte Spielwelt von Viewros deutlich schärfer und kontrastreicher wirken. Laut Digital Foundry erreicht Metroid Prime 4: Beyond seine Performance-Ziele konsistent und setzt neue technische Maßstäbe für Switch 2-Titel.
Die Switch 2-Version bietet zudem erweiterte Controller-Optionen, einschließlich Maus-Unterstützung, die für PC-Spieler eine vertraute Steuerung ermöglicht. Das HD Rumble 2-Feature bietet verbesserte haptische Rückmeldungen gegenüber der originalen Switch.
Entwicklungsgeschichte und Reviews
Metroid Prime 4: Beyond hatte eine turbulente Entwicklung hinter sich. Ursprünglich 2017 angekündigt, musste Nintendo Anfang 2019 einen kompletten Neustart verkünden. Die Entwicklung wurde an Retro Studios übergeben, die bereits für die ersten drei Prime-Spiele verantwortlich zeichneten.
Die Reviews zum Spiel fallen gemischt aus. Mit einem Metacritic-Score von 80 von 100 Punkten ist Metroid Prime 4: Beyond das am schlechtesten bewertete Spiel der Prime-Serie. Zum Vergleich: Der erste Teil erreichte beeindruckende 97 Punkte, während die Nachfolger bei 92 und 90 Punkten lagen.
Kritiker loben die Atmosphäre, die Kämpfe und die technische Umsetzung auf der Switch 2, kritisieren jedoch die Open-World-Wüste im Zentrum der Spielwelt und die Linearität der Struktur. Einige bemängeln auch, dass NPCs durch Hinweise das typische Metroidvania-Entdeckungsgefühl beeinträchtigen. Trotz dieser Kritikpunkte herrscht Einigkeit darüber, dass das Spiel solide ist und Fans der Serie begeistern wird.
Early Release und Spoiler-Gefahr
Wie schon bei anderen großen Nintendo-Titeln wie Donkey Kong Bananza und Pokemon Legends Z-A gelang es einigen Händlern nicht, das Straßendatum einzuhalten. Glückliche Fans konnten Metroid Prime 4: Beyond bereits vor dem offiziellen Release-Termin erwerben, was bei anderen Spielern Sorgen vor Spoilern und Leaks auslöste.
Vollständige Patch Notes Version 1.1.0
- Amiibo können nun über die „Amiibo“-Seite im Pausenmenü verwendet werden
- Controller vibriert jetzt während Zwischensequenzen
- [Switch 2]: Beim Start von Metroid Prime 4: Beyond auf der Nintendo Switch 2 erscheint nun eine „Switch 2 Edition“-Option im Menü nach dem Titelbildschirm, die zur Upgrade-Seite im eShop führt
- Die Alterseinstufung für das Bewertungssystem „ClassInd (Brasilien)“ wurde von „12“ auf „14“ aktualisiert
- Die Freischaltbedingung für einige Videos in der „Galerie“ wurde von „100% Item-Sammelrate erreichen“ auf „Spiel durchspielen“ geändert
- Im „Hard Mode“ wurde die Schwierigkeit einiger Gegner angepasst
- Zusätzlich wurden weitere Anpassungen und Fehlerbehebungen vorgenommen, um das Spielerlebnis zu verbessern