Lords of the Fallen 2: CI Games beendet Epic-Exklusivdeal

CI Games hat den Exklusivitätsdeal mit Epic Games für Lords of the Fallen 2 aufgelöst. Das Soulslike darf damit zum Release 2026 auch auf Steam und anderen PC-Plattformen erscheinen – eine Entscheidung, die bei der Community auf breite Zustimmung stößt.

CI Games löst Publishing-Vereinbarung mit Epic Games auf

Das polnische Studio CI Games hat am 18. Mai 2026 über die Warschauer Börse bekanntgegeben, dass die Exklusivvereinbarung mit Epic Games Publishing für Lords of the Fallen 2 beendet wurde. Die eigentliche Trennung erfolgte bereits am 14. April 2026 über ein sogenanntes Separation Agreement, das beide Parteien unterzeichneten. CI Games begründete die verzögerte Veröffentlichung damit, dass eine sofortige Offenlegung die „berechtigten geschäftlichen Interessen des Unternehmens“ hätte gefährden können.

Ursprünglich hatten CI Games und Epic im Juni 2024 eine bindende Vereinbarung geschlossen, die Epic die exklusiven PC-Vertriebsrechte für Lords of the Fallen 2 über den gesamten Produktlebenszyklus einräumte. Diese Vereinbarung ist nun hinfällig. CI Games betonte allerdings, dass die Trennung „konditionaler Natur“ sei – ohne zu erläutern, welche Bedingungen damit gemeint sind. Die finanziellen Details der Auflösung wurden ebenfalls nicht offengelegt.

Technische Zusammenarbeit mit Epic bleibt bestehen

Wichtig für die Entwicklung des Spiels: Die Auflösung des Publishing-Deals hat keinen Einfluss auf die technische Partnerschaft zwischen CI Games und Epic. Lords of the Fallen 2 wird weiterhin auf der Unreal Engine 5 entwickelt und nutzt nach wie vor Epic Online Services sowie die Epic Account Services. Auch die Zusammenarbeit im Fortnite-Ökosystem bleibt von der Trennung unberührt und wird über separate Verträge geregelt.

Steam-Release wahrscheinlich – aber noch nicht bestätigt

Mit der Aufhebung der Exklusivvereinbarung steht Lords of the Fallen 2 nun der Weg auf Steam und andere PC-Plattformen offen. Aktuell existiert allerdings noch kein Steam-Listing für das Spiel – die einzige bestehende PC-Präsenz bleibt vorerst die Epic Games Store-Seite. CI Games hat sich bisher nicht explizit zu einem Steam-Release geäußert, doch die Reaktion der Community ist eindeutig: Ein Großteil der Spieler hatte sich seit der Ankündigung des Exklusivdeals einen Steam-Release gewünscht.

Dass CI Games die Community ernst nimmt, zeigte sich bereits in der Vergangenheit. CEO Marek Tyminski hatte Anfang 2026 angedeutet, dass eine Veröffentlichung auf Steam unter den richtigen Voraussetzungen denkbar sei. Die Aufhebung der Exklusivvereinbarung scheint die logische Konsequenz dieser Haltung zu sein.

Warum die Entscheidung wirtschaftlich Sinn ergibt

Einen offiziellen Grund für das Ende der Exklusivität gibt es nicht. In der Gaming-Branche ist jedoch bekannt, dass Epic-Store-Exklusivität ein zweischneidiges Schwert sein kann. Mehrere Entwickler haben in der Vergangenheit berichtet, dass exklusive Veröffentlichungen auf dem Epic Games Store die Verkaufszahlen drücken – während der anschließende Steam-Release teils als regelrechter Neustart inszeniert wird, komplett mit eigenen Trailern und Launch-Kampagnen. Titel wie Final Fantasy 7 Remake und Kingdom Hearts behandelten ihre Steam-Veröffentlichung genau auf diese Weise.

Für CI Games kommt ein wirtschaftliches Argument hinzu: Der Vorgänger Lords of the Fallen (2023) verkaufte sich weltweit über 2,5 Millionen Mal und erreichte erst Ende Februar 2026 den Break-Even bei einem Gesamtbudget von rund 80,45 Millionen US-Dollar (298 Millionen Polnische Złoty). Ein langer Weg bis zur Profitabilität, der zeigt, wie wichtig eine möglichst breite Vertriebsstrategie für den Nachfolger sein dürfte. Steam dominiert den PC-Gaming-Markt und bietet Community-Features, ein etabliertes Bewertungssystem und eine riesige Nutzerbasis – Faktoren, die den Erfolg eines Soulslike-Titels maßgeblich beeinflussen können.

CI Games übernimmt Self-Publishing – PLAION vertreibt physisch

Mit dem Ende des Epic-Deals übernimmt CI Games nun die vollständige Kontrolle über den digitalen Vertrieb von Lords of the Fallen 2. Für die weltweite physische Distribution ist bereits seit März 2026 PLAION (ehemals Deep Silver) verantwortlich. PLAION übernimmt Logistik, Trade Marketing und den Einzelhandelsvertrieb in allen internationalen Märkten – eine Partnerschaft, die bereits beim ersten Lords of the Fallen 2023 erfolgreich funktionierte.

Darüber hinaus sicherte sich CI Games kürzlich zusätzliches Investorenkapital in Höhe von 19 Millionen US-Dollar, das unter anderem zur Diversifizierung der Vertriebskanäle für den Nachfolger eingesetzt werden soll.

Release-Fenster August 2026 – Enthüllung beim Summer Game Fest?

Ein konkretes Veröffentlichungsdatum für Lords of the Fallen 2 gibt es offiziell noch nicht. Allerdings verriet ein Game Designer von CI Games versehentlich über sein Portfolio ein Release-Fenster von August 2026. Ob dieses Datum noch aktuell ist, bleibt abzuwarten. Branchenbeobachter rechnen mit einer offiziellen Ankündigung beim Summer Game Fest am 5. Juni 2026 – möglicherweise inklusive eines neuen Trailers.

Fest steht: Lords of the Fallen 2 erscheint 2026 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Alpha-Material zum Sequel, das schnelleres und aggressiveres Kampfsystem zeigt, wurde bereits positiv aufgenommen. Das Spiel setzt auf die Unreal Engine 5 und verspricht laut CI Games, „mutiger, wagemutiger und blutiger“ als sein Vorgänger zu werden.

Kontroversen um Lords of the Fallen 2

Unabhängig von der positiven Resonanz auf das Ende der Epic-Exklusivität steht Lords of the Fallen 2 nicht ohne Kontroversen da. CEO Marek Tyminski sorgte in der Vergangenheit mit Aussagen für Diskussionen, die er später über Social Media klarstellte, aber nicht ohne Teile der Fanbase zu spalten. Zuletzt lösten die weiblichen Rüstungsdesigns des Spiels Debatten aus – einige Fans kritisierten sie als unpraktisch und geschmacklos. CI Games hatte daraufhin sogar eine Community-Umfrage zum Rüstungsdesign gestartet, was die Bereitschaft des Studios zeigt, auf Feedback zu reagieren.

Wie sich die Kontroversen und die nun breitere Vertriebsstrategie auf den kommerziellen Erfolg auswirken, bleibt eine der spannendsten Geschichten der zweiten Jahreshälfte 2026.

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