LEGO Batman: Legacy of the Dark Knight vor Release geleakt

Wenige Tage vor dem offiziellen Release am 22. Mai 2026 ist LEGO Batman: Legacy of the Dark Knight durch eine Panne bei der Code-Einlösung vorzeitig für einige Xbox-Spieler zugänglich geworden. Gleichzeitig sorgt die kurzfristige Einführung von Denuvo-DRM auf dem PC für heftige Kritik in der Community.

Walmart-Codes ermöglichten frühen Zugang auf Xbox

Am 10. Mai 2026 berichtete ein Nutzer auf dem Subreddit r/legogaming, dass er nach der digitalen Vorbestellung von LEGO Batman: Legacy of the Dark Knight über Walmart sofort einen einlösbaren Code erhalten hatte. Nach dem Download erschien die Meldung „Ready to Start“ – und das Spiel ließ sich tatsächlich vollständig starten und spielen, obwohl der offizielle Launch noch fast zwei Wochen entfernt war.

So I just pre ordered the new Lego Batman Legacy Of The Dark Knight game and when I did they let me download it and everything so after It gave me to notifications that it “was ready to start” I clicked on it and this happened is this supposed to happen or am I playing it early or something
by
u/Dramatic-Track-9935 in
legogaming

Es dauerte nicht lange, bis weitere Nutzer den Trick nachahmten. Die Methode funktionierte offenbar ausschließlich mit digitalen Codes von Walmart für die Xbox-Version. Vorbestellungen direkt über den Xbox Store oder auf anderen Plattformen waren nicht betroffen. Der ursprüngliche Entdecker zeigte sich dabei bemerkenswert zurückhaltend und erklärte, er wolle das Spiel lieber erst zum offiziellen Start erleben, um nichts vorwegzunehmen.

Patch unterbindet den frühen Zugang

TT Games und Xbox reagierten relativ zügig. Einige Spieler bemerkten bereits kurz nach dem Bekanntwerden des Leaks eine Update-Meldung, die den Zugang zum Spiel blockierte. Laut mehreren Berichten wurde der fehlerhafte Code-Einlösungsprozess inzwischen vollständig gepatcht. Wer das Spiel allerdings bereits heruntergeladen hatte, konnte es wohl weiterhin offline spielen – allerdings ohne eventuelle Day-One-Features oder Online-Funktionen.

Der bekannte Gaming-Insider Wario64 bestätigte auf X (ehemals Twitter), dass der Walmart-Code-Exploit gepatcht wurde und empfahl betroffenen Spielern, ihre Xbox offline zu nehmen, sofern sie den Zugang behalten wollten. Mittlerweile ist der offizielle Preload für alle Vorbesteller verfügbar – die Download-Größe beträgt rund 45 GB.

Spoiler-Gefahr für die Community

Da einige Spieler vollen Zugang zum fertigen Spiel hatten, tauchten in den vergangenen Tagen bereits Gameplay-Videos auf Twitch und YouTube sowie Screenshots und Story-Details auf Reddit und X auf. Fans, die das Spiel ungespoilert erleben möchten, müssen vorerst vorsichtig sein und entsprechende Suchbegriffe stummschalten oder Foren temporär meiden. Die Situation erinnert an den kürzlichen Resident Evil Requiem-Leak, bei dem ebenfalls vor dem Launch bereits umfangreiches Material im Umlauf war.

Denuvo-DRM sorgt für zusätzlichen Ärger auf dem PC

Während der Xbox-Leak für Aufsehen sorgte, entdeckten aufmerksame Spieler eine weitere kontroverse Neuerung: TT Games und Warner Bros. Games haben kurz vor Launch still und leise Denuvo-DRM zur Steam-Seite von LEGO Batman: Legacy of the Dark Knight hinzugefügt. Die Anti-Piraterie-Software ist in der Gaming-Community seit Jahren umstritten, da sie in der Vergangenheit wiederholt mit Leistungseinbußen, niedrigeren Frameraten und längeren Ladezeiten in Verbindung gebracht wurde.

Besonders brisant: Die ohnehin hohen Systemanforderungen des Spiels hatten bereits im Vorfeld für Diskussionen gesorgt. Das auf Unreal Engine 5 basierende Spiel verlangt mindestens 16 GB RAM und setzt auf Frame-Generation-Technologie, um auf den empfohlenen Einstellungen überhaupt 30 FPS bei 1080p zu erreichen. Viele PC-Spieler befürchten nun, dass Denuvo die Performance auf Mittelklasse-Hardware zusätzlich belasten könnte.

In der Steam-Community häuften sich bereits kritische Stimmen. Einige Spieler kündigten an, das Spiel nicht zum Vollpreis zu kaufen, sondern erst nach einem möglichen Entfernen von Denuvo oder bei einem deutlichen Sale zuzuschlagen. Vergleiche mit dem desaströsen PC-Launch von Batman: Arkham Knight im Jahr 2015, der ebenfalls unter massiven Optimierungsproblemen litt, machten schnell die Runde.

Nicht der einzige Leak an diesem Wochenende

LEGO Batman war nicht das einzige Spiel, das am Wochenende vorzeitig in Umlauf geriet. Auch Forza Horizon 6 wurde durch ein fehlerhaftes Steam-Update ohne Verschlüsselung geleakt. Dataminer konnten aus den Dateien eine spielbare Version erstellen, die rasch auf Piraterie-Seiten auftauchte – ein herber Schlag für den aktuell zweitmeistverkauften Titel auf Steam.

Editionen und Preise im Überblick

LEGO Batman: Legacy of the Dark Knight erscheint am 22. Mai 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC (Steam und Epic Games Store). Eine Nintendo Switch 2-Version ist angekündigt, ein konkretes Datum steht aber noch aus. Wer die Deluxe Edition vorbestellt, erhält ab dem 19. Mai 72 Stunden Early Access.

Edition Preis (UVP) Inhalt
Standard Edition 69,99 € Vollversion + Vorbesteller-Bonus „The Dark Knight Returns“-Batanzug
Deluxe Edition 89,99 € Vollversion + Legacy Collection (3 Themenpakete mit über 30 Items) + Mayhem Collection (September 2026, mit Joker & Harley Quinn als spielbare Charaktere) + 72 Stunden Early Access

Das Spiel bietet sieben spielbare Charaktere im Hauptspiel – Batman, Robin, Nightwing, Batgirl, Jim Gordon, Catwoman und Talia al Ghul – sowie über 100 freischaltbare Kostüme. Entwickelt wurde der Titel von TT Games, den Machern von LEGO Star Wars: The Skywalker Saga.

Trotz der Kontroversen um den Leak und Denuvo bleibt die Vorfreude in der Community groß. Wer auf Nummer sicher gehen und das Spiel ein paar Tage früher erleben möchte, kann zur Deluxe Edition greifen – ganz ohne Walmart-Glitch und mit dem Segen von TT Games.

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