Nintendo sprengt mit 50 Dollar pro Figur alle bisherigen Preisgrenzen – Die Gaming-Community steht vor einer Preisexplosion: Die neu angekündigten Amiibo-Figuren zu Kirby Air Riders werden mit einem Preis von 49,99 US-Dollar die teuersten Amiibo in der Geschichte von Nintendo. Diese Nachricht sorgte unmittelbar nach der Nintendo Direct vom 12. September 2024 für heftige Diskussionen unter Fans und Sammlern.
Doppelt so teuer wie der Durchschnitt
Nintendo enthüllte während der jüngsten Nintendo Direct zwei neue Kirby Air Riders Amiibo-Figuren: Kirby & Warp Star sowie Bandana Waddle Dee & Winged Star. Der Schock folgte kurz darauf, als große US-amerikanische Einzelhändler die Vorbestellungen für beide Produkte zu einem Preis von jeweils 49,99 US-Dollar öffneten.
Zum Vergleich: Das Spiel Kirby Air Riders selbst wird für 69,99 US-Dollar verkauft. Die Amiibo kosten damit fast so viel wie das eigentliche Spiel – eine bisher beispiellose Preisgestaltung bei Nintendo.
Der steile Preisanstieg der Amiibo
Die Geschichte der Amiibo-Preise zeigt eine erschreckende Entwicklung:
- 2014: Start mit 12,99 US-Dollar pro Standard-Amiibo
- April 2025: Viele beliebte Modelle stiegen von 29,99 US-Dollar auf 39,99 US-Dollar
- September 2025: Neue Kirby Air Riders Amiibo für 49,99 US-Dollar
In Deutschland zeigt sich ein ähnliches Bild: Die neuen Amiibos zu The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom kosten nun 19,99 Euro, obwohl sich an der Größe nichts geändert hat. Für die Street Fighter 6-Figuren sind sogar 29,99 Euro fällig.
Besondere Funktionen rechtfertigen den Preis nicht
Die Einzelhändler beschreiben die Kirby- und Bandana Waddle Dee-Amiibo als zweiteilige Angebote, die es Sammlern ermöglichen, Charaktere mit verschiedenen Fahrer-Maschinen-Kombinationen zu mischen und anzupassen. Diese Modularität ist zwar innovativ, rechtfertigt für viele Fans jedoch nicht den enormen Preissprung.
Diese Amiibo haben die Fähigkeit, tatsächlich zu wissen, wer auf welchem Fahrzeug sitzt, wenn sie eingescannt werden. Im Spiel können die Figuren Figure Player beschwören, die trainiert und aufgelevelt werden können.
Trump-Zölle als mögliche Ursache
Nintendo erhöhte etwa zur gleichen Zeit die Preise der damals kommenden Switch 2-Zubehörteile und führte diese Maßnahme auf ungünstige wirtschaftliche Bedingungen zurück. Experten vermuten, dass die Trump-Administration mit ihren Zöllen einen erheblichen Einfluss auf die Preisgestaltung hat.
Laut einer Analyse des Branchenverbandes Consumer Technology Association (CTA) könnten die Zölle die Preise für Gaming-Hardware um bis zu 40 Prozent steigen lassen. Dies betrifft nicht nur Konsolen, sondern auch Zubehör wie Amiibo-Figuren.
Das Spiel: Kirby Air Riders für Switch 2
Kirby Air Riders ist die lang erwartete Fortsetzung des GameCube-Klassikers aus dem Jahr 2003. Das Spiel wird von Bandai Namco Studios und Sora Ltd. entwickelt und von Nintendo für die Nintendo Switch 2 veröffentlicht. Es wird von Masahiro Sakurai geleitet, der seit der Entwicklung des Vorgängers und seinem Ausscheiden bei HAL Laboratory kein Kirby-Spiel mehr geleitet hat.
Das Rennspiel erscheint am 20. November 2025 exklusiv für Nintendo Switch 2 und bietet:
- Bis zu 16 Spieler im Online-Modus
- Erweiterten City Trial-Modus auf der schwebenden Insel Skyah
- Neue Charaktere wie Magolor, Susie und Gooey
- Vereinfachte Zwei-Knopf-Steuerung
- Copy Abilities für alle Charaktere
Auswirkungen auf den deutschen Markt
Die Switch 2 selbst wird in Deutschland für 469,99 Euro verkauft – deutlich mehr als die 449 US-Dollar in den USA. Wenn sich das Preisverhältnis auch bei den Amiibo fortsetzt, könnten deutsche Fans mit Preisen von 55-60 Euro pro Figur rechnen müssen.
Bei den Fans sind die Figuren ziemlich beliebt. Vor allem der Preis spielt eine wichtige Rolle: Im Schnitt sind rund 15 Euro pro Figur fällig, wodurch sie genau die Lücke zwischen „viel zu viel“ und „viel zu günstig“ abdecken. Diese Balance wird nun zerstört.
Fan-Reaktionen: Zwischen Wut und Resignation
Die Gaming-Community reagiert heftig auf die Preisankündigung. Ein Nutzer kommentierte: „Das neue iPhone hat auch einen UVP von 1.500€ und in der Produktion kostet es gerade mal 520€. Bei Nintendo wird der Herstellungspreis bei 350€ liegen“.
Viele Sammler erwägen, ihre Amiibo-Sammlung zu beenden oder nur noch auf Sonderangebote zu warten. Die Befürchtung: Nintendo testet aus, wie weit sie mit den Preisen gehen können.
Fazit: Ein gefährlicher Präzedenzfall
Mit 49,99 US-Dollar pro Figur setzt Nintendo einen gefährlichen Präzedenzfall. Die kommenden Kirby Air Riders Sammlerstücke werden sogar teurer sein als die schwer zu findenden Mega Yarn Yoshi und Detective Pikachu.
Für deutsche Fans bedeutet dies: Die goldenen Zeiten günstiger Amiibo sind endgültig vorbei. Wer beide Kirby Air Riders Amiibo haben möchte, muss vermutlich über 100 Euro investieren – fast ein Viertel des Preises der Switch 2 selbst.
Die Frage bleibt: Werden Fans diese Preise akzeptieren oder wird Nintendo zum ersten Mal auf breiten Widerstand stoßen? Die Vorbestellzahlen in den kommenden Wochen werden zeigen, ob Nintendo mit dieser aggressiven Preisstrategie zu weit gegangen ist.