Laut dem Tech-Channel Moore's Law Is Dead wird Intel den LGA1700-Sockel bereits im nächsten Jahr aufgeben; Meteor Lake und Arrow Lake werden auf LGA2251 umgestellt. Moore's Law is Dead diskutierte die Gerüchte in einem kürzlich veröffentlichten Video.
Frühere (interne) Quellen hatten behauptet, Intel wolle den gleichen Sockel für mindestens drei CPU-Generationen beibehalten, aber jetzt scheint dieser Plan vom Tisch zu sein. Der LGA1700-Sockel, der letztes Jahr eingeführt wurde, wird nur noch für Raptor Lake und Alder Lake verwendet; danach wird der Sockel abgeschrieben. Ab der vierzehnten Intel Core-Generation (Meteor Lake) wird der Chipgigant auf LGA2251 umsteigen, das nach Moore's Law Is Dead etwa 38 mal 46 Millimeter groß sein soll – nur ein bisschen größer als LGA1700.
Wie die Zahlen in der Namenskonvention andeuten, verfügt LGA2251 über die fast anderthalbfache Anzahl an Anschlusspins. Moore's Law Is Dead behauptet auch, dass Meteor Lake, Intels erste proprietäre Generation auf 7nm („Intel 4“), bereits schneller ist als bisher angenommen. Der YouTuber glaubt, dass Laptop-CPUs bereits im zweiten oder dritten Quartal 2023 erscheinen könnten, gefolgt vom Desktop-Segment im vierten Quartal 2023. Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass Intel erst im Jahr 2024 mit der vierzehnten Generation der Core-Prozessoren an den Start gehen könnte.
Arrow Lake, die nachfolgende fünfzehnte Core-Generation, könnte erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 auf den Markt kommen. Insidern zufolge stehen bei dieser Generation mehr und bessere Effizienzkerne sowie die Einführung des neuen „Intel“-Prozesses 20A – im Wesentlichen ein 2nm-Knoten – im Vordergrund. Diese Generation soll auch mit dem LGA2251-Sockel kompatibel sein, wenn auch als zweite und vermutlich letzte Generation.
Wenn Moore's Law Is Dead richtig ist, dann scheint Intel seine Roadmap immer mehr nach den Plänen von AMD auszurichten. Durch die Einführung des Meteor Lake-Desktop-Segments bis Ende 2023 kann Intel mehr Konkurrenz zu AMDs Einführung von Zen 5 bieten. Allerdings müssen die beiden Giganten noch in diesem Jahr gegeneinander antreten; sowohl Raptor Lake als auch Zen 4 (Ryzen 7000) müssen noch bis 2022 auf den Markt kommen. Auch für AMD steht nach fast fünf Jahren ein neuer Sockel in den Startlöchern: AM5.