Als Neuling im Bereich der diskreten Grafikkarten hat Intel noch eine Frage zu beantworten: Können wir Crysis ausführen? Bei der Intel Arc A380 handelt es sich um Intels leichteste Grafikkarte der allerersten „Alchemist“-Generation. Die Grafikkarte wurde bereits offiziell auf den Markt gebracht – als eine der wenigen Desktop-Karten im Sortiment – ist aber nur bei ausgewählten Partnerherstellern in China erhältlich.
Varianten des Arc A380 wurden bereits getestet und ausgiebig begutachtet, aber noch niemand hat es auf sich genommen, den wichtigsten Test auf den Prüfstand zu stellen. Der YouTube-Kanal PCGH Benchmarks & Analysis hat die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und beweist, dass selbst Intel heute Crysis ausführen kann:
Das obige Video zeigt, wie der Intel Arc A380 in Crysis bei einer Auflösung von 1080p eine Bildrate von 60 Bildern pro Sekunde erreicht. Das Spiel soll in DirectX 10 gespielt werden, mit fast allen Einstellungen so hoch wie möglich. In Bezug auf Anti-Aliasing wird die Bildausgabe mit 4x MSAA „aufgeweicht“. Es fällt auf, dass der Test in einer Entwicklungsumgebung und nicht in einer herkömmlichen Crysis-Umgebung läuft. Ein tropischer Strand oder Dschungel ist eher typisch für das futuristische Schießspiel, mit „schwierigeren“ grafischen Effekten wie einer komplexen Flora und Hütten, die es zu zerstören gilt.
Es scheint, dass der Intel Arc A380 für diesen Test nicht übertaktet wurde. Sowohl der Grafikprozessor als auch der Videospeicher scheinen größtenteils mit den von Intel empfohlenen (Standard-)Frequenzen zu arbeiten, wobei die Temperaturen zwischen 58 und 62 Grad schwanken. Man kann die Leistung im Jahr 2022 nicht wirklich als clever bezeichnen, aber für (neue) Hardware ist Crysis offensichtlich eine Art Feuertaufe. Die Tatsache, dass Intels preisgünstigste Grafikkarte das Spiel problemlos ausführen kann, macht die neue Serie nur noch ein bisschen mehr „zugehörig“ – auch wenn sie 15 Jahre später als Nvidia und AMD erscheint.