Highguard: Finales Update veröffentlicht – alle Patch Notes zum letzten Content-Drop vor dem Shutdown

Es ist offiziell das Ende: Highguard hat sein letztes Update erhalten. Entwickler Wildlight Entertainment hat den PvP-Raid-Shooter am 4. März 2026 mit einem finalen Patch versorgt, bevor die Server am 12. März 2026 – nur 45 Tage nach dem Launch – dauerhaft abgeschaltet werden.

Letzter Content-Drop für eine kurze Ära

Das finale Update ist seit dem 4. März 2026 um 23:00 Uhr MEZ für PlayStation 5, Xbox Series X/S und PC verfügbar. Trotz des bevorstehenden Endes hat das verbliebene Entwicklerteam bei Wildlight nochmal alles gegeben: Der Patch bringt einen neuen Warden, eine neue Waffe, ein Account-Progressionssystem und einen Skill-Baum – Content, der eigentlich für eine längere Spiellebensdauer gedacht gewesen wäre.

Creative Director Jason McCord kommentierte den Patch auf X mit deutlichen Worten: Er lobte das Skelett-Team bei Wildlight ausdrücklich dafür, das Update trotz der Umstände fertiggestellt und an die verbliebenen Spieler ausgeliefert zu haben – auch wenn es am Ende nur noch einige Tausend Menschen erreichen würde.

Über 2 Millionen Spieler, aber kein nachhaltiger Kern

Seit dem Launch am 26. Januar 2026 haben laut Wildlight über 2 Millionen Spieler Highguard gespielt. Auf Steam erreichte das Spiel seinen Höchststand mit knapp 97.249 gleichzeitigen Spielern. Doch die Zahlen brachen schnell ein: Zuletzt fiel der Steam-Peak auf unter 500 gleichzeitige Spieler – in der Tiefphase sogar auf nur 253. In einem offiziellen Statement auf X erklärte Wildlight: Trotz des Einsatzes des gesamten Teams sei es nicht gelungen, eine nachhaltige Spielerbasis aufzubauen.

Vom Game-Awards-Highlight zum Shutdown: Die Geschichte von Highguard

Highguard hatte einen ungewöhnlichen Weg hinter sich. Der Shooter wurde als letztes Weltpremieren-Spiel bei The Game Awards 2025 vorgestellt – ein Slot, der eigentlich von Titeln wie Star Wars: Fate of the Old Republic, Tomb Raider: Catalyst oder Divinity erwartet wurde. Laut Berichten soll Show-Host Geoff Keighley das Spiel während einer frühen Session so sehr gemocht haben, dass er Wildlight den begehrten Abschluss-Slot kostenlos anbot. Ursprünglich plante das Studio einen Shadow-Drop.

Auch nach dem Launch lief es nicht rund: Bereits 16 Tage nach Release wurden beim Studio Massenentlassungen bekannt. Laut einem Bloomberg-Bericht sind zuletzt weniger als 20 Mitarbeiter bei Wildlight verblieben. Zudem wurde bekannt, dass Highguard zumindest teilweise vom chinesischen Technologiekonzern Tencent finanziert wurde.

Ein ehemaliger Entwickler, Senior Level Designer Alex Garner, äußerte sich nach dem Shutdown-Announcement öffentlich und machte den starken Fokus auf den 3v3-Modus für das Scheitern des Spiels mitverantwortlich. 3v3-Modi seien stets die „schweißtreibendste Version“ von Spielmodi wie Battle Royale oder Objective-Matches – und hätten viele potenzielle Spieler abgeschreckt.

Versuche, gegenzusteuern – darunter ein permanenter 5v5-Modus und Episode 2 mit neuem Warden und Ranked-Modus – konnten den Abwärtstrend nicht aufhalten. Highguard reiht sich damit neben Concord als eines der markantesten Live-Service-Misserfolge der jüngeren Gaming-Geschichte ein.

Account-Progression: XP, Level und Skill-Punkte

Das finale Update führt erstmals eine Account-Progression ein. Spieler erhalten beim Verlassen der Lobby XP und steigen von Level 0 bis Level 100 auf. Beim ersten Level-Aufstieg gibt es 5 Skill-Punkte, danach 1 Punkt pro Level bis Level 40 – insgesamt also 44 Punkte. Damit lassen sich zwei Skill-Bäume vollständig ausbauen. Alle Punkte können jederzeit kostenlos zurückgesetzt werden.

Skill-Baum mit vier Spielstilen

Der neue Skill-Baum ist in vier Äste aufgeteilt, die verschiedene Spielweisen unterstützen:

  • Raider – Für Spieler, die bei Raids unaufhaltsam sein wollen. Beispiel-Skills: Infiltration (weiter ins Feindgebiet zippen), Juggernaut (Overshield nach Wandzerstörung), Spearhead (Bonus-Ausrüstung beim Siege-Tower-Angriff)
  • Harvester – Fokus auf Vesper-Gewinnung und Warden-Axe. Beispiel-Skills: Heavy Swing (Vesper Nodes sofort zerstören), Shatter Orb (feindliche Soul Orbs mit Axe zerstören), Field Crafting (Rüstung und Ausrüstung im Feld craften)
  • Treasure Hunter – Für Loot-Liebhaber. Beispiel-Skills: Treasure Seeker (versteckte Truhen finden), Archaeologist (Items an Trader Flynn verkaufen), Artifact Mastery (Amulette mit Bonus-Eigenschaft)
  • Protector – Für defensive Spieler und Team-Support. Beispiel-Skills: Resonant Walls (stärker befestigte Wände), Unbreakable Armor (alle 2 Minuten Rüstungsverlust bei Tod verhindern), Vanguard (Verbündete können auf dich spawnen beim Verteidigen)

Neuer Warden: Koldo

Der letzte Neuzugang im Warden-Roster ist Koldo – eine alte Seele, die auf dem verlorenen Kontinent Highguard gebunden ist. Gefangen in einem Ritterrüstung und auf der Suche nach Antworten über seine Vergangenheit, setzt Koldo die Kraft seiner Seele ein, um seine Verbündeten zu schützen. Fans vergleichen das Konzept mit Alphonse Elric aus Fullmetal Alchemist.

Seine Fähigkeiten im Überblick:

  • Passiv – Guardian Angel: Schützt befreundete Orbs in der Nähe vor Zerstörung und setzt beim Wiederbeleben von Verbündeten automatisch einen Schild ein.
  • Taktik – Soul Shield: Setzt einen Schutzschild für Koldo und seine Verbündeten.
  • Ultimate – Battle Cry: Koldo errichtet ein Banner, das eine schützende Kuppel erzeugt. Das Banner kann aufgenommen, getragen und neu platziert werden. Innerhalb der Kuppel regeneriert sich die Gesundheit der Verbündeten schneller.

Neue Waffe: Switchback Shotgun

Die Switchback ist eine Langstrecken-Doppellauf-Schrotflinte mit einzigartiger Vielseitigkeit. Im Hipfire-Modus agiert sie als klassische Shotgun – wird das Visier angelegt, wechselt sie in ein Marksmangewehr. Dank des Doppellauf-Designs können zwei schnelle Schüsse abgefeuert werden, bevor nachgeladen werden muss. Alternativ lassen sich Schüsse getaktet werden, um einen kontinuierlichen Feuerstrom aufrechtzuerhalten.

Die Switchback ist in zwei goldenen Varianten erhältlich, die in Loot-Kisten oder bei Trader Flynn gefunden werden können: Basebreaker und Repeater.

Was kommt nach dem Shutdown?

Unklar bleibt, was das Ende von Highguard für Wildlight Entertainment als Studio bedeutet. Es wurde bisher nicht bestätigt, ob das verbleibende Team an einem neuen Projekt arbeiten wird oder ob das Studio vollständig schließt. Ebenfalls offen ist die Frage nach möglichen Erstattungen für Spieler, die Mikrotransaktionen für Kosmetika getätigt haben.

Wer Highguard noch einmal erleben möchte, hat noch bis zum 12. März 2026 Zeit.

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