Highguard angekündigt: Free-to-Play Shooter ab Januar 2026

Bei den Game Awards 2025 sorgte das finale Announcement nicht für die erhoffte Begeisterung: Statt Titanfall 3 oder Half-Life 3 präsentierte Geoff Keighley mit Highguard einen neuen Free-to-Play Hero-Shooter. Das neue Spiel stammt von Wildlight Entertainment, einem Studio bestehend aus 61 ehemaligen Respawn-Entwicklern, die an Erfolgen wie Apex Legends und Titanfall gearbeitet haben. Der Release ist bereits für den 26. Januar 2026 geplant – doch die ersten Reaktionen fallen deutlich gemischter aus als erhofft.

Das steckt hinter Wildlight Entertainment

Wildlight Entertainment wurde 2021 im Geheimen gegründet und besteht aus hochkarätigen Branchen-Veteranen. Neben den prominenten Titanfall- und Apex-Legends-Entwicklern finden sich im Team auch Talente, die an Destiny, Overwatch, Mortal Kombat, Valorant und Call of Duty mitgewirkt haben. An der Spitze stehen Co-Founder und CEO Dusty Welch sowie Co-Founder und Game Director Chad Grenier.

„Wir sind ein erfahrenes Team, das jahrelang zusammengearbeitet und einige der größten Hits der Gaming-Branche geschaffen hat“, erklärt Welch in einer Pressemitteilung. „Mit unserem ersten Spiel konzentrieren wir uns darauf, ein neues Gaming-Universum von ähnlich epischem Ausmaß und Qualität zu erschaffen.“

Grenier ergänzt: „Wir haben Wildlight gegründet, weil wir ein Studio wollten, in dem Design führt und neue Spiele ohne Kompromisse entwickelt werden können. Unsere Zeit bei Apex Legends und Titanfall hat uns viel darüber gelehrt, was es braucht, um ein erfolgreiches Franchise aufzubauen und zu pflegen.“

Gameplay: Fantasy trifft auf Science-Fiction

Highguard wird als „PvP Raid-Shooter“ bezeichnet und kombiniert klassische Hero-Shooter-Mechaniken mit ungewöhnlichen Fantasy-Elementen. Spieler schlüpfen in die Rolle von Wardens – arkane Revolverhelden, die um die Kontrolle über einen mythischen Kontinent kämpfen.

Das Spielprinzip unterscheidet sich deutlich vom Battle-Royale-Modus eines Apex Legends: Teams starten auf Pferden von ihrer Basis aus und kämpfen sich durch weitläufige Maps. Ziel ist es, das mächtige Schwert Shieldbreaker zu erobern. Mit diesem Artefakt können Spieler einen gigantischen Rammbock beschwören, der den Weg in die gegnerische Festung ebnet und diese zerstört.

Der Trailer zeigt eine beeindruckende Vielfalt an Helden-Fähigkeiten:

  • Ein eisiger Troll-Charakter, der den Boden erschüttern kann
  • Ein Warden, der elektrische Speere vom Himmel schleudert (ähnlich Hela in Marvel Rivals)
  • Charaktere, die Lava beschwören oder Eiswände errichten können (vergleichbar mit Mei aus Overwatch)
  • Begleiter-Tiere wie Vögel, die Spieler unterstützen

Zusätzlich zu den klassischen Shooter-Mechaniken verspricht Highguard Titanfall-typisches Wall-Running, das Durchbrechen von Wänden für neue Wege und intensive Nahkampf-Fähigkeiten. Einige Wardens können sogar Herzen aus Gegnern herausreißen. Das Spiel setzt vollständig auf teambasierte PvP-Raids ohne Solo-Extraction-Modi, wodurch Squad-Strategien im Mittelpunkt stehen.

Technische Details und Plattformen

Highguard erscheint am 26. Januar 2026 für PC (via Steam), PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Das Spiel wird vollständig Free-to-Play sein und unterstützt Cross-Play sowie Cross-Progression über alle Plattformen hinweg.

Für PC-Spieler gibt es eine technische Besonderheit: Steam weist darauf hin, dass Secure Boot und TPM 2.0 aktiviert sein müssen, um das Spiel oder Teile davon spielen zu können.

Community-Reaktionen: Der Vergleich mit Concord

Die Ankündigung von Highguard als finales Highlight der Game Awards 2025 löste kontroverse Reaktionen aus. Das Like-to-Dislike-Verhältnis des Reveal-Trailers auf YouTube spricht Bände: Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung standen über 500 Dislikes nur etwa 150 Likes gegenüber.

Besonders schmerzhaft für das Entwicklerteam: Der häufige Vergleich mit Sonys Mega-Flop Concord. Der Hero-Shooter war 2024 nach nur zwei Wochen vom Markt genommen worden – ein beispielloses Desaster in der Gaming-Geschichte. Kommentare wie „Concord 2 ist da“ oder „Wir bekommen Concord 2 vor GTA 6“ dominieren die Diskussionen in Foren wie ResetEra und NeoGAF.

Kritik gab es vor allem an drei Punkten:

  1. Die Platzierung: Viele Fans hatten große Hoffnungen in das finale Announcement gesetzt. Gerüchte über Titanfall 3, Half-Life 3 oder andere legendäre Franchises machten die Runde. Ein neuer Hero-Shooter wirkte im Vergleich enttäuschend.
  2. Der übersättigte Markt: Mit Overwatch, Marvel Rivals, Valorant, Apex Legends und unzähligen weiteren Hero-Shootern scheint der Markt übersättigt. Viele Spieler fragen sich, ob die Welt wirklich noch einen weiteren Genrevertreter braucht.
  3. Das generische Design: Einige Nutzer bemängelten, dass die Charakterdesigns und Fähigkeiten wenig originell wirken und zu stark an etablierte Spiele erinnern.

Gibt es auch positive Stimmen?

Trotz der harschen Kritik gibt es durchaus auch Verteidiger des Spiels. Viele Nutzer betonen die Qualität des Entwicklerteams: „Titanfall 2 und Apex Legends gehören zu den besten Shootern des letzten Jahrzehnts. Ich bin sehr gespannt auf ein neues Spiel von einem Großteil der Leute, die diese Titel geschaffen haben“, schreibt ein User auf ResetEra.

Andere heben das ungewöhnliche Setting hervor. Die Kombination aus Fantasy-Elementen wie Pferden und Magie mit Science-Fiction-Waffendesign könnte Highguard von der Masse abheben. Der mythologische Ansatz unterscheidet das Spiel zumindest optisch von den meisten Konkurrenten im Genre.

Ein weiterer Vorteil: Der kurze Zeitraum bis zum Release. Während viele Game-Awards-Ankündigungen Jahre auf sich warten lassen, können interessierte Spieler Highguard bereits in sechs Wochen selbst ausprobieren. Da das Spiel kostenlos ist, fällt die Hemmschwelle zum Testen gering aus.

Kann Highguard das Schicksal von Concord vermeiden?

Die entscheidende Frage lautet: Hat Highguard eine Chance, sich im überfüllten Hero-Shooter-Markt zu behaupten? Einige Faktoren sprechen dafür:

Pro Highguard:

  • Erfahrenes Entwicklerteam mit nachweislicher Shooter-Expertise
  • Free-to-Play-Modell senkt die Einstiegshürde deutlich
  • Cross-Play und Cross-Progression ermöglichen eine größere Spielerbasis
  • Ungewöhnliches Fantasy-Science-Fiction-Setting könnte für Abwechslung sorgen
  • Kurze Wartezeit bis zum Release ermöglicht schnelles Feedback

Contra Highguard:

  • Extrem übersättigter Markt mit etablierten Platzhirschen
  • Erste Reaktionen der Community sind überwiegend negativ
  • Gameplay wirkt auf viele zu generisch und wenig innovativ
  • Der Schatten von Concord ist lang – Skepsis gegenüber neuen Hero-Shootern ist hoch

Die Entwickler zeigen sich optimistisch. Sie betonen, dass der Trailer nur einen kleinen Ausschnitt des Spiels zeige und versprechen, in den kommenden Wochen bis zum Release weitere Details zu enthüllen. Das Studio plant, kontinuierlich neue Informationen, Gameplay-Videos und möglicherweise Beta-Phasen zu veröffentlichen.

Was kommt als Nächstes?

In den nächsten Wochen können Spieler mit folgenden Informationen rechnen:

  • Detaillierte Gameplay-Vorstellungen einzelner Wardens
  • Erklärungen der verschiedenen Spielmodi
  • Möglicherweise eine Closed oder Open Beta vor dem offiziellen Launch
  • Informationen zum Monetarisierungsmodell (Skins, Battle Pass, etc.)

Die Steam-Seite ist bereits live und Interessierte können das Spiel auf ihre Wunschliste setzen. Ob Highguard das Zeug zum nächsten großen Multiplayer-Hit hat oder in die Fußstapfen von Concord tritt, wird sich spätestens am 26. Januar 2026 zeigen.

Fazit

Highguard steht vor einer gewaltigen Herausforderung. Das Spiel stammt zwar von einem hochkarätigen Entwicklerteam mit beeindruckender Erfolgsbilanz, muss sich aber in einem übersättigten Markt gegen etablierte Konkurrenz beweisen. Die ersten Community-Reaktionen fallen gemischt bis negativ aus, was teilweise auch an den überhöhten Erwartungen für das finale Game-Awards-Announcement liegt.

Das Free-to-Play-Modell und der kurze Zeitraum bis zum Release sind klare Vorteile – jeder kann das Spiel ohne finanzielles Risiko ausprobieren. Das ungewöhnliche Fantasy-Science-Fiction-Setting und Features wie das Kämpfen auf Pferden könnten für die nötige Abwechslung sorgen.

Ob Highguard zum Erfolg wird oder scheitert, hängt letztlich von der Qualität des finalen Produkts ab. Die Shooter-Expertise des Teams gibt Grund zur Hoffnung, dass zumindest das Gameplay solide sein wird. Ob das ausreicht, um sich langfristig gegen Giganten wie Overwatch, Valorant und Marvel Rivals durchzusetzen, bleibt abzuwarten.

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