Dem Hacker NTdev ist es gelungen, eine selbstgebaute Miniversion von Windows 11, Tiny11, komplett im Vram einer Grafikkarte laufen zu lassen. Bei dem leichtgewichtigen Betriebssystem handelt es sich um eine Windows 11-Version ohne Ballast, die für Geräte mit geringem Speicherbedarf gedacht ist.
Der Entwickler NTdev veröffentlichte Anfang des Jahres Tiny11, eine leichtgewichtige Version von Microsofts neuestem Betriebssystem, aus der so viele Funktionen wie möglich entfernt wurden, damit das Betriebssystem auch auf Geräten mit geringen Ressourcen wie Arbeitsspeicher und Speicherplatz läuft. Seitdem haben Hacker versucht, Tiny11 auf verschiedenen Geräten auszuführen. Zuvor war es ihnen beispielsweise gelungen, das Betriebssystem vollständig im Arbeitsspeicher laufen zu lassen, wo es nur 200 MB Speicher benötigte. Jetzt ist es dem Hersteller gelungen, Tiny11 sogar im virtuellen Speicher laufen zu lassen.
Der Hersteller verwendete GpuRamDrive, ein Open-Source-Tool, das es ermöglicht, ein virtuelles Laufwerk im Grafikkartenspeicher zu erstellen. Damit gelang es dem Entwickler, das gesamte Betriebssystem in den Vram einer Nvidia GeForce RTX 3050 zu packen. Diese hat 4 GB virtuellen Speicher. Das ist mehr als Tiny11 braucht; nur 2 GB Speicher sind nötig, damit das Betriebssystem richtig läuft. NTdev hat eine VM mit 3550 MB erstellt, um das Betriebssystem auszuführen. Die Hersteller geben in einem Video an, dass sie sequentielle Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von 1960 MB/s und 2497 MB/s erreicht haben.