Am 19. Mai 2026 erscheint Forza Horizon 6 für Xbox Series X|S und PC – und Besitzer der Premium Edition dürfen seit dem 15. Mai bereits im Early Access durch Japan cruisen. Doch bevor ihr euch hinter das virtuelle Steuer setzt, solltet ihr einen genauen Blick auf die offiziellen PC-Systemanforderungen werfen. Denn wer das Rennspiel von Playground Games in voller Pracht mit Raytracing erleben möchte, braucht ziemlich potente Hardware – inklusive 32 GiB RAM und einer aktuellen GPU.
Forza Horizon 6: Die Systemanforderungen im Detail
Playground Games hat die Systemanforderungen für den sechsten Horizon-Teil in vier Stufen unterteilt: Minimum, Empfohlen, Extrem und Extrem RT. Über alle Stufen hinweg wird mindestens Windows 10 oder Windows 11 (Version 22H2 oder neuer) vorausgesetzt. Außerdem ist eine SSD Pflicht – bei den höheren Presets sogar eine NVMe-SSD. Wer versucht, das Spiel auf einer herkömmlichen HDD zu installieren, muss mit massiven Mikrorucklern und Streaming-Problemen rechnen, da die dichte Japan-Karte Texturen und Assets in hohem Tempo nachladen muss.

Minimum (1080p, Niedrig, 60 FPS)
| Komponente | Anforderung |
|---|---|
| Prozessor | Intel Core i5-8400 oder AMD Ryzen 5 1600 |
| Grafikkarte | Nvidia GeForce GTX 1650, AMD Radeon RX 6500 XT oder Intel Arc A380 |
| Arbeitsspeicher | 16 GiB RAM |
| Speicherplatz | SSD erforderlich |
| Betriebssystem | Windows 10 / 11 (22H2+) |
Der Einstieg ist fair: Selbst ältere Mittelklasse-Hardware genügt, um Forza Horizon 6 in 1080p mit niedrigen Einstellungen zum Laufen zu bringen. Auch Intel-Arc-Grafikkarten werden ab der A380 offiziell unterstützt – ein Zeichen dafür, dass Playground Games alle drei GPU-Hersteller im Blick hat.
Empfohlen (1440p, Hoch, 60+ FPS)
| Komponente | Anforderung |
|---|---|
| Prozessor | Intel Core i5-12400F oder AMD Ryzen 5 5600X |
| Grafikkarte | Nvidia GeForce RTX 3060 Ti, AMD Radeon RX 6700 XT oder Intel Arc A580 |
| Arbeitsspeicher | 16 GiB RAM |
| Speicherplatz | SSD erforderlich |
| Betriebssystem | Windows 10 / 11 (22H2+) |
Die empfohlene Stufe zielt auf 1440p bei hohen Grafikeinstellungen ab – für die meisten PC-Spieler dürfte das der Sweet Spot zwischen Optik und Performance sein. Auch hier bleibt es noch bei 16 GiB RAM, was die Einstiegshürde vergleichsweise niedrig hält.
Extrem (4K, Extrem, 60+ FPS)
| Komponente | Anforderung |
|---|---|
| Prozessor | Intel Core i7-12700K oder AMD Ryzen 7 7700X |
| Grafikkarte | Nvidia GeForce RTX 4070 Ti oder AMD Radeon RX 7900 XT |
| Arbeitsspeicher | 24 GiB RAM |
| Speicherplatz | NVMe-SSD erforderlich |
| Betriebssystem | Windows 10 / 11 (22H2+) |
Wer Forza Horizon 6 in nativer 4K-Auflösung mit extremen Einstellungen genießen möchte, muss deutlich aufrüsten. 24 GiB RAM sind mittlerweile keine Seltenheit, aber angesichts der aktuellen Speicherpreiskrise – Gartner prognostiziert einen Anstieg der DRAM-Preise um bis zu 130 Prozent bis Ende 2026 – durchaus eine Investition, die wehtun kann. Auf GPU-Seite reichen Karten der vorletzten Generation, aber eine RTX 4070 Ti oder RX 7900 XT sind kein Schnäppchen.
Extrem RT (4K upscaled, Extrem + Raytracing, 60+ FPS)
| Komponente | Anforderung |
|---|---|
| Prozessor | Intel Core i7-12700K oder AMD Ryzen 7 7700X |
| Grafikkarte | Nvidia GeForce RTX 5070 Ti oder AMD Radeon RX 9070 XT |
| Arbeitsspeicher | 32 GiB RAM |
| Speicherplatz | NVMe-SSD erforderlich |
| Betriebssystem | Windows 10 / 11 (22H2+) |
Die Königsklasse: Volles Raytracing mit RT-Reflexionen und Ray Traced Global Illumination (RTGI) bei hochskalierter 4K-Auflösung. Hier sind die aktuellsten GPU-Generationen gefragt, und 32 GiB RAM sind Pflicht. Anders als beim Vorgänger Forza Horizon 5, bei dem Raytracing nur im Fotomodus verfügbar war, berechnet der sechste Teil RT-Effekte im gesamten Spielverlauf – ein enormer Leistungshungerzuwachs.
Unterstützte PC-Features und Grafiktechnologien

Forza Horizon 6 bietet auf dem PC ein umfangreiches Paket an Grafiktechnologien und Komfort-Features:
- Upscaling: Nvidia DLSS 4, AMD FSR 3 und 4 sowie Intel XeSS 2.1
- Raytracing: RT-Reflexionen und Ray Traced Global Illumination (RTGI)
- Frameraten: Hohe, unbegrenzte Frameraten
- Monitore: Ultrawide-Support
- Eingabe: Controller- und Lenkrad-Unterstützung mit bis zu 540° Lenkraddrehung
- Handhelds: Offizieller Support für Steam Deck und Xbox ROG Ally
- Benchmark: Integrierter Benchmark-Modus
Besonders praktisch: Grafikeinstellungen lassen sich ändern, ohne das Spiel neu starten zu müssen. Live-Vorschauen zeigen die visuellen Unterschiede direkt an, und der verwendete Grafik- sowie Systemspeicher wird in Echtzeit angezeigt. Playground Games hat zudem bestätigt, dass das Spiel dank einer neuen Technologie namens Advanced Shader Delivery in nur rund 4 Sekunden statt der zuvor üblichen 90 Sekunden laden soll.
Downloadgröße: Macht Platz auf der SSD
Forza Horizon 6 ist kein leichtgewichtiger Download. Laut den offiziellen Store-Einträgen benötigt die PC-Version rund 157 GB Speicherplatz, auf der Xbox Series X|S sind es circa 145 GB. Im Vergleich: Forza Horizon 5 startete 2021 mit rund 110 GB und wuchs erst durch Updates und Erweiterungen auf über 170 GB. Der Nachfolger erreicht diese Dimensionen bereits zum Launch.
Der Grund für den gewaltigen Platzbedarf liegt in der dichtesten und größten Spielwelt der Seriengeschichte. Die Japan-Karte umfasst über 670 Straßen und erstreckt sich von den Neonlichtern Tokios über verschneite Bergpässe in den japanischen Alpen bis hin zu ländlichen Reisfeldern. Allein Tokio ist laut Playground Games fünfmal größer als Guanajuato in Forza Horizon 5. Dazu kommen über 550 Fahrzeuge mit extrem detaillierten Modellen – ein Rekord für die Serie.
Japan als Setting: Was Spieler erwartet

Forza Horizon 6 entführt Spieler erstmals nach Japan – ein Setting, das die Community seit dem Serienstart im Jahr 2012 gefordert hat. Die Ankündigung erfolgte auf der Tokyo Game Show 2025, gefolgt von einer ausführlichen Gameplay-Präsentation beim Xbox Developer Direct im Januar 2026.
Die Spielwelt gliedert sich in sieben große Regionen und 74 Bezirke. Erstmals in der Serie startet die Karte vollständig verdeckt – ein Fog-of-War-System sorgt dafür, dass Spieler die Welt Stück für Stück aufdecken müssen. Tokio ist dabei das Herzstück: Vier Stadtbezirke mit Shibuya Crossing, der Ginko Avenue, dem Tokyo Tower, Hafenanlagen und Industriegebieten bilden die ambitionierteste Stadtlandschaft, die Playground Games je erschaffen hat. Die erhöhten Straßennetze wurden mithilfe einer Technologie entwickelt, die ursprünglich für die Hot-Wheels-Erweiterung von Forza Horizon 5 entstand.
Auch erzählerisch geht Forza Horizon 6 neue Wege: Statt als etablierter Rennprofi startet man als Tourist, der sich seinen Platz beim Horizon Festival erst verdienen muss. Neue Features wie das Collection Journal – inspiriert von der japanischen Stempel-Tradition – belohnen Erkundung, während offizielle Car Meets an Orten wie der legendären Daikoku-Parkfläche die japanische Autokultur zelebrieren. Weitere Neuerungen umfassen anpassbare Garagen, ein frei bebaubares Bergtal-Anwesen („The Estate“) und den kooperativen Streckeneditor CoLab.
Einschätzung: Lohnt sich ein Hardware-Upgrade?
Die Minimum- und Empfohlen-Stufen sind für die meisten Spieler mit halbwegs aktueller Hardware gut erreichbar. Wer jedoch in 4K mit Raytracing spielen möchte, blickt auf eine Investition, die schnell über 500 Euro allein für die Grafikkarte hinausgehen kann – die RTX 5070 Ti und die RX 9070 XT gehören zur aktuellen Oberklasse.
Besonders der Sprung auf 32 GiB RAM dürfte viele Spieler treffen. In Zeiten steigender DRAM-Preise ist das kein triviales Upgrade. Wer allerdings bereits eine solide Mittelklasse-Konfiguration mit 16 GiB RAM und einer RTX 3060 Ti besitzt, kann Forza Horizon 6 in 1440p mit hohen Einstellungen komfortabel genießen – und das ist für die meisten Spieler wohl der sinnvollste Kompromiss.