Elden Ring Tarnished Edition Switch 2: Preis, Inhalte & Release

Die Vorbestellungen für Elden Ring: Tarnished Edition auf der Nintendo Switch 2 sind jetzt bei Amazon live. Doch zwei Aspekte trüben die Vorfreude: ein voraussichtlicher Preis von rund 80 Euro und die Veröffentlichung als Game-Key Card statt als vollwertige physische Cartridge. Einen konkreten Release-Termin gibt es bislang nicht – das bei Amazon gelistete Datum vom 31. Dezember 2026 ist lediglich ein Platzhalter.

Was steckt in der Tarnished Edition?

Die Tarnished Edition ist weit mehr als ein einfacher Port. Das Paket enthält das komplette Basisspiel Elden Ring, die umfangreiche Erweiterung Shadow of the Erdtree sowie exklusive neue Inhalte. Dazu gehören zwei neue Startklassen: der „Knight of Ides“, eine agile Klasse mit mittlerer Rüstung, und der „Heavy Knight“, ein schwer gepanzerter Tank mit Großschwert. Zusätzlich erwarten Spieler neue Waffen, Rüstungen, Kampftechniken sowie erstmals Anpassungsmöglichkeiten für Reittier Sturmwind (Torrent). FromSoftware hat bereits bestätigt, dass die neuen Inhalte nach dem Switch-2-Launch auch als „Tarnished Pack“ für PS5, Xbox Series X/S und PC erscheinen werden – ob kostenlos oder kostenpflichtig, ist noch unklar.

Rund 80 Euro: Ist der Preis gerechtfertigt?

Auf den ersten Blick wirken die erwarteten 80 Euro für einen Switch-2-Port extrem hoch – manche Quellen rechnen sogar mit bis zu 90 Euro für die physische Version, ähnlich wie bei Mario Kart World. Zum Vergleich: Andere große Third-Party-Portierungen wie Hogwarts Legacy, Star Wars Outlaws oder Assassin's Creed Shadows kosten jeweils rund 60 Euro auf der Switch 2. Allerdings beinhalten diese Titel keine DLC-Erweiterung. Auf anderen Plattformen kostet das Bundle aus Elden Ring und Shadow of the Erdtree ebenfalls rund 80 Euro. Inhaltlich ist der Preis also durchaus vergleichbar – zumal die Tarnished Edition noch die exklusiven neuen Inhalte obendrauf legt.

Dennoch bleibt ein bitterer Beigeschmack: Die Cyberpunk 2077: Ultimate Edition inklusive Phantom Liberty kostet auf der Switch 2 nur rund 70 Euro und bietet ein ähnlich umfangreiches Gesamtpaket. Ein offizieller Euro-Preis im deutschen Nintendo eShop ist bisher nicht bestätigt. In der Schweiz wird das Spiel bereits für 79,90 CHF gelistet.

Game-Key Card statt echte Cartridge

Der zweite Kritikpunkt betrifft das Veröffentlichungsformat. Elden Ring: Tarnished Edition erscheint als sogenannte Game-Key Card. Das bedeutet: Die physische Karte enthält keinerlei Spieldaten, sondern fungiert lediglich als Schlüssel, der den vollständigen Download des Spiels über den Nintendo eShop freischaltet. Spieler müssen also trotz Kauf einer physischen Version das gesamte Spiel herunterladen – bei geschätzten 75 GB eine beträchtliche Datenmenge.

Interessant ist dabei ein Detail: Eine reguläre Switch-2-Cartridge bietet 64 GB Speicherplatz. Da die Switch 2 zudem eine effiziente Datenkomprimierung nutzt, läge eine realistische Schätzung für Elden Ring bei etwa 40 bis 50 GB – theoretisch also durchaus auf eine Cartridge passend. Fans vermuten daher, dass die Entscheidung für die Game-Key Card eher aus Kostengründen seitens des Publishers gefallen ist.

Für Sammler und Spieler mit begrenztem Speicherplatz ist das ein klarer Nachteil gegenüber einer klassischen Cartridge. Der einzige Vorteil der Game-Key Card: Sie kann auf mehreren Geräten genutzt und ohne Einschränkungen weiterverkauft werden, da die Lizenz nicht an einen Account gebunden ist. Elden Ring reiht sich damit in eine wachsende Liste von Switch-2-Titeln ein, die als Game-Key Card erscheinen – darunter auch Assassin's Creed Shadows, Final Fantasy 7 Rebirth, Dragon Ball: Sparking! Zero, Hogwarts Legacy und viele weitere.

Performance: Deutliche Verbesserungen seit der Gamescom

Die Verschiebung der Tarnished Edition von Herbst 2025 ins Jahr 2026 kam nicht überraschend. Auf der Gamescom 2025 zeigten sich massive technische Probleme: Die Framerate sank in belebten Szenen auf bis zu 15 FPS, und Bandai Namco untersagte Besuchern sogar, Gameplay-Material aufzuzeichnen. FromSoftware gab als Grund für die Verzögerung „notwendige Performance-Anpassungen“ an.

Die gute Nachricht: Auf der GDC 2026 im März präsentierte Bandai Namco einen deutlich verbesserten Build. In einer 15-minütigen Demo, die sowohl im Handheld- als auch im Docked-Modus spielbar war, zeigte sich das Spiel in wesentlich besserem Zustand. Mehrere Fachmedien berichteten übereinstimmend von einer stabilen Framerate im Bereich von 30 bis 40 FPS. Laut RPG Site erreichte die Auflösung im Handheld-Modus nahezu natives 1080p. Dass Bandai Namco erstmals erlaubte, Handheld-Gameplay aufzuzeichnen – wenn auch nur über die Schulter – zeigt gewachsenes Vertrauen in den Optimierungsfortschritt. Die Demo beschränkte sich allerdings auf die frühen Abschnitte von Limgrave und den Margit-Bosskampf. Wie das Spiel in grafisch anspruchsvolleren Gebieten performt, bleibt abzuwarten.

Kein Release-Datum – aber Zeichen stehen auf baldige Ankündigung

Trotz der offenen Vorbestellungen gibt es weder von Nintendo noch von FromSoftware oder Bandai Namco ein offizielles Release-Datum. Dass Amazon die Vorbestellungen bereits freigeschaltet hat, wird in der Branche jedoch als starkes Signal gewertet, dass eine Terminankündigung unmittelbar bevorstehen könnte. Die Tarnished Edition soll weiterhin 2026 erscheinen.

Parallel arbeitet FromSoftware an „The Duskbloods“, einem exklusiven Switch-2-Titel, der ebenfalls 2026 erscheinen soll. Die Fortschritte bei der Elden-Ring-Portierung könnten auch als Indikator für den technischen Stand dieses Projekts dienen – wobei The Duskbloods als exklusiver Titel von Grund auf für die Switch 2 entwickelt wird und daher potenziell deutlich bessere Performance bieten dürfte.

Hintergrund: Ein preisgekröntes Meisterwerk

Elden Ring wurde im Februar 2022 für PS4, PS5, PC, Xbox One und Xbox Series X/S veröffentlicht und erntete universelle Anerkennung. Das Action-Rollenspiel, entstanden aus einer Zusammenarbeit zwischen FromSoftware-Mastermind Hidetaka Miyazaki und Fantasy-Autor George R.R. Martin, hält auf OpenCritic einen Top-Kritiker-Schnitt von 95. Die 2024 erschienene Erweiterung Shadow of the Erdtree steht dem mit einem Schnitt von 94 kaum nach. Weltweit hat sich Elden Ring über 28 Millionen Mal verkauft und gilt vielen als eines der besten Spiele des Jahrzehnts.

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