Der Superhelden-Hit Dispatch hatte Trophy-Jäger wochenlang in die Verzweiflung getrieben: Das Achievement „H4ck3d by R0b3rt“ ließ sich trotz fehlerfreiem Spielen nicht freischalten. Damit blieb auch die begehrte Platin-Trophäe außer Reichweite. Mit dem jüngsten Patch hat AdHoc Studio das Problem nun behoben.
0% Freischaltrate trotz perfekter Runs
Seit dem Release von Dispatch am 22. Oktober 2025 meldeten Spieler auf Reddit, in Steam-Foren und bei PSNProfiles das gleiche Problem: Die Trophäe „H4ck3d by R0b3rt“, die das erfolgreiche Absolvieren aller Hacking-Segmente ohne Fehlversuch verlangt, wurde schlichtweg nicht vergeben. Sowohl auf Steam als auch auf PS5 zeigte die Statistik eine Freischaltrate von 0% – ein klares Indiz für einen Bug und nicht für mangelnde Spielerfähigkeiten.
Die Anforderungen der Trophäe waren dabei durchaus anspruchsvoll aber machbar: Spieler mussten alle 28 Hacking-Level im Spiel erfolgreich abschließen, ohne ein einziges Mal zu scheitern. Unklar blieb lange, ob auch optionale Hacking-Segmente zählen, etwa die versteckte Mission zur Rettung von Flambae. Doch selbst Spieler, die jeden erdenklichen Ansatz ausprobierten, gingen leer aus.
Patch 1.0.16338 bringt die Lösung
Am 17. November 2025 veröffentlichte AdHoc Studio Patch 1.0.16338, der das Problem offiziell behebt. Die Patch-Notes listen den „Fix for H4ck3d by R0b3rt achievement unlock“ an erster Stelle. Zusätzlich wurden weitere Probleme beseitigt:
Das Update adressiert Szenarien in Episode 8, die nach der Helden-Zuweisung nicht mehr fortschritten. Ebenso behebt es einen Fehler, bei dem Helden nach Aktivierung von Malévolas „Portal Ritual“-Fähigkeit nicht zurückkehrten. Auch Probleme mit der „Phoenix Up“-Wiederbelebung in Episode 8 wurden gelöst. Darüber hinaus enthält der Patch Verbesserungen bei Lokalisierung und Analyse sowie kleinere Korrekturen bei Audio, Sprachausgabe und Helden-Artwork.
Was Trophy-Jäger jetzt tun sollten
Spieler, die bereits alle anderen 35 Trophäen freigeschaltet haben, müssen Dispatch noch einmal durchspielen und alle Hacking-Segmente ohne Fehlschlag absolvieren. Das bedeutet einen kompletten Durchlauf, bei dem kein einziges Hacking-Minispiel misslingt – inklusive der optionalen Segmente.
Bei einer Spielzeit von etwa 8-10 Stunden für alle acht Episoden hält sich der Aufwand jedoch in Grenzen. Angesichts der positiven Rezensionen und der fesselnden Story um Robert Robertson – gesprochen von Aaron Paul – dürfte ein zweiter Durchgang für viele Fans ohnehin willkommen sein.
Dispatch: Ein Überraschungserfolg mit Starbesetzung
Der Trophy-Bug konnte dem kommerziellen Erfolg von Dispatch keinen Abbruch tun. Das Spiel verkaufte sich innerhalb der ersten zehn Tage über eine Million Mal und erreichte beim Finale am 12. November einen Peak von 220.060 gleichzeitigen Spielern auf Steam. Laut AdHoc Studio wird das ursprüngliche Drei-Jahres-Verkaufsziel voraussichtlich bereits nach drei Monaten erreicht.
Das von ehemaligen Telltale-Entwicklern gegründete Studio hatte mit Tales from the Borderlands und The Wolf Among Us bereits Erfahrung mit episodischen Spielen gesammelt. Die Starbesetzung mit Aaron Paul, Jeffrey Wright, Laura Bailey, Travis Willingham und Matthew Mercer sowie Content Creators wie Jacksepticeye und Alanah Pearce hat ebenfalls zum Erfolg beigetragen.
Hoffnung auf Season 2
Mit dem gefixten Trophy-Bug können Spieler nun endlich alle 36 Achievements freischalten. Der Erfolg des Spiels macht eine zweite Staffel wahrscheinlich – AdHoc Studio hat bereits eine Partnerschaft mit Critical Role angekündigt, die neben Merchandise auch ein Tabletop-Spiel und eine animierte Serie umfassen soll.
Für Fans, die auf die Platin-Trophäe aus sind, heißt es jetzt: Patch installieren, Dispatch neu starten und jeden einzelnen Hack meistern. Die Superhelden-Bürokomödie hat es verdient.