Disney, Warner Bros. und Sony zeigen sich mit der Ukraine solidarisch, indem sie vorerst keine neuen Filme in russischen Kinos zeigen. Dies schreibt die New York Times. Disney gab als erstes bekannt, dass das Studio aufgrund der „tragischen humanitären Krise in der Ukraine“ keine neuen Filme in Russland herausbringen wird. Der neue Pixar-Film Turning Red, der noch in diesem Monat in die Kinos kommt, wird daher in Russland nicht gezeigt werden.
Disney hat auch einen Disney Channel und Theaterproduktionen in dem Land. Ob sich der Boykott auch hierauf auswirken wird, ist nicht bekannt. Wir werden zukünftige Geschäftsentscheidungen auf der Grundlage der sich verändernden Situation treffen“, heißt es in der Erklärung von Disney. Das Studio fügte hinzu, dass es mit Partnerorganisationen zusammenarbeitet, um „dringende Hilfe und andere humanitäre Unterstützung für Flüchtlinge“ zu leisten.
Warner Bros. hatte zuvor angedeutet, dass sie immer noch beabsichtigen, The Batman in Russland zu veröffentlichen. Nach Angaben des Studios wurde die Marketingkampagne bereits vollständig umgesetzt, und die Kinos in Russland befinden sich nicht im Besitz der Regierung. Nachdem Disney gestern Abend angekündigt hatte, keine neuen Filme mehr zu veröffentlichen, änderte Warner Bros. seine Meinung. In einer Erklärung erklärt das Unternehmen, dass es die Situation weiterhin beobachten wird.
Auch Sony schließt sich den beiden anderen Studios an. Auch der Marvel-Film Morbius, der im April in die Kinos kommt, wird in Russland nicht gezeigt werden.
Dauer des Boykotts
Wie lange dieser Boykott andauern wird, ist noch nicht klar. In Anbetracht der monatelangen Vorbereitungen, die einem Kinostart vorausgehen, ist es wahrscheinlich, dass Filme, die in den kommenden Monaten veröffentlicht werden, auch nicht in Russland gezeigt werden.