Wenn man sich die Hardware der PlayStation 5 und der Xbox Series X anschaut, dann können beide in etwa das Gleiche, aber sie sind sicherlich nicht identisch miteinander. Bisher hat das bei plattformübergreifenden Spielen keine großen Unterschiede ergeben, aber das könnte sich in Zukunft durchaus ändern.
Tadas Migauskas ist der Spieldesigner und Produzent von Caverns of Mars: Recharged und hat kürzlich mit beiden Konsolen gearbeitet. Auch er ist der Meinung, dass es kaum Unterschiede zwischen den GPUs der Konsolen gibt, dass aber große Studios mit maßgeschneiderten Spiel-Engines diesen Unterschied sozusagen noch vergrößern werden. Er erklärt:
„Man kann einen allgemeinen Trend bei Spielen für Konsolen früherer Generationen erkennen – es dauert ein paar Jahre und ein oder zwei Launch-Titel, bis die Entwickler die Fähigkeiten der Hardware erkennen und nutzen. In ein oder zwei Jahren, wenn neuere Rendering-Ansätze entwickelt werden, wird erwartet, dass mehr Rendering-Arbeit durch die GPU-Pipelines geschoben wird. Dann werden Entwickler mit mehr Ressourcen, vor allem AAA-Firmen, die eigene Engines verwenden, wahrscheinlich versuchen, die Unterschiede zwischen den Plattformen immer stärker zu berücksichtigen.“
Und da hat er sicherlich einen guten Punkt. Es fühlt sich auch ein bisschen so an, als hätte die „Next-Gen“ noch gar nicht richtig begonnen, da wir immer noch hauptsächlich etwas bessere Versionen von PS4- und Xbox One-Spielen auf der PS5 und Xbox Series X spielen. Es ist endlich an der Zeit, dass diese alten Konsolen den Dreh raus haben, dann könnten die Dinge in den kommenden Jahren wirklich interessant werden.