Diablo IV: Public Test Realm für Update 3.2.0 startete am 4. August

Blizzard startete gestern den öffentlichen Testrealm für Diablo IV. Das Update 3.2.0 bereitet das Spiel auf Saison 15 vor. Gleichzeitig bringt dieser Patch eine ganze Reihe spannender Neuerungen mit sich. Darunter sind das Wiedergeburtsfeature, neue Seelensplitter und massive Klassenanpassungen.

Der PTR läuft bis zum 11. August 2026 und steht allen PC-Spielern offen. Außerdem haben Abonnenten des Xbox Game Pass für PC ebenfalls Zugriff. Folglich lohnt es sich, die Testversion jetzt auszuprobieren und dem Team wertvolles Feedback zu schicken.

Was steckt im PTR von Diablo IV 3.2.0

Zunächst ist wichtig zu verstehen, was der PTR überhaupt ist. Dabei handelt es sich um eine separate Testversion von Diablo IV. Blizzard nutzt diesen Bereich, um neue Inhalte vor dem offiziellen Start zu testen. Infolgedessen kann die Community direkt auf Fehler und Balanceprobleme hinweisen.

Der aktuelle PTR enthält jedoch nicht alle Inhalte der kommenden Saison 15. Blizzard hält gezielt Überraschungen für die Hausmesse im September zurück. Dennoch sind die bereits testbaren Neuerungen äußerst umfangreich.

Nach welchen Kriterien lohnt sich ein Blick in den PTR? Der Test bietet sich besonders für folgende Spielertypen an:

  • Fans, die neue Mechaniken frühzeitig ausprobieren wollen
  • Spieler, die ihre Lieblingsklasse auf Balanceanpassungen prüfen möchten
  • Veteranen, die nostalgische Ausrüstungsgegenstände aus älteren Diablo-Teilen kennen

Ihr findet in diesem Artikel nicht nur eine Beschreibung aller Neuerungen. Zusätzlich erhaltet ihr eine Einschätzung, welche Änderungen sich langfristig auf das Spielgefühl auswirken werden.

So nehmt ihr am Diablo IV PTR teil

Die Teilnahme am öffentlichen Testrealm von Diablo IV ist unkompliziert. Dennoch müsst ihr einige Schritte beachten, bevor ihr loslegen könnt. Momentan steht der PTR ausschließlich für PC zur Verfügung. Zudem benötigt ihr entweder einen aktiven Blizzard-Account oder den Xbox Game Pass für PC.

So kommt ihr in den PTR:

  • Öffnet den Battle.net-Launcher auf eurem Computer
  • Wählt Diablo IV in eurer Spielebibliothek aus
  • Klickt auf das Auswahlmenü oberhalb der Startschaltfläche
  • Wählt dort die Option Öffentlicher Testrealm aus
  • Installiert den separaten Testclient und erstellt einen Testcharakter

Beachtet außerdem: Der PTR läuft nur bis zum 11. August 2026 um 19 Uhr. Danach schließt Blizzard den Testzeitraum wieder.

Die neuen Seelensplitter verändern das Ausrüstungssystem

Ein zentrales Highlight des Patches sind die sogenannten Seelensplitter. Diese neuen Gegenstände lassen sich in Ringe und Amulette einsetzen. Dabei folgen sie einem riskanten Prinzip aus Vor- und Nachteilen.

Beispielsweise steigert der Splitter der Lügen die Goldfindrate deutlich. Gleichzeitig erleidet euer Charakter jedoch dauerhaft mehr Schaden von Gegnern. Zudem lassen sich diese Splitter in der Horadrischen Post weiter aufwerten. Infolgedessen müssen Diablo IVSpieler ihre Ausrüstung nun noch sorgfältiger planen.

Die Seelensplitter existieren in fünf verschiedenen Seltenheitsstufen. Außerdem droppen sie von fast allen Bossgegnern in Sanktuario. Darüber hinaus könnt ihr sie durch das Zerlegen ungenutzter Unikate gewinnen.

Tabelle 1: Seltenheitsstufen der Seelensplitter in Diablo IV

Seltenheit Farbe Besonderheit
Gewöhnlich Weiß Basiswerte ohne Fluch
Magisch Blau Leichte Attributsboni
Selten Gelb Erhöhte Widerstände
Legendär Orange Starke Effekte mit geringem Malus
Einzigartig Braun Mächtige Kräfte mit schwerem Fluch

Besonders die einzigartigen Seelensplitter sorgen für Gesprächsstoff in der Community. Zwar bieten sie enorme Kräfte, allerdings fordern sie einen hohen Preis. Wer risikofreudig spielt, wird jedoch großen Spaß damit haben.

Zehn legendäre Unikate kehren nach Sanktuario zurück

Neben den Seelensplittern bringt Update 3.2.0 noch etwas Besonderes mit sich. Insgesamt zehn legendäre Gegenstände aus der Diablo-Seriengeschichte kehren zurück. Blizzard kündigte diese sogenannten Vermächtnisunikate bereits am 31. Juli 2026 an. Entsprechend groß war die Begeisterung unter langjährigen Diablo IVFans. Diese Gegenstände stammen aus den ersten drei Spielen der Reihe. Infolgedessen bieten sie komplett neue Möglichkeiten für die Charakteroptimierung.

Tabelle 2: Auswahl der Vermächtnisunikate in Diablo IV Update 3.2.0

Name Typ Ursprung
Stein von Jordan Ring Diablo II
Leorics Krone Helm Diablo III
Messerschmidts Räuber Axt Diablo II
Der Schmelzofen Streitkolben Diablo III
Nemesis-Armschienen Handschuhe Diablo III

Besonders Leorics Krone sorgt für Aufregung. Dieser Helm verstärkt den Effekt von eingesetzten Edelsteinen massiv. Zudem ist der Stein von Jordan ein echter Klassiker, den viele Veteranen aus Diablo II kennen. Daher ergeben sich mit diesen Gegenständen völlig neue Aufbauvarianten für alle Klassen.

Das Wiedergeburtsfeature kommt endlich nach Diablo IV

Seit dem Launch von Diablo IV forderten Spieler dieses Feature lautstark. Blizzard integriert die Wiedergeburt nun endlich in das System. Zuvor mussten Fans für jede neue Saison einen komplett neuen Charakter erstellen. Jetzt wählt ihr stattdessen einen bestehenden Helden aus dem ewigen Realm aus. Dieser wird anschließend direkt in die aktuelle Saison übertragen. Der Name und das Aussehen eures Charakters bleiben dabei vollständig erhalten. Allerdings startet die Spielfigur wieder bei Stufe eins.

Dennoch gehen wertvolle Fortschritte nicht verloren. Alle kosmetischen Freischaltungen wie Reittiere und Portale bleiben bestehen. Zudem verfolgt das Spiel nun die gesamte Spielzeit über alle Saisons hinweg. Beachtet jedoch einen wichtigen Hinweis: Vor der Umwandlung müsst ihr alle Ausrüstungsteile in eure Truhe legen. Andernfalls gehen diese Gegenstände bei der Wiedergeburt unwiederbringlich verloren. Infolgedessen spart das neue System erheblich Zeit bei der Charaktererstellung.

Starke Klassenanpassungen treffen besonders den Barbaren

Der PTR zeigt außerdem eine deutliche Verschiebung der Machtverhältnisse zwischen den Klassen. In der Vergangenheit dominierten Barbaren häufig das Metaspiel von Diablo IV. Blizzard greift hier nun konsequent durch. Die Skalierung der Kernattribute für den Barbaren sinkt spürbar. Hingegen erhalten fast alle anderen Klassen deutliche Stärkungen ihrer Grundwerte.

Pro und Kontra des Barbaaren-Nerfs:

Vorteile für die Spielbalance:

  • Andere Klassen werden endlich konkurrenzfähiger
  • Die Vielfalt der gespielten Builds im Metaspiel steigt
  • Barbar bleibt spielbar, verliert jedoch seine Dominanz

Nachteile für Barbarenspieler:

  • Viele bestehende Builds werden deutlich schwächer
  • Anpassungen am eigenen Charakter werden nötig sein

Insbesondere der Hexenmeister profitiert von massiven Schadensboni bei seinen Begleitern. Ebenso erhielt der Druide durch eine verbesserte Willenskraftskalierung einen deutlichen Schub. Zudem profitieren Totenbeschwörer, Zauberin und Paladin von verschiedenen Stärkungen.

Neue Weltevents und überarbeitetes Handwerk in Diablo IV

Neben all diesen Änderungen bringt Update 3.2.0 auch Neuerungen für die offene Spielwelt. Überfallangriffe können nun jederzeit in der Wildnis stattfinden. Dämonen lauern euch dabei in Büschen oder hinter Felsen auf. Dadurch wird die Reise durch Sanktuario deutlich gefährlicher und abwechslungsreicher.

Zusätzlich erscheinen neue Herausforderungsportale zufällig in der offenen Welt. Diese bieten kurze, aber extrem harte Kämpfe gegen Elitegegner. Wer diese Herausforderungen besteht, erhält seltene Handwerksmaterialien als Belohnung.

Außerdem überarbeitet Blizzard das Herstellungssystem für mythische Unikate grundlegend. Bisher waren viele Spieler von der hohen Zufallsrate frustriert. Nun können Spieler gezielt Kategorien für die Herstellung wählen. Beispielsweise lässt sich ein Rezept für einen Ring oder eine Einhandwaffe auswählen.

Das Ergebnis bleibt innerhalb dieser Kategorie zufällig, jedoch sinkt die Chance auf völlig nutzlose Gegenstände erheblich. Darüber hinaus führen die Entwickler mythische Zauber ein, die nun einen Bonus von dreißig Prozent auf ihre Effekte erhalten.

Diablo IV PTR lohnt sich jetzt für alle Spieler

Alles in allem bringt Update 3.2.0 eine Fülle an spannenden Neuerungen für Diablo IV. Das Wiedergeburtsfeature war längst überfällig und spart künftig viel Zeit. Gleichzeitig machen die Seelensplitter das Ausrüstungssystem deutlich taktischer. Zudem sorgen die zehn Vermächtnisunikate für echte Nostalgie bei Veteranen der Reihe.

Wer den PTR noch nicht ausprobiert hat, sollte das bis zum 11. August unbedingt nachholen. Nur so könnt ihr dem Entwicklerteam wertvolles Feedback geben und die finale Version des Patches mitgestalten. Daher lohnt sich der Blick in den Testrealm für alle Diablo IV Spieler.

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