Nur noch wenige Wochen trennen uns vom Release von Diablo 4: Lord of Hatred, und Blizzard dreht die Hype-Maschine auf Hochtouren. Im Rahmen der IGN-First-Kampagne wurden knapp 12 Minuten Gameplay aus dem Intro der neuen Erweiterung veröffentlicht – und die haben es in sich. Neue Gegnertypen, atmosphärisches Storytelling, ein erster Bosskampf und die Spielweise des Paladins stehen im Mittelpunkt des Videos, das eindrucksvoll zeigt, wohin die Reise am 28. April 2026 geht.
Mephisto wandelt als falscher Prophet durch Sanktuario
Wer Vessel of Hatred abgeschlossen hat, kennt den dramatischen Cliffhanger: Mephisto, das Große Übel des Hasses, hat sich befreit und wandelt nun in der Gestalt von Akarat – dem heiligen Propheten der Zakarum-Kirche – durch Sanktuario. Seine Tarnung ist perfekt: Er vollbringt Wunder, heilt Kranke und gewinnt so die bedingungslose Loyalität seiner Anhänger. Nur ein kleiner innerer Zirkel kennt die wahre Natur des vermeintlichen Heiligen.
In Lord of Hatred macht sich „Akarat“ auf den Weg zur uralten Inselgruppe Skovos, dem Geburtsort der ersten Nephalem. Sein Ziel: die Teiche der Schöpfung zu korrumpieren und die gesamte Welt mit seinem Hass zu überfluten. Die Einsätze waren in Diablo 4 noch nie so hoch.
Das zeigt das Gameplay-Video
Die ersten 12 Minuten spielen sich in der Hawezar-Region ab, genauer gesagt in Backwater. Dort trifft der Wanderer auf seinen alten Gefährten Lorath Nahr, mit dem er ein Schiff in Richtung Skovos besteigt. Während der Überfahrt predigt ein Priester der Hand von Akarat von einem bevorstehenden Omen in Form einer Sonnenfinsternis – ein erstes Zeichen von Mephistos wachsendem Einfluss.
Das Gespräch zwischen Lorath und dem Wanderer über Mephistos Pläne wird abrupt unterbrochen, als derselbe Priester das Schiff angreift. Was folgt, ist ein intensiver Kampf gegen eine Reihe neuer Gegnertypen: Meereswesen, Wasser-Aberrationen, riesige Krabben und Seeschlangen bevölkern das überflutete Deck. Der Kampf führt vom Unterdeck zurück an die Oberfläche, wo ein spektakulärer Bosskampf wartet – die Hand von Akarat verwandelt sich, kurzzeitig von Mephisto selbst besessen, in eine grauenerregende Hateborn-Abscheulichkeit.
Skovos: Eine trügerisch schöne neue Region
Skovos ist kein typisch düsteres Diablo-Gebiet. Die Inselgruppe erinnert ästhetisch an Griechenland – mit monumentaler Architektur, gleißendem Licht und weitläufigen Landschaften. Doch genau dieser strahlende Schein täuscht: Unter der Oberfläche lauert Mephistos Korruption. Von vulkanischen Küsten im Westen über verwunschene Wälder im Osten bis hin zu versunkenen Landstrichen dazwischen bietet die Region eine beeindruckende Vielfalt. Skovos ist laut Spielerberichten rund 25 Prozent größer als Nahantu aus Vessel of Hatred und bringt neue Städte, Dungeons und Gegner mit.

In der Diablo-Lore hat Skovos eine besondere Bedeutung: Hier erschufen Lilith und Inarius einst die erste Zivilisation. Heute wird die Region von der Orakelkönigin und Amazonenkönigin Adreona regiert – eine Figur, die im kürzlich veröffentlichten Cinematic „The Queen and The Saint“ bereits eine zentrale Rolle spielt.
Mephisto als Meister der Manipulation
Was Mephisto von früheren Diablo-Antagonisten unterscheidet, ist seine Vorgehensweise. Der Herr des Hasses setzt nicht auf rohe Gewalt, sondern auf Täuschung und Manipulation. Im Cinematic „The Queen and The Saint“ gelingt es ihm, Lorath dazu zu bringen, Adreona zu töten – nur um sie anschließend in der Gestalt Akarats vor der versammelten Menge auf wundersame Weise wiederzubeleben. Ein perfider Schachzug, der seine Macht demonstriert und Loraths Glaubwürdigkeit untergräbt.
Spieler werden sich in Lord of Hatred nicht nur gegen Mephistos Hateborn-Kreaturen behaupten müssen, sondern auch gegen Heerscharen sterblicher Anhänger, die fest davon überzeugt sind, dem wiedergeborenen Hirten des Lichts zu folgen. Und zur Bekämpfung von Mephisto braucht es eine unerwartete Verbündete: Lilith selbst.
Zwei neue Klassen: Paladin und Warlock

Lord of Hatred erweitert das Roster um gleich zwei neue spielbare Klassen, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Der Paladin ist bereits jetzt für alle Vorbesteller spielbar und knüpft an sein legendäres Vorbild aus Diablo 2 an. Er kombiniert wuchtige Nahkampfangriffe mit heiliger Magie, Support-Auren und ikonischen Skills wie Blessed Hammer, Zeal und Heavenly Fury. Seine einzigartige Klassenmechanik ist das Eid-System, das verschiedene Spezialisierungen ermöglicht. Vier Archetypen stehen zur Wahl: der engelgleiche Ascendant, der aggressive Zealot, der zerstörerische Judicator und der defensive Juggernaut. Die Community hat den Paladin im Early Access äußerst positiv aufgenommen.
Der Warlock (Hexenmeister) wird erst zum Release am 28. April spielbar und bildet das dunkle Gegenstück zum Paladin. Blizzard bezeichnet ihn als die „Heavy Metal“-Klasse von Diablo 4 – geprägt von Ketten, Höllenfeuer und roher, destruktiver Magie. Der Warlock unterwirft Dämonen seinem Willen und nutzt die Mächte der Hölle gegen sie selbst. Seine Kernmechanik dreht sich um „Binden und Konsumieren“: Er nutzt zwei Ressourcen – Zorn und Dominanz – und beschwört Dämonen, die er entweder als Kampfgefährten einsetzt oder deren Essenz er für verheerende Fähigkeiten absorbiert. Drei Spezialisierungen stehen bereit: der nahkampforientierte Vanguard, der taktische Mastermind und der rituell geprägte Ritualist.
Massive Gameplay-Überarbeitungen für alle Spieler
Neben der neuen Story und den zwei Klassen bringt Lord of Hatred umfangreiche Systemänderungen mit, die teilweise auch ohne Kauf der Erweiterung für alle Spieler gelten:
| Feature | Details |
|---|---|
| Überarbeitete Skill Trees | Neue Skill-Varianten für alle acht Klassen, höheres Level-Cap |
| Loot-Filter | Neues System für gezieltes Farming bestimmter Gegenstände |
| Horadrim-Würfel | Das legendäre Crafting-Artefakt kehrt zurück und ermöglicht Transmutation |
| Talisman-System | Neue Ausrüstung mit Set-Boni für zusätzliche Build-Optionen |
| War Plans | Anpassbare Endgame-Progression – Spieler definieren ihren eigenen Weg |
| Echoing Hatred | Endloser Endgame-Modus mit unaufhörlichen Dämonenhorden |
| 12 Qualstufen | Neue Schwierigkeitsgrade für langfristige Herausforderungen |
| Loot-Überarbeitung | Auch Beute niedrigerer Qualität kann jetzt Große Affixe droppen |
| Angel-Minispiel | Entspannung zwischen den Dämonenkämpfen an den Gewässern von Sanktuario |
Besonders das überarbeitete Loot-System, das sich stärker an Diablo 2 orientiert, und die neuen Qualstufen, die frustrierende Klassen-Nerfs überflüssig machen sollen, kommen in der Community gut an.
Preise und Editionen
Lord of Hatred ist in drei Editionen erhältlich. Die Standard-Edition kostet 39,99 Euro und beinhaltet automatisch auch Vessel of Hatred – ein attraktives Angebot für Neueinsteiger, die bisher keine Erweiterung besitzen. Die Deluxe-Edition schlägt mit 59,99 Euro zu Buche, während die Ultimate-Edition 89,99 Euro kostet. Wer Vessel of Hatred bereits besitzt, erhält als Dankeschön das kostenlose „Herald of Hatred“-Bundle mit einem Begleiter, einer Reittier-Trophäe und einem exklusiven Emblem.
So geht es weiter
Mit Lord of Hatred steuert Diablo 4 auf den Höhepunkt des „Zeitalters des Hasses“ zu. Die Kombination aus einer Story, die Mephisto als manipulativen Meisterstrategen inszeniert, zwei diametral entgegengesetzten neuen Klassen und einer umfassenden Überarbeitung der Kernsysteme macht diese Erweiterung zum bisher ambitioniertesten Update des Action-RPGs. Ob der Hype berechtigt ist, erfahren wir spätestens am 28. April 2026, wenn Lord of Hatred für PC, PS5, PS4, Xbox Series X/S und Xbox One erscheint.
