Neue Klassen, ein neues Gebiet und überarbeitete Talentbäume warten auf dich. Blizzard hat mit Diablo 4: Lord of Hatred die zweite große Erweiterung für Diablo 4 veröffentlicht. Sie erschien am 28. April 2026 für PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One sowie Xbox Series X/S. Wir haben alle wichtigen Infos für dich zusammengestellt.
Was steckt in der Erweiterung?
Lord of Hatred bringt zwei komplett neue Klassen, eine riesige neue Region und grundlegende Systemänderungen mit. Außerdem kehrt mit Mephisto einer der bekanntesten Bösewichte der Reihe zurück. Zudem baut die Story direkt auf den Ereignissen der ersten Erweiterung auf.
Nach welchen Kriterien haben wir die Inhalte bewertet? Wir haben uns dabei auf folgende Punkte konzentriert:
- Alle Inhalte stammen aus bestätigten offiziellen Quellen von Blizzard.
- Wir haben nur Fakten aufgenommen, die sich zum Stand Juli 2026 verifizieren ließen.
- Unser Ziel war eine klare und verständliche Übersicht für alle Spieler.
Außerdem findest du zu jedem Thema nicht nur eine Beschreibung, sondern auch eine Einordnung, was sich dadurch konkret verändert hat.
Update vom 16. Juli 2026: Season 14 „Death Awakening“ läuft seit dem 3. Juli 2026 und erhält sehr positive Rückmeldungen aus der Community.
Mephisto kehrt zurück: Die Story von Lord of Hatred
Diablo 4: Lord of Hatred setzt die Handlung von Vessel of Hatred direkt fort. Im Zentrum steht der Kampf gegen Mephisto, den Herrn des Hasses. Dabei gibt es jedoch eine überraschende Wendung. Spieler gehen ein fragiles Bündnis mit Lilith ein, um ihren Vater Mephisto gemeinsam aufzuhalten.
Synchronsprecher Steve Blum, der Mephisto seine Stimme leiht, beschrieb die Rolle treffend: „Mephisto hat einiges zu sagen und er wird sich in der Hölle nicht an ein Skript halten. Es ist selten, dass jemand seine wahre Form so offen zeigt.“ Zudem suchen Spieler die Wurzeln des Hasses in einer völlig neuen Region, während Neyrelle mit dem Seelenstein weiterhin vermisst wird.
Zwei neue Klassen mit eigenen Spielstilen
Die Erweiterung bringt gleich zwei neue spielbare Klassen mit. Beide unterscheiden sich grundlegend voneinander und ergänzen das bestehende Angebot sinnvoll.
Der Paladin ist ein heiliger Krieger mit Schild, Hammer und Lichtmagie. Über 25 Jahre Seriengeschichte flossen dabei in mehr als 25 modernisierte Fähigkeiten ein. Bekannte Skills wie „Blessed Hammer“ und „Zeal“ sind zurück. Zusätzlich bietet das sogenannte Eid-System passive Boni, und die mächtige Arbiter-Form steht als Spezialfähigkeit bereit. Vorbesteller konnten den Paladin sogar noch vor dem offiziellen Launch freischalten, was zu einer starken Dominanz dieser Klasse führte.
Der Hexenmeister hingegen stammt aus den Reihen der Vizjerei. Er bindet Dämonen direkt an seinen Körper oder seine Waffen. Sein duales Ressourcensystem aus Zorn und Dominanz macht ihn zu einer anspruchsvollen, aber sehr belohnenden Klasse. Fachpublikationen lobten die Synergien beider neuer Klassen mit den überarbeiteten Systemen ausdrücklich.
Die Skovos-Inseln als neue Spielregion
Mit Lord of Hatred öffnet sich eine völlig neue Welt. Die Skovos-Inseln gelten als Wiege der ersten Zivilisation und sind die Heimat der Amazonen. Die Hauptstadt der Region heißt Temis und dient als zentrale Anlaufstelle.
Die Region ist dabei in verschiedene Bereiche unterteilt. Dazu gehören vulkanische Küsten, der sogenannte Flüsternde Wald sowie antike Ruinen der ersten Nephalem. Optisch und atmosphärisch bietet das Gebiet damit eine deutliche Abwechslung zu den bisherigen Schauplätzen von Diablo 4.
Neue Systeme und Verbesserungen im Überblick
Blizzard hat mit Lord of Hatred nicht nur Inhalte ergänzt, sondern auch bestehende Mechaniken grundlegend überarbeitet. Hier sind die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick:
| System | Änderung |
| Maximalstufe | Angehoben auf Stufe 70 |
| Horadrischer Würfel | Zurück als permanentes Handwerkswerkzeug im Menü |
| Talisman-Slot | Neuer Ausrüstungsplatz für Set-Boni |
| Loot-Filter | Konfigurierbarer Filter mit Update 3.0.0 eingeführt |
| Karten-Overlay | Transparente Karte zur besseren Navigation |
| Angelsystem | Neue Entspannungsaktivität mit eigenen Belohnungen |
Besonders das Angelsystem sorgte für Aufsehen. Als soziale Aktivität mit eigenen Bestenlisten und Handwerksressourcen bietet es eine willkommene Abwechslung zum intensiven Kampfgeschehen. Game Director Brent Gibson fasste das Ziel der Erweiterung so zusammen: „Lord of Hatred ist der bisher beste Ausdruck dessen, was Diablo 4 sein kann. Wir haben die Systeme so gestaltet, dass sie die Spielerfahrung grundlegend vertiefen.“
Überarbeitete Talentbäume für alle acht Klassen
Blizzard überarbeitete nicht nur die zwei neuen Klassen, sondern auch alle sechs bereits bestehenden. Die alten Schlüsselpassiven wurden dabei durch verzweigte Pfade ersetzt. Diese neuen Pfade bieten deutlich mehr Synergien mit dem Paragon-System. Dadurch entstehen ganz neue Möglichkeiten für individuelle Builds und Spielstile.
Außerdem wurde der Horadrische Würfel von einem reinen Questgegenstand zu einem dauerhaften Werkzeug im Spielmenü aufgewertet. Er erlaubt nun das Umwandeln von Materialien in seltene Essenzen sowie das Aufwerten von Talismanen. Das macht das Handwerkssystem insgesamt deutlich flexibler und zugänglicher.
Endgame mit Kriegsplänen und dem Echoing-Hatred-Modus
Für erfahrene Spieler bietet Lord of Hatred zwei besonders starke Endgame-Systeme. Das erste nennt sich „War Plans“ oder auf Deutsch: Kriegspläne. Damit lassen sich bis zu fünf Aktivitäten im Voraus planen und miteinander verknüpfen. Zum Beispiel können Helltides direkt mit Albtraum-Kerkern kombiniert werden. Durch gezielte Modifikatoren lässt sich dabei die Beute aktiv steuern, was Leerlaufzeiten fast vollständig eliminiert.
Der zweite große Endgame-Inhalt heißt „Echoing Hatred“. Dieser Wellenmodus fordert Spieler mit endlos eskalierenden Dämonengruppen heraus. Die Qualität der Beute skaliert dabei direkt mit der Anzahl überlebter Wellen. Bereits am 3. Juli 2026 passte Blizzard per Hotfix die Belohnungsstruktur in diesem Modus sowie die Drop-Raten für mythische Gegenstände an.
Season 14 „Death Awakening“ läuft seit dem 3. Juli 2026
Parallel zur Erweiterung startete am 3. Juli 2026 die vierzehnte Saison mit dem Titel „Death Awakening“. Das saisonale Thema dreht sich um Wiederauferstehung. Spieler können dabei temporäre Geisterverbündete beschwören und diese in ihre Builds integrieren. Erste Eindrücke aus der Community, die ab dem 11. Juli vorlagen, zeigten sehr positive Rückmeldungen zu den Synergien der neuen Klassen mit den Saisoninhalten.
Zudem blieben die Spielerzahlen in der zweiten Woche nach dem Season-Start stabil. Der Rückgang betrug lediglich rund 5 Prozent, was auf eine hohe Langzeitmotivation hindeutet. Zum Vergleich: Beim Launch von Lord of Hatred im April stieg die Zahl der gleichzeitigen Nutzer auf der Steam-Plattform um 15 Prozent im Vergleich zum Start der ersten Erweiterung.
Preise, Editionen und technische Details
Vor dem Kauf lohnt ein Blick auf die verschiedenen Editionen und ihre Inhalte.
| Edition | Preis | Besonderheiten |
| Deluxe Edition | 59,99 EUR | Erweiterung plus kosmetische Extras |
| Ultimate Edition | 89,99 EUR | Enthält zusätzlich 3.000 Platin |
Technisch solltest du außerdem ausreichend Speicherplatz einplanen. Patch 3.0.0 inklusive Erweiterung beansprucht rund 90 Gigabyte beim Download. Die vollständige Installation auf dem PC umfasst dann circa 150 Gigabyte. Außerdem benötigst du zwingend die erste Erweiterung Vessel of Hatred, da die Story direkt darauf aufbaut.
Diablo 4: Lord of Hatred lohnt sich für Fans des Franchise
Lord of Hatred hat Diablo 4 auf ein neues Niveau gehoben. Zwei vollständig neue Klassen, eine ausgedehnte Region und überarbeitete Systeme ergeben zusammen ein deutlich tieferes Spielerlebnis. Besonders die Kriegspläne, der Horadrische Würfel als dauerhaftes Werkzeug und der integrierte Loot-Filter zeigen, dass Blizzard aus dem Feedback der Community gelernt hat.
Spieler, die bereits Vessel of Hatred besitzen, bekommen mit Lord of Hatred eine direkte und inhaltlich starke Fortsetzung. Neu einsteigern empfehlen wir, beide Erweiterungen nacheinander zu spielen, da die Story aufeinander aufbaut. Das Franchise hat mittlerweile weltweit die Marke von einer Milliarde US-Dollar Gesamtumsatz überschritten, und mit Season 14 läuft der Betrieb momentan auf Hochtouren. Wer Diablo 4 liebt, kommt an Lord of Hatred schlicht nicht vorbei.