Auch wenn es fraglich ist, wie repräsentativ die jüngste Tech-Demo von The Witcher 4 für das Endprodukt sein wird, machte der Trailer einige Dinge deutlich.
Das Wichtigste war, dass CD Projekt beschlossen hat, sich von der eigenen REDengine zu verabschieden. Aber warum?
In einem Interview mit Digital Foundry verriet Charles Tremblay, Vice-President of Technology bei CDPR, dass die hauseigene Engine immer mehr zu einem limitierenden Faktor während des Entwicklungsprozesses wurde. Daher entschied man sich irgendwann, auf eine größere Engine eines darauf spezialisierten Unternehmens umzusteigen: Epic Games und seine Unreal Engine 5.
Die REDengine war als firmeneigene Engine für einen ganz bestimmten Zweck entwickelt worden und war dafür perfekt geeignet. Das Problem war nur, dass sie sich nicht gut für andere Projekte als den ursprünglichen Zweck eignete. Die Entwicklung mehrerer Projekte nebeneinander war zum Beispiel etwas, mit dem die Engine große Probleme hatte, und auch Multiplayer war etwas, das sie nicht bewältigen konnte. Beides sind Dinge, von denen wir wissen, dass CDPR daran arbeitet. Der Wechsel zur Unreal Engine 5 ist also logisch und erlaubt es ihnen, andere Prioritäten zu setzen.
Tremblay sprach auch kurz über diese Prioritäten. Man hat aus Cyberpunk 2077 und seinem katastrophalen Start auf den Konsolen gelernt. Und das will man nicht wiederholen. The Witcher 4 wird daher mit dem Fokus auf Konsolen entwickelt, da es einfacher ist, danach für den PC zu skalieren, als die stärkste Version auf schwächerer Hardware zum Laufen zu bringen.
Ein weiterer Fokuspunkt für das Spiel ist die Framerate. Für CD Projekt RED sind stabile 60FPS ein Muss für The Witcher 4, da sie nicht zu einem 30FPS-Erlebnis zurückkehren wollen. Ich denke, dass viele Spieler dem zustimmen würden, also hoffen wir, dass sie Erfolg haben werden.