Call of Duty Film kommt im Juni 2028 in die Kinos – Peter Berg führt Regie, Taylor Sheridan schreibt das Drehbuch

Auf der CinemaCon 2026 in Las Vegas hat Paramount Pictures den Starttermin für die lang erwartete Verfilmung von Call of Duty bekanntgegeben. Der Film wird am 30. Juni 2028 in die Kinos kommen – pünktlich zum verlängerten Wochenende rund um den US-amerikanischen Independence Day und damit in einem der lukrativsten Kinofenster des Jahres.

Das Datum ist dabei kein Zufall: Der Kinostart fällt mit dem 25-jährigen Jubiläum der Franchise zusammen, denn das erste Call of Duty erschien im Jahr 2003 als PC-Titel.

Peter Berg und Taylor Sheridan als kreatives Duo

Die Regie übernimmt Peter Berg, der in Hollywood vor allem für seine authentischen Militär- und Actionfilme bekannt ist. Zu seinen bisherigen Werken zählen Lone Survivor mit Mark Wahlberg, Deepwater Horizon, The Kingdom und Battleship. Berg hat sich in einem vorab aufgezeichneten Video an die CinemaCon-Teilnehmer gewandt und betont, dass er eine tiefe Verbindung zur Spezialeinheiten-Community empfinde und diese Authentizität auf die Leinwand bringen wolle – gepaart mit großem cineastischem Spektakel.

Das Drehbuch stammt aus der Feder von Taylor Sheridan, dem Oscar-nominierten Autor hinter Sicario, Hell or High Water und Wind River. Sheridan ist zudem der Schöpfer der Mega-Erfolgsserie Yellowstone und zahlreicher Spin-offs wie 1923, Tulsa King und Lioness. Zusammen mit Berg schreibt Sheridan nicht nur das Skript, sondern fungiert auch als Produzent des Films.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang: Der Call of Duty Film wird eines der letzten großen Projekte sein, das Sheridan für Paramount realisiert. Im Oktober 2025 wurde bekannt, dass der Erfolgsautor ab Januar 2029 zu NBCUniversal wechselt – im Rahmen eines Fünfjahresvertrags, der laut Branchenberichten bis zu einer Milliarde US-Dollar schwer sein könnte.

Produzenten und Paramounts Ambition

Als Produzenten sind neben Berg und Sheridan auch David Glasser sowie Rob Kostich an Bord. Kostich ist Präsident von Activision und sagte bei der CinemaCon-Präsentation, man habe von Anfang an festgelegt, den Film nur unter den richtigen Bedingungen zu machen. In David Ellison, dem Chairman und CEO von Paramount, habe man den passenden Partner gefunden.

Ellison selbst bezeichnete sich als lebenslangen Call-of-Duty-Fan, der unzählige Stunden mit der Reihe verbracht habe. Er versprach eine ebenso disziplinierte und kompromisslose Herangehensweise wie bei Top Gun: Maverick – einem der größten Paramount-Erfolge der letzten Jahre.

Steven Spielberg wollte Regie führen – Activision lehnte ab

Ein besonders spannender Aspekt in der Entstehungsgeschichte des Films: Steven Spielberg hatte eigenes Interesse an dem Projekt angemeldet. Der Regie-Legende wird nachgesagt, selbst begeisterter Call-of-Duty-Spieler zu sein. Zusammen mit seinem Amblin-Team und Universal soll Spielberg Activision ein Angebot unterbreitet haben. Der Haken: Spielberg verlangte die volle kreative Kontrolle über Produktion, Marketing und den finalen Schnitt des Films – den sogenannten „Spielberg Deal“. Activision, mittlerweile unter dem Dach von Microsoft, lehnte ab, da man die Kontrolle über die eigene Marke nicht aus der Hand geben wollte.

Über ein Jahrzehnt Entwicklungshölle

Die Ankündigung auf der CinemaCon markiert einen echten Meilenstein, denn ein Call-of-Duty-Film war jahrelang in der Schwebe. Bereits 2015 gründete Activision Blizzard die hauseigene Filmsparte Activision Blizzard Studios mit dem erklärten Ziel, ein cineastisches Call-of-Duty-Universum nach dem Vorbild von Marvel aufzubauen. 2017 waren bereits mehrere Drehbücher in Arbeit, darunter Adaptionen im Stil der Modern-Warfare- und der Black-Ops-Reihe.

2018 wurde Sicario 2-Regisseur Stefano Sollima als Regisseur verpflichtet, doch das Projekt kam nie in Gang. 2020 erklärte Sollima in einem Interview, dass ein Call-of-Duty-Film für Activision keine Priorität mehr habe. Die Studiochefs von Activision Blizzard Studios verließen das Unternehmen 2021, und das ambitionierte Filmuniversum wurde auf Eis gelegt.

Erst im September 2025 kam Bewegung in die Sache, als Paramount und Activision offiziell einen Deal für die Verfilmung verkündeten. Im Oktober 2025 wurden dann Berg und Sheridan als kreatives Duo bestätigt.

Handlung und Besetzung noch unter Verschluss

Konkrete Details zur Handlung des Films gibt es bislang nicht. Auch die Besetzung steht noch aus – angesichts des Startdatums in gut zwei Jahren dürften Casting-Ankündigungen voraussichtlich im Laufe des Jahres 2027 folgen.

Activision hatte allerdings bereits Umfragen unter Spielern durchgeführt, welche Sub-Franchise die Grundlage für den Film bilden sollte. Zur Auswahl standen Modern Warfare, Black Ops, Zombies oder eine komplett neue Geschichte. Xbox-Chef Matt Booty deutete an, dass das Team eine klare Vision habe und Sheridan der perfekte Partner für das Vorhaben sei.

Mit Sheridans Talent für geerdetes, charaktergetriebenes Storytelling und Bergs Erfahrung im Militärfilm-Genre ist durchaus denkbar, dass der Film eine eigenständige Geschichte erzählt – ähnlich wie Yellowstone, das keine bestehende Vorlage adaptiert, sondern ein eigenes Universum erschuf.

Call of Duty als Franchise in Zahlen

Die Zahlen, die Paramount bei der CinemaCon im Sizzle Reel präsentierte, verdeutlichen die enorme Reichweite der Marke: Über 500 Millionen verkaufte Exemplare, mehr als eine Milliarde Spieler weltweit und ein kumulierter Gesamtumsatz von rund 35 Milliarden US-Dollar machen Call of Duty zu einer der erfolgreichsten Entertainment-Franchises überhaupt – nicht nur im Gaming-Bereich.

Videospielverfilmungen boomen wie nie

Der Call-of-Duty-Film reiht sich in einen anhaltenden Boom von Videospielverfilmungen ein. The Super Mario Bros. Movie spielte 2023 weltweit 1,3 Milliarden US-Dollar ein, der Nachfolger The Super Mario Galaxy Movie hat 2026 bereits nach zehn Tagen die 600-Millionen-Dollar-Marke überschritten. Sonic the Hedgehog 3 war Ende 2024 ein Kassenhit, und Serien wie The Last of Us, Fallout und Twisted Metal haben bewiesen, dass Gaming-Adaptionen auch auf dem kleinen Bildschirm funktionieren.

Für 2026 und darüber hinaus stehen unter anderem Verfilmungen von Mortal Kombat II, Resident Evil, Legend of Zelda und Ghost of Tsushima in den Startlöchern. Der Call-of-Duty-Film hat angesichts der enormen Fanbasis und des aktuellen Marktumfelds beste Voraussetzungen, zu einem der größten Videospielfilme aller Zeiten zu werden.

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