Die Entdeckung, die das Endgame revolutioniert – Nur wenige Tage nach dem Launch von Borderlands 4 am 12. September 2025 sorgt eine spektakuläre Entdeckung für Aufsehen in der Community: Ein Build für die Sirene Vex, der theoretisch unendlichen Schaden verursachen kann. Der YouTube-Content-Creator NickTew hat in einem ausführlichen Video demonstriert, wie selbst die härtesten Bosse des Spiels innerhalb von Sekunden besiegt werden können – ohne dass der Spieler nach den ersten Schüssen überhaupt noch aktiv eingreifen muss.
Das Geheimnis hinter dem „Infinite Damage Build“
Die perfekte Synergie
Der Build basiert auf einer vermutlich unbeabsichtigten Synergie zwischen einem speziellen Wurfmesser und Vex‘ passiver Fähigkeit „Bloodletter“ aus dem Vexcalation-Fähigkeitenbaum. Das Herzstück dieser Kombination ist ein Wurfmesser mit dem „Penetrator Augment“, das folgende Eigenschaften aufweist:
- Penetrator Augment: Verwandelt für 5 Sekunden jeglichen Schaden in garantierte kritische Treffer
- Bloodletter: Kritische Treffer haben eine Chance, Blutungsschaden zu verursachen, der 30% des Waffenschadens pro Sekunde stackt
- Contamination: Erhöht die Chance auf Statuseffekt-Anwendung bei kritischen Treffern auf bis zu 100%
Die Mechanik des unendlichen Schadens
Was diesen Build so außergewöhnlich macht, ist die Interaktion zwischen diesen Fähigkeiten. Wenn das Wurfmesser geworfen wird, werden alle nachfolgenden Treffer zu kritischen Treffern. Diese lösen wiederum Blutungsschaden aus, der ebenfalls kritisch trifft. Durch die Contamination-Fähigkeit wird garantiert, dass jeder einzelne Tick des Blutungsschadens weitere Blutungseffekte auslöst – ein endloser Kreislauf, der erst mit dem Tod des Gegners endet.
NickTew demonstrierte dies eindrucksvoll am Boss „Primordial Guardian Inceptus“, der nach nur zwei Messerwürfen und einem einzigen Schuss innerhalb weniger Sekunden besiegt wurde. Besonders bemerkenswert: Der Build funktioniert sogar mit niedrigstufigen Waffen und auf der höchsten Schwierigkeitsstufe, dem Ultimate Vault Hunter Rank 5, wo Gegner 350% zusätzliche Gesundheit besitzen.
Die Community-Reaktion
Begeisterung und Besorgnis
Die Entdeckung löste in der Borderlands-Community gemischte Reaktionen aus. Während viele Spieler begeistert sind und fieberhaft nach dem seltenen Wurfmesser mit Penetrator Augment suchen, äußern andere Bedenken über die Balance des Spiels. In verschiedenen Reddit-Threads berichten Spieler von ihren Erfahrungen:
- Ein Nutzer teilte seinen Fund eines „Bullseye Vivisecting Throwing Knife“ von Jakobs, der über 1.400 Upvotes erhielt
- Viele Spieler empfehlen die „Splashzone“ im südlichen Kartenbereich als besten Farming-Ort für das Wurfmesser
- Die Build-Guides von NickTew auf Mobalytics verzeichnen bereits zehntausende Aufrufe
Einschränkungen des Builds
Interessanterweise funktioniert der Build ausschließlich im Einzelspielermodus. NickTew berichtete, dass die Mechanik im Multiplayer aus unbekannten Gründen nicht greift – möglicherweise eine bewusste Designentscheidung oder ein weiterer Bug. Dies begrenzt die Auswirkungen auf das kooperative Spielerlebnis, macht den Build aber zu einem mächtigen Werkzeug für Solo-Spieler.
Gearbox‘ offizielle Reaktion
Keine überstürzten Nerfs geplant
Die Reaktion von Gearbox auf die Entdeckung fiel überraschend gelassen aus. Graeme Timmins, Creative Director von Borderlands 4, reagierte auf Social Media mit den Worten: „Entspannt euch, Leute, wir werden jetzt nicht überstürzt reagieren.“ Diese Aussage beruhigte viele Spieler, die befürchteten, ihr neu entdeckter Lieblingsbuild könnte sofort generft werden.
Allerdings deutete Timmins auch an, dass es sich möglicherweise um einen Bug handelt, der bereits bei anderen Charakteren wie Harlowe und Rafa vor dem Launch behoben wurde. Er erwähnte, dass dieser Bug „rekursiv Schaden verursachen und dadurch das Spiel zum Absturz bringen oder die Benutzeroberfläche einfrieren“ könnte. Das Team untersucht derzeit, ob es sich um ein echtes Stabilitätsproblem handelt.
Die Philosophie hinter dem Balancing
Randy Pitchford, CEO von Gearbox, hatte bereits vor dem Launch betont, dass Borderlands 4 bewusst auf „verrückte“ und „überpowerte“ Builds setzen würde. Diese Philosophie unterscheidet Borderlands traditionell von anderen Loot-Shootern, bei denen Balance oft über Spielspaß gestellt wird. Die aktuelle Situation scheint diese Design-Philosophie zu bestätigen – zumindest vorerst.
Technische Details und Build-Anleitung
Benötigte Ausrüstung
Für den Build benötigen Spieler:
- Wurfmesser: Vampiric Vivisecting Throwing Knife mit Penetrator Augment (kann auf jeder Stufe gefunden werden)
- Waffe: Idealerweise eine Schrotflinte mit hohem Grundschaden (Jakobs-Waffen werden empfohlen)
- Alternative Augmente: Damage Amp Payload (+15% erhaltener Schaden für 10 Sekunden) als zusätzliche Option
Skill-Verteilung
Die optimale Skill-Verteilung laut NickTews Guide:
- Vexcalation-Baum: Maximale Punkte in Bloodletter
- Contamination: Mindestens 1 Punkt für die Statuseffekt-Garantie
- Material Components: 5 Punkte für kinetischen Schadensbonus
- In The Zone: Zusätzliche Punkte für verbesserte Performance
Farming-Locations
Die Community hat mehrere effektive Farming-Orte identifiziert:
- Splashzone (Südlicher Kartenbereich): Höchste Droprate laut Community-Berichten
- Boss-Farming: Generell höhere Chance bei Bossen mit großen Loot-Pools
- Händler: Regelmäßiges Überprüfen der Waffenhändler kann sich lohnen
Die Zukunft des Builds
Mögliche Patches
Trotz Gearbox‘ zurückhaltender Reaktion ist es wahrscheinlich, dass der Build in naher Zukunft angepasst wird. Die Entwickler haben bereits eine aggressive Update-Politik für Borderlands 4 angekündigt, mit regelmäßigen Performance-Patches und Balance-Anpassungen. Der erste große Content-Drop ist bereits für die kommenden Wochen geplant.
Auswirkungen auf das Endgame
Der Build wirft Fragen über das Design des Borderlands 4-Endgames auf. Mit geplanten Raid-Bossen und saisonalen Events könnte ein Build, der jeden Gegner in Sekunden eliminiert, die langfristige Spielerbindung gefährden. Andererseits ist genau diese Art von „game-breaking“ Entdeckungen Teil des Borderlands-Charmes.
Performance-Probleme und Community-Diskussionen
Der größere Kontext
Während die Vex-Build-Diskussion die Community dominiert, kämpft Borderlands 4 weiterhin mit Performance-Problemen, besonders auf dem PC. Die Steam-Bewertungen bleiben bei „Gemischt“, und Randy Pitchfords kontroverse Aussagen über „Premium-Spiele für Premium-Gamer“ haben zusätzlich für Unmut gesorgt.
Die Ironie der Situation
Ironischerweise bietet der Vex-Build eine Art Lösung für die Performance-Probleme: Wenn Bosse in Sekunden sterben, müssen weniger Effekte gerendert werden. Einige Spieler scherzen bereits, dass dies Gearbox‘ geheime Optimierungsstrategie sei.
Fazit: Ein Phänomen mit Ablaufdatum
Der „Infinite Damage Build“ für Vex in Borderlands 4 ist zweifellos eines der spektakulärsten Gameplay-Phänomene des noch jungen Spiels. Ob Bug oder Feature – er verkörpert perfekt den chaotischen, übertriebenen Geist der Borderlands-Serie.
Für Spieler, die diesen Build ausprobieren möchten, gilt: Die Zeit drängt. Trotz Gearbox‘ entspannter Haltung ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese offensichtlich unbeabsichtigte Mechanik korrigiert wird. Bis dahin genießen Vex-Spieler ihre gottgleiche Macht über die Bosse von Kairos – ein vergänglicher, aber unvergesslicher Moment in der Geschichte von Borderlands 4.
Die Situation zeigt auch, dass Borderlands 4 trotz technischer Startschwierigkeiten genau das liefert, was Fans erwarten: völlig überzogene Action, verrückte Synergien und die Möglichkeit, das Spiel auf unerwartete Weise zu „brechen“. In einer Gaming-Landschaft, die oft von striktem Balancing und kompetitivem Gameplay dominiert wird, ist es erfrischend zu sehen, dass Gearbox den Mut hat, den Spielern diese Momente des absoluten Wahnsinns zu gönnen – zumindest für eine Weile.