Die Entwickler von Treyarch haben kurz vor dem Release von Call of Duty: Black Ops 7 am 14. November 2025 detailliert erklärt, wie das Matchmaking-System des Multiplayer-Modus funktionieren wird. Die Ankündigung markiert einen historischen Wendepunkt für die Call of Duty-Serie und erfüllt jahrelange Forderungen der Community.
Open Matchmaking wird zum neuen Standard
Nach umfangreichem Testing während der Open Beta im Oktober 2025 hat Treyarch bestätigt, dass Open Matchmaking mit minimaler Skill-Berücksichtigung die Standardeinstellung für den Multiplayer-Modus sein wird. Das bedeutet konkret: Bei der Suche nach Lobbys spielt die Skill-Stufe der Spieler nur noch eine untergeordnete Rolle. Stattdessen werden Faktoren wie Verbindungsqualität, Plattform und Eingabegerät stärker gewichtet.
Diese Entscheidung basiert direkt auf dem positiven Feedback zur „Open Moshpit“-Playlist während der Beta. Spieler berichteten von abwechslungsreicheren Matches mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und reduzierten Latenzzeiten. Die Entwickler betonen, dass sie den Spielern eine „variiertere Multiplayer-Erfahrung“ bieten wollen.
Persistent Lobbies kehren zurück
Eine weitere wichtige Neuerung: Persistent Lobbies sind zurück. Diese Funktion war ein fester Bestandteil klassischer Call of Duty-Titel, wurde jedoch seit Modern Warfare 2019 nicht mehr genutzt. Mit Black Ops 7 bleiben Spieler von Match zu Match zusammen, anstatt nach jeder Runde in neue Lobbys verteilt zu werden.
Dies ermöglicht nicht nur die Entstehung von Rivalitäten und sozialen Interaktionen zwischen den Matches, sondern sorgt auch für eine nostalgische Atmosphäre, die viele Veteranen der Serie vermisst haben. Treyarch erklärte: „Wir haben die Community-Diskussion über das Auflösen von Lobbys gehört und konzentrieren uns darauf, Spieler häufiger von Match zu Match zusammenzuhalten.“
Eine Skill-basierte Alternative bleibt bestehen
Trotz der Fokussierung auf Open Matchmaking gibt es eine Ausnahme: Eine rotierende Moshpit-Playlist wird verfügbar sein, in der das Skill-Level eine deutlich größere Rolle bei der Matchmaking-Berechnung spielt. Diese Option richtet sich an Spieler, die kompetitivere und ausgeglichenere Matches bevorzugen.
Zusätzlich wird der Ranked Play-Modus mit Beginn von Season 02 eingeführt. Hier steht die Skill-Bewertung im Vordergrund, ähnlich wie bei den Regeln der Call of Duty League. Spieler müssen zunächst 50 Multiplayer-Matches gewinnen, um Zugang zum Ranked Play zu erhalten.
Transparente Kennzeichnung der Matchmaking-Typen
Ein wichtiges Detail: Treyarch wird jeden Playlist-Typ klar kennzeichnen, sodass Spieler genau wissen, welches Matchmaking-System aktiv ist. Dies gibt den Spielern die Kontrolle, ob sie entspannte Open Matches oder kompetitive Skill-basierte Spiele bevorzugen.
Community-Reaktionen fallen gemischt aus
Die Ankündigung wurde von der Mehrheit der Community positiv aufgenommen. Viele langjährige Fans begrüßen die Rückkehr zu einem klassischeren Matchmaking-Ansatz und den Wegfall des aggressiven Skill-based Matchmaking (SBMM), das in den letzten Jahren für Kontroversen sorgte.
Kritische Stimmen befürchten jedoch, dass weitere Playlists in Zukunft auf das Skill-basierte System umgestellt werden könnten. Andere Spieler, insbesondere Casual-Gamer und Anfänger, äußerten Bedenken über mögliche unfaire Matches gegen deutlich stärkere Gegner.
Anti-Cheat-Erfolge während der Beta
Parallel zu den Matchmaking-Änderungen berichtete das RICOCHET Anti-Cheat-Team von beeindruckenden Ergebnissen während der Beta-Phase. Am ersten Tag waren 97,5% aller Matches komplett cheater-frei, bis zum fünften Tag stieg diese Quote auf 98,8%. Das Team kündigte an, zum Launch das vollständige Erkennungs-Arsenal einzusetzen.
Weitere Anpassungen: Aim Assist und Balancing
Treyarch arbeitet zudem an Anpassungen für Controller-Spieler. Die Entwickler diskutieren Änderungen am rotationalen Aim Assist und der generellen Aim-Assist-Stärke, um eine „faire und kompetitive Balance zwischen allen Eingabegeräten“ zu gewährleisten. Details hierzu sollen vor dem Launch bekannt gegeben werden.
Was erwartet Spieler zum Launch?
Call of Duty: Black Ops 7 startet am 14. November 2025 mit einem umfangreichen Multiplayer-Paket. Zum Launch stehen 18 Maps, über 20 Scorestreaks und 30 Waffen zur Verfügung. Weitere Inhalte wie die Kult-Map Nuketown werden in den ersten Wochen nach Release folgen.
Das Spiel erscheint für PlayStation 5, PlayStation 4, Xbox Series X|S, Xbox One und PC (via Battle.net, Steam und Xbox Store). Das neue Omnimovement-System aus Black Ops 6 kehrt zurück und wird durch das Overclock-System ergänzt.
Ein historischer Wendepunkt für Call of Duty
Die Entscheidung von Activision und Treyarch, SBMM drastisch zu reduzieren und Persistent Lobbies zurückzubringen, markiert einen bemerkenswerten Richtungswechsel. Nach Jahren des Widerstands gegen Community-Forderungen scheint der Entwickler endlich bereit zu sein, auf das Feedback der Spielerbasis einzugehen.
Ob dies auf Konkurrenz durch Battlefield 6, sinkende Vorbestellungszahlen oder schlicht auf einen echten Willen zur Verbesserung zurückzuführen ist, bleibt Spekulation. Fest steht: Black Ops 7 könnte das Call of Duty werden, auf das viele Veteranen seit Jahren gewartet haben.